Chinesische Musik

Chinesische Musik (chinesisch 中国民乐, Pinyin Zhōngguó Mínyuè ‚chinesische Volksmusik‘) ist die in China oder von Chinesen geschaffene und aufgeführte Musik und damit ein Ausdruck der chinesischen Kultur.

Sie zählt zu den ältesten Musiktraditionen der Welt. Zwar ist vieles der traditionellen Musik in den letzten hundert Jahren verloren gegangen, doch dank der Beliebtheit einiger klassischer Instrumente wie dem Guzheng ist auch das Interesse an der damit verbundenen Historie wieder geweckt worden und die hiermit verbundene Musiktradition erlebt eine Renaissance.

Im engeren Sinne gehört zur chinesischen Musik nur die Tradition der Han-Chinesen. Bei weiterer Auslegung ist auch die Musik der Minderheitenvölker mit einzubeziehen, die jedoch trotz vielfacher Durchdringungen meist als etwas Eigenständiges betrachtet wird.

In frühester Zeit diente die Musik in China vor allem kultischen Zwecken. Gemeinsam mit Dichtung und Tanz sollte sie einerseits die Beherrschung der Kulturgewalten ermöglichen, andererseits aber auch den Menschen in Harmonie mit dem Kosmos bringen. Von jeher wurde Musik als etwas Positives, Glück Bringendes betrachtet – wovon sich auch die graphische Identität des jeweils zweiten Zeichens der Wörter Musik (Yīnyuè 音乐) und Freude (Kuàilè 快乐) erklärt.

Eines der ältesten Zeugnisse chinesischer Musik ist das Buch der Lieder (詩經 Shījīng). Das zwischen 1000 und 600 v. Chr. verfasste Werk enthält Volksweisen, religiöse Weihegesänge und Staatshymnen, aber auch Minne-, Kriegs-, Fasten- und Klagelieder aller Art. Insbesondere die Liebeslieder bestechen durch die Frische und Unschuld ihrer Sprache.

Auch Konfuzius (孔子; Kǒng Zǐ; 551–479 v. Chr.) betrachtete die Musik als Instrument zur Erzielung kosmischer Harmonie. Insbesondere sollte sie aber der sittlichen Vervollkommnung des Menschen und der Besänftigung seiner Leidenschaften dienen. Das dem Meister zugeschriebene Lied Youlan (Einsame Orchidee) gilt als ältestes erhaltenes Musikstück Chinas. Auch sonst ist für die Zhou-Dynastie (1122–256 v. Chr.) bereits eine reichhaltige musikalische Produktion belegt. Damals herrschten vor allem Blas- und Schlaginstrumente vor. Ältestes Fundstück ist eine ca. achttausend Jahre alte Knochenflöte. Mòzǐ (墨子; Ende 5. Jh. v. Chr mcm taschen sale.), ein Gegenspieler des Konfuzianismus, betrachtete Musik indes als rein ästhetische Kategorie und damit als nutzlose Zeitverschwendung.

In der Qin-Dynastie wurde das kaiserliche Musikamt gegründet. Han-Kaiser Wudi baute es erheblich aus und beauftragte seine Beamten mit der Überwachung der Hof- wie Militärmusik sowie der offiziellen Anerkennung volkstümlichen Liedguts.

In späteren Dynastien unterliegt die chinesische Musik erheblichen Einflüssen aus dem Ausland, insbesondere aus Mittelasien. Insbesondere stammen von dort die die chinesische Musik heute so nachhaltig prägenden Zithern, Lauten und Bogeninstrumente. Einen Höhepunkt erreichte diese Entwicklung während der Tang-Dynastie: Kaiser Taizong unterhielt zehn Orchester, von denen acht aus fremdländischen Musikern bestanden. Auch praktizierten zu dieser Zeit zahlreiche chinesische Musiker im Ausland. Ebenfalls in der Tang-Zeit emanzipierte sich die Säkularmusik endgültig von den religiös-kultischen Wurzeln und erlangte eigenständige Bedeutung. Eine Hochblüte erlebte in dieser Periode auch die Qin, die chinesische Zither, wenngleich das Instrument auch bereits seit der Han-Zeit gebräuchlich war. Schließlich reichen in die Tang-Zeit die ersten Anfänger der chinesischen Oper zurück: Kaiser Tang Xuanzong (712–755) gründete den Birnengarten (líyuán; 梨园), die erste bekannte Operntruppe Chinas.

Erheblich weiterentwickelt wurde das Opern-Genre während der mongolischen Yuan-Zeit. Damals bildeten sich die meisten chinesischen Operntypen heraus. Auch fand das Zájù (杂剧, Varieté) Eingang in die Oper, das auf bestimmten Reimschemen sowie den neu eingeführten spezialisierten Rollen wie „Dàn“ (旦, weiblich), „Shēng“ (生, männlich) und „Chǒu“ (丑, Clown) basiert. Die Oper der Yuan-Dynastie lebt heute als Kanton-Oper fort.

In der Qing-Dynastie schließlich entstand die berühmteste aller chinesischen Opernformen, die Peking-Oper. Sie beruht auf einer Synthese verschiedener lokaler Opern- und Gesangstraditionen. Auch öffneten sich die Qing-Kaiser verstärkt den Einflüssen europäischer Musik, Qianlong unterhielt für diesen Zweck gar ein eigenes, stilgerecht nach der Mode des europäischen Barock gekleidetes Orchester.

Obwohl im alten China der Musik große Bedeutung für die Harmonie und Langlebigkeit des Staates zugeschrieben wurde, hatten Musiker eine erheblich geringere soziale Position inne als etwa Maler. Dementsprechend fand auch eine theoretisch-wissenschaftliche Befassung mit der Musik in wesentlich geringerem Umfange statt. Gleichwohl nahmen sich die meisten Kaiser des volkstümlichen Liedguts an und sandten etwa Beamte aus, um Lieder zu sammeln und dadurch die Verfassung des Volkes zu studieren. Das Shi Jing, einer der konfuzianischen Klassiker, enthält eine ganze Reihe populärer Lieder aus der Zeit zwischen 800 und 300 v. Chr.

Zu den wichtigsten Ausdrucksmerkmalen der chinesischen Musik zählen Klangfarbe und Melodie. Die Tonleiter besteht grundsätzlich aus zwölf Tönen; gleichwohl kommen die meisten Melodien mit einem fünftönigen Skalensystem ohne Halbtonschritte aus.

In vielen Schriften wird seit frühester Zeit über das Tonsystem geschrieben. Zunächst geschieht dieses in zahlensymbolischer Form, später jedoch auch mathematisch exakter. Auf den Kaiser Huáng Dì wird die Erfindung von Schrift und Musik zurückgeführt. Von Konfuzius stammt eine systematische Musiktheorie samt ethischer Abhandlungen über alte und neue Musik. Das chinesische Tonsystem basiert auf starken Einflüssen indischer und mesopotamischer Herkunft.

Es beruht dabei auf der Abfolge von zwölf Quinten, welche annähernd den Grundton bzw. eine Oktavierung des Grundtons erreichen. Die sich dabei ergebende Ungenauigkeit des pythagoreischen Kommas war ebenfalls bekannt, was aber angesichts des primär monophonen bzw. homophonen Charakters der Musik eher eine untergeordnete Bedeutung hatte. Die sich daraus ergebenden zwölf Töne, Lü genannt, bildeten den Tonvorrat verschiedener Skalensysteme.

Das beherrschende System ist dabei die Pentatonik. Ein Ausschnitt von fünf der zwölf Quinten bildet eine Leiter. Innerhalb einer Leiter kann jedem Ton die Funktion des Grundtones zukommen. Diese fünf Modi können aufbauend auf jedem der 12 Lü konstruiert werden, was somit 60 Tonarten ergibt. In der praktischen Musikausübung wurden jedoch im Gegensatz zu den fünf Modi nicht alle 12 Tongeschlechter angewendet (s. auch den Artikel Chinesische Tonleitern). Die fünf Töne werden entsprechend der chinesischen Fünf-Elemente-Lehre mit einer Vielzahl kosmologischer sowie die Umwelt und das seelische Innenleben des Menschen betreffenden Begriffe in Verbindung gebracht. Dabei steht der jeweilige Grundton (Gong) jeweils für das Ganze, und die Folgetöne repräsentieren Einzelaspekte. Der Schritt der kleinen Terz wurde oft durch einen zusätzlichen Zwischenton, den Bian, erweitert. Ab circa 300 v. Chr. wurde die Pentatonik, wohl durch Einflüsse aus dem Norden, durch den Einbau zweier zusätzlicher Töne (bian Zhi und bian Gong) nach der dritten und fünften Stufe erweitert. Es ergaben sich somit 84 heptatonische Leitern, die sich in der Praxis jedoch nur teilweise etablieren konnten. Die einzelnen Stufen werden wie folgt bezeichnet: Gong – Shang – Jue (Jiao) – bian Zhi – Zhi – Yu – bian Gong

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Die Zusammensetzung der pentatonischen Leiter aus Ganzton und kleiner Terz ohne spannungsbildende Halbtöne hat einen eher statischen Charakter der chinesischen Musik zur Folge.

Trotz der pentatonischen Leitern mit ihren (im Gegensatz zu westlichen Leitern) großen Intervallen ist die Melodik der chinesischen Musik nicht sprunghaft. Sie wirkt mit dem bevorzugten Fortschreiten der Melodie auf benachbarten Tonstufen eher wellenförmig. Vereinzelte größere Sprünge sind dennoch anzutreffen. Diese werden unter anderem auch aus praktischen Gründen eingesetzt, wenn eine Stimme oder ein Instrument wegen der Grenzen seines Tonumfangs die Melodie in einer höheren oder tieferen Oktave fortführt.

Ein Beispiel dafür ist der Einzugsmarsch des Kaisers aus dem Buch der Lieder von Konfuzius. Die Melodie ist streng pentatonisch gehalten und verläuft in einem gerade schreitenden Rhythmus, der sich in klare Vierer- und Sechsergruppen gliedern lässt. Sprünge über Quarte, und Quinte bis in den Abstand der Sexte sind hier dennoch häufig.

Formen der Mehrstimmigkeit im westlichen Sinne sind heute eher selten. Für frühere Zeiten ist jedoch von einer stärkeren Tendenz in Richtung Mehrstimmigkeit auszugehen. Dies legen Untersuchungen zu besser erforschten altjapanischen, aus dem chinesischen Raum übernommenen Formen nahe.

Beim solistischen Vortrag auf Saiteninstrumenten erklingen, analog einer fast weltweit verbreiteten Praxis, mitunter Zweiklänge (überwiegend leere Quinten). Die Mundorgeln (z. B. Sheng und Hulusi, deren meist im Quint- und Oktavabstand fixierte Begleittöne permanent durchklingen) werden zum Teil intervallisch-parallel oder gar in Akkorden geführt.

Im Zusammenspiel eines Ensembles werden die über die Monophonie hinausgehenden Möglichkeiten natürlich mehr genutzt. Beliebt ist hier die Parallelführung im Quartabstand. Ferner wird das heterophone Spiel in einer Art von freiem Unisono genutzt, wie es auch in Teilen Südostasiens und des Nahen Ostens gepflegt wird. Dabei wird eine führende Melodie von mehreren Instrumenten gleichzeitig verziert, indem zwei oder mehr Stimmen das Thema tonlich und rhythmisch selbständig variieren, es ornamental umspielen, stellvertretende Töne einbauen, Töne weglassen, oder mehr oder minder starke rhythmische Veränderungen und Verschiebungen realisieren.

Instrumentalmusik wird in China auf Soloinstrumenten oder in kleineren Ensembles aus Saiteninstrumenten, Flöten, Zimbeln, Gongs und Trommeln gespielt. In China werden die Musikinstrumente nach dem zu ihrer Herstellung verwendeten Material in acht Klassen (八音 „Acht Klänge“) eingeteilt. Man spricht von Seiden-, Bambus-, Holz-, Stein-, Metall-, Ton-, Kürbis- und Tierhautinstrumenten.

Als erstes sind die sogenannten Seideninstrumente (絲) zu nennen. Es handelt sich um Saiteninstrumente; ihren Namen verdanken Sie dem Umstand, dass früher Saiten nicht wie heute aus Metall, Nylon oder Darm, sondern aus Seide gefertigt wurden. Zu unterscheiden sind drei Untergruppen:

Zu den Zupfinstrumenten gehören einmal die Zithern, darunter die Guqin (古琴; häufig einfach Qin genannt) mit 7 Saiten, die Se (瑟) mit 25 Saiten sowie die Wölbebrettzither Guzheng (古箏; häufig einfach Zheng genannt) mit 16–26 Saiten. Die beiden letztgenannten verfügen über bewegliche Stege. Die Duxianqin-Zither (独弦琴) schließlich besitzt nur eine einzige Saite. Daneben gibt es verschiedene Lauten: Birnenform weisen etwa die 4- oder 5-saitige, im 6. Jahrhundert aus Arabien eingeführte Pipa (琵琶) sowie die 4-saitige Liuqin (柳琴) auf. Einen kreisrunden Korpus haben dagegen die in fünf Größen erhältliche Ruan (阮) sowie die berühmte viersaitige „Mondgitarre“ Yueqin (月琴). Daneben existieren die Lautentypen Sanxian (三弦) und Qinqin (秦琴). Die chinesische Harfe ähnelte weitgehend ihrem westlichen Pendant und wird Konghou (箜篌) genannt.

Bei den Streichinstrumenten sind zunächst die meist zweisaitigen Fiedeln (Huqin 胡琴) zu nennen. Grundform ist die Erhu (二胡), tiefer gestimmt sind die Zhonghu (中胡) und die Dihu (低胡). Letztere gibt es in drei Größen, als Xiaodihu (小低胡; auch: Dahu (大胡) oder Cizhonghu; eine Oktave tiefer als die Erhu), als Zhongdihu (中低胡, eine Oktave tiefer als die Zhonghu) sowie als Dadihu (大低胡; zwei Oktaven tiefer als die Erhu). Höher gestimmt als die Erhu ist dagegen die Gaohu (高胡), noch höher die hauptsächlich für die Pekingoper verwendete Jinghu (Streichinstrument)Jinghu (京胡). Resonanzkörper aus Kokosnuss haben die Banhu (板胡) und die Yehu (椰胡), einen aus Kürbis die Huluhu (葫芦胡), einen aus Pferdeknochen die Maguhu (马骨胡). Über ein Griffbrett verfügen die Zhuihu (坠胡) und die im 20. Jahrhundert entwickelte Leiqin (雷琴). Vier statt zwei Saiten haben die Sihu (四胡), die ähnlich einem Cello gestimmte Gehu (革胡) sowie die an den Kontrabass erinnernde Diyingehu (低音革胡). Vorwiegend im äußersten Süden sind schließlich die Erxian (二弦), die Tuhu (土胡) und die Jiaohu (角胡) anzutreffen; aus der Mongolei stammt die „Pferdekopffiedel“ Matouqin (馬頭琴). Eine mit dem Streichbogen gespielte Zither ist die Yazheng (牙箏).

Daneben gibt es auch Instrumente, deren Saiten angeschlagen werden, nämlich das mit zwei Bambushämmerchen gespielte chinesische Hackbrett Yangqin (揚琴), die teilweise gezupfte, aber auch mit einem Stöckchen geschlagene Zhu-Zitter (筑), sowie die Jiaoweiqin (焦尾琴).

Aus Bambus werden vor allem Blasinstrumente gefertigt.

Bei den Flöten sind die Querflöten Dizi (Instrument) (笛子; mit Membran); Xindi (新笛; modern, 21 Löcher) und die sehr kleine Koudi (口笛) zu nennen, daneben die Langflöten Xiao (簫), Chi (篪) und Dongdi (侗笛) sowie die chinesische Panflöte Paixiao (排箫).

Zu den Oboen werden die zylindrische Guan (管) und die konische Suona (唢呐) gerechnet, für letztere ist der metallene Schallkörper charakteristisch. Beides sind Doppelrohrblattinstrumente.

Hinzu kommen schließlich die Rohrflöten Bawu (巴乌; quer gespielt) und Mangtong (芒筒, längsgespielt).

Aus Holz werden meist Schlaginstrumente hergestellt. Den Beginn und das Ende eines Musikstücks markieren etwa das Zhu (柷) und das Yu (敔), hölzerne Klangkörper, die mit einem Stab angeschlagen werden. Für buddhistische Zeremonien wird dagegen der „Holzfisch“ Muyu (木鱼) verwendet.

Aus Stein bestehen etwa die in einem Holzrahmen aufgehängten Platten des Lithophons Bianqing (编磬), die mit einem Holzhämmerchen angeschlagen werden. Ebenfalls aus diesem Material ist das Klangsteinspiel im Grab des Markgrafen Yi von Zeng (曾侯乙) gefertigt.

Metall wird insbesondere für Glocken und Gongs verwendet. Das Chuzeng Baizhong (楚曾百鐘) und das Bianzhong (編鐘) etwa bestehen aus 100 bzw. 65 in einem Holzrahmen aufgehängten und mit einem Klöppel zum Klingen gebrachten Bronzeglocken. Als chinesisches Äquivalent zum Metallophon kann das Fangxiang (方响) angesehen werden. Beim Bo handelt es sich indes um eine einzelne flache Metallplatte, die mit dem Hammer geschlagen wird. Der klassische chinesische Gong wird Luo (鑼) genannt. Der „Wolkengong“ Yunluo (云罗) sowie der ähnlich konstruierte Shimianluo bestehen aus jeweils 10 kleinen Einzelgongs in einem Rahmen. Ein Beispiel für chinesische Blechblasinstrumente ist die lange, gerade Trompete Laba (喇叭).

Aus Ton werden die Okarina Xun (塤) sowie das topfförmige Schlaginstrument Fou (缶) hergestellt.

Die Kürbispflanze liefert den Resonanzkörper für verschiedene Mundorgeln. Zu nennen sind insbesondere das Sheng (笙) – und das größere Yu (竽). In Südwestchina und insbesondere der Provinz Yunnan sind die Varianten Lusheng (芦笙), Hulusi (葫芦丝) und Hulusheng (葫芦笙) verbreitet.

Aus den Häuten verschiedener Tiere werden insbesondere Trommeln gemacht, so die große Dagu – (大鼓) sowie Huzuo Dagu (虎座大鼓), Huzuo Wujia Gu (虎座鳥架鼓), Jian`gu (建鼓) und Paigu (排鼓).

Chinesische Vokalmusik wurde üblicherweise in einer dünnen, resonanzschwachen Stimme oder im Falsett gesungen, wobei Sologesang gegenüber dem Chor vorherrschte. Traditioneller chinesischer Gesang ist eher als melodisch denn als harmonisch zu bezeichnen. Wahrscheinlich entwickelte er sich aus vertonten Gedichten der Song-Zeit.

Das chinesische Volkslied lässt sich in drei Gruppen unterteilen: Die Arbeitslieder (Haozi) wurden traditionell gemeinsam bei der Arbeit unter Leitung eines Vorsängers gesungen. Von ihrer musikalischen Struktur sind sie meist weniger anspruchsvoll, von ihrem Charakter kräftig und oft heroisch. Die meist recht kurzen und rhythmisch freien Berglieder (Shange) werden mit hoher Stimme in zahlreichen Variationen gesungen. Ähnlich dem alpenländischen Jodeln dienten sie ursprünglich der Verständigung über größere Entfernungen. Am weitesten verbreitet sind schließlich die formell relativ festgefügten, gleichwohl aber rhythmisch und melodisch sehr lebendigen Volksweisen (Xiaodiao). Sie umrahmen häufig Feste, Ruhepausen oder Unterhaltungsveranstaltungen. Im Norden herrschen eher leidenschaftliche, bewegte Gesänge vor. Die Lieder des Südens gelten indes eher als sanft und fein. Bis heute wird Gesang von breitesten Volksschichten ausgeübt. Häufig finden sich etwa in großstädtischen Parks morgens spontan kleinere Chöre zusammen, die klassisches Liedgut zum Besten geben.

Eine weitere wichtige Form chinesischer Vokalmusik ist der von (semi)professionellen Künstlern aufgeführte Sprechgesang Quyi bzw. Shuochang. Insgesamt ist er in über 200 Arten verbreitet. Unterschieden werden üblicherweise drei Gattungen, nämlich reiner Gesang (z. B. Danxuan Paizi, Sichuan Qingyin), Erzählung mit Gesang (Shanbei Shuo, Suzhou Tanci) sowie gesangslose Rezitation (Xiangcheng, Kuaiban). Bisweilen begleiten sich die Vortragenden selbst auf einem Instrument oder untermalen ihre Gesänge mit Tanzdarbietungen.

Hauptartikel: Chinesische Oper

Die chinesische Oper verbindet in einzigartiger Weise unterschiedliche Kunstformen wie Musik, Sprache, Spiel, Tanz, Masken und auch Kampfkunst. Bis heute erfreut sie sich großer Beliebtheit.

Die Kanton-Oper verarbeitet häufig traditionelle Stoffe aus der Yuan-Dynastie, wie etwa Die Purpur-Haarnadel und Verjüngung der roten Pflaumenblüte. Die Sprache ist traditionell Kantonesisch. Bis zum 20. Jahrhundert wurden auch Frauenrollen traditionell von Männern gespielt.

Besonders bekannt geworden ist aber die Peking-Oper. Ihr von in hoher Tonlage gesungenen Gutturallauten geprägter Gesang wird gewöhnlich von der Suona, der Jinghu, anderen Streichinstrumenten sowie dem Schlagzeug begleitet.

Daneben existieren insgesamt etwa 360 lokale Operntypen, zu deren wichtigsten die Klapperoper, die Pingju, die Kantonoper, die Puppenoper, das Kunqu, die Sichuanoper, das Qinqiang und das Huangmei xi zählen. Sie unterscheiden sich einerseits in den von den verschiedenen Dialekten geprägten Gesangsarten aber auch in der Gewichtung der einzelnen Saiten- und Blasinstrumente; durchwegs von zentraler Bedeutung sind jedoch die Schlagzeuggruppen. Gemeinsam ist den meisten Operntypen die extreme Stilisierung der Rollentypen, die sich nicht nur in genau festgelegten Masken- und Kostümikonographien äußert, sondern auch in den Stimmlagen, die von nasalen Kopfstimmen bis zu tiefen Brusttönen reichen.

Unter Druck geriet das Opergenre insbesondere in der Mao-Zeit, als klassische Formen der Zensur ausgesetzt waren und teilweise durch künstlich geschaffene, revolutionär ausgerichtete „Modellopern“ ersetzt wurden.

Die traditionelle chinesische Musik wird auch noch in einem reichhaltigen Repertoire aufgeführt, das heitere wie ernste Stücke miteinschließt und bisweilen sogar auf westlicher Popmusik oder Filmliedern beruht. Verwendung findet sie insbesondere auch bei Festlichkeiten wie Hochzeiten und Beerdigungen. Häufig kommt dabei die oboen-artige Suona zum Einsatz sowie ein schlagzeugartiges Instrument namens Chuigushou. Daneben ist aber auch das gesamte alltägliche Leben eines Chinesen mit Musik erfüllt, sei es bei der Arbeit auf dem Reisfeld, auf dem Weg nach Hause oder frühmorgens in den städtischen Parks. Es wird viel und gerne gesungen, der traditionelle Liedschatz ist unüberblickbar groß.

Instrumentierung und Liedgut differieren auch innerhalb der Musik der Han-Chinesen; vielfach haben sich regionale Schwerpunkte herausgebildet:

In den ländlichen Gebieten der Nordens schätzt man Ensembles aus Mundorgeln, Schalmeien, Flöten, Dizi und Schlaginstrumenten (speziell den Yunluo-Gongs), die unmittelbar auf die alte kaiserliche Tempelmusik zurückgehen. In Xi’an wird eine bestimmte Art der Trommelmusik (Xi’an guyue) praktiziert, bei der neben den namensgebenden Schlaginstrumenten noch Bläser zum Einsatz kommen; sie hat in sehr kommerzialisierter Form auch außerhalb Chinas Verbreitung gefunden. Die Rohrflöte Sheng gilt als Vorläufer aller westlichen Rohrinstrumente.

In den Südprovinzen Fujian, Nanyin, Nanguan sowie in Taiwan sind Musikballaden sehr populär. Aufgeführt werden sie in der Regel von einer von Flöten- und Lautenspielern begleiteten Sängerin. Üblicherweise sind sie von Schwermut und Melancholie gezeichnet und handeln häufig von in unglückliche Liebe verstrickten Frauen. Noch weiter im Süden, in Shantou und Chaozhou sind Erxian- und Guzheng-Ensembles verbreitet.

Die Städte Nanjing und Hangzhou sind für ihre Sizhu-Gruppen (Seiden und Bambus) bekannt, die mit Flöten und Saiteninstrumenten harmonisch-melodiöse Stücke aufführen, die auch im Westen häufig großen Anklang finden. In den Teehäusern Shanghais wird schließlich die Sonderform des Jiangnan Sizhu zu Gehör gebracht.

Die in Guangdong verbreitete Kantonesische Musik schließlich basiert auf der sog. Kanton-Oper (Yueju), hat aber seit den 1920er Jahren auch zahlreiche westliche Einflüsse etwas aus dem Bereich des Jazz aufgenommen.

Der Kulturelle Aufbruch der 1910er und 1920er Jahre rief in China großes Interesse an westlicher Musik hervor. Grund hierfür war nicht zuletzt die Rückkehr zahlreicher Auslandsstudenten aus Europa und den USA. In zahlreichen größeren Städten wurden Symphonieorchester gegründet, deren Konzerte insbesondere über den Rundfunk einem großen Publikum zugänglich waren. Zu verzeichnen war weiter die Rezeption von Elementen des Jazz. Zu den bedeutendsten Musikern dieser Epoche zählten u. a. Lu Wencheng, Li Jinhui, Zhou Xuan, Qui Hechou, Yin Zizhong und He Dasha.

Die Maoisten standen dieser Entwicklung kritisch gegenüber und diffamierten sie, vor allem Zhou Xuan, als dekadent und pornographisch. Im Gegenzug starteten diese ab 1942 im Rahmen des sog. Yan’an-Forums über Literatur und Kunst eine groß angelegte Kampagne, um traditionelles Volksliedgut für die Schaffung revolutionärer Lieder auszunutzen und dadurch die noch weitgehend analphabetischen Volksmassen für die Ziele der Kommunistischen Partei zu gewinnen. Ein Beispiel hierfür ist das Kampflied Der Osten ist rot, das auf einem Volkslied aus der Provinz Shaanxi beruht. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch der Komponist Xian Xinghai (1905–1945), der u.a. die Gelber-Fluss-Kantate schuf, die als berühmtestes Werk des Genres gilt. 1969 wurde sie von Yin Chengzong als Klavierkonzert umgesetzt und wird bis heute aufgeführt.

Nach Gründung der Volksrepublik China erlebten revolutionäre Kampflieder einen weiteren Aufschwung; viele wurden auch – mit neuem Text – aus der Sowjetunion übernommen. Gleichzeitig setzte sich die Blüte der westliche wie neue chinesische Musik spielenden Symphonieorchester fort. Im ganzen Land entstanden Konservatorien und andere musikalische Ausbildungsstätten. Daneben traten osteuropäische Orchester in China auf, während chinesische Musiker und Musikgruppen in großer Zahl an internationalen Veranstaltungen teilnahmen.

Auf dem Höhepunkt der Kulturrevolution unterlagen Komposition und Aufführung von Musik großen Restriktionen. Stattdessen schuf man auf dem Reißbrett eine leichte, harmonische, eingängige, „pan-chinesische“ Musikrichtung namens Guoyue, die insbesondere an Konservatorien aufgeführt wurde. Nach der Kulturrevolution wurden die alten Strukturen weitgehend wiederhergestellt.

In den 1970er Jahren entwickelte sich in Hongkong der Cantopop, der insbesondere als Reaktion auf das traditionelle Shidaiqu sowie den beliebten amerikanischen Softrock gedacht war. Besonders berühmt wurden Joseph Koo, Lisa Wang, Adam Cheng, Lotus, Wynners und James Wong. Seit den 1980er Jahren wird anstelle des bisher vorherrschenden Englischen zunehmend die Kantonesische Sprache benutzt

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; diese zweiten Generation gehören u.a. Sam Hui, Danny Chan, Kenny Bee, Anita Mui, Aaron Kwok, Leon Lai, Andy Lau und Jacky Cheung an; die letzteren vier werden auch als die „vier Götter des Cantopop“ bezeichnet. Später etablierten sich Sammi Cheng, Karen Mok und Eason Chan.

Parallel zum Aufstieg des Cantopop entwickelte sich auch der Chinesische Rock, als dessen Stammvater Cui Jian gilt. Weitere bedeutende Vertreter sind Tang Chao, Dadawa, Cobra, Dou Wei, Zhang Chu, He Yong, Zhinanzhen, Lingdian und Heibao. Musikalisch bewegen sie sich im Spektrum zwischen New Wave (Lingdian) und Heavy Metal (Heibao). Die Punkmusik wird u.a. von Bands wie Catcher in the Rye und Dixiayinger vertreten. Wie in ganz Asien ist auch hier Karaoke ein weit verbreitetes Phänomen. Sender wie MTV sind beliebt, in Diskotheken läuft der neueste Techno und riesige Rockkonzerte werden zum Massenspektakel. Daneben gibt es aber auch Gruppen, die auf Elemente der Volksmusik zurückgreifen wie Hanggai, Ajinai und Ye haizi.

Die deutschen Filmemacher George Lindt und Susanne Messmer drehten den Dokumentarfilm Beijing Bubbles, der weltweit auf Festivals, im Museum of Modern Art in New York und in europäischen Kinos gezeigt wurde. Der Film beschreibt das Leben junger Punker, Rocker und Bluesmusiker in China. Es ist der erste Dokumentarfilm über die junge Musikszene Chinas.

1980 wurde die Chinese Musicians’ Association formell in die International Musicological Society gewählt. Chinesische Musikgruppen unternahmen Auslandstourneen, während ausländische Künstler in China auftraten. Mitte der 1980er Jahre zogen volkstümliche Balladen, westlicher Folk sowie die europäische Klassik immer noch die meisten Zuhörer an. Gleichwohl erfuhren auch der lange Zeit verbannte Jazz sowie der Rock ’n’ Roll zunehmende Rezeption, insbesondere unter den jüngeren Chinesen. Weiterhin ist die moderne chinesische Musik aber dem kritischen Auge der Regierung ausgesetzt, die eine westliche Unterwanderung chinesischer Werte befürchtet und Militärmusik einsetzt, um ganze Dörfer per Lautsprecher mit eigener Propaganda Tag für Tag zu beschallen.

Buschfeuer in Victoria 2006/2007

Die Buschfeuer in Victoria 2006/2007, in Australien Great Divide Fire Complex genannt, begannen am 1. Dezember 2006 im Nordwesten der Great Dividing Range von Victoria und konnten erst am 7. Februar endgültig gelöscht werden. 70 Feuer entstanden durch Blitzschläge und formierten sich zum größten Buschfeuer in Victoria seit dem Buschfeuer in Victoria von 1939. Die Feuer verbrannten ein Gebiet von mehr als 12.000 km² im Zeitraum von 69 Tagen, bevor sie endgültig gelöscht werden konnten.

Insgesamt war ein Toter zu beklagen, 1300 Feuerwehrleute mussten während des Einsatzes wegen Verletzungen behandelt werden, 41 Häuser wurden zerstört

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, hunderte Stück Vieh verbrannten und Kilometer von Zäunen wurden zerstört. Insgesamt waren 19

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.000 Feuerwehrleute seit dem 1 mcm taschen sale. Dezember 2006 eingesetzt worden.

Kommentatoren kamen damals zu der Auffassung, dass Buschfeuer dieser Art mit diesem Zerstörungsgrad und Dauer sich aufgrund des Klimawechsels, der Trockenheit und herrschender Wetterbedingungen künftig als Normalfall in Victoria zu betrachten seien. Es war das am längsten brennende Buschfeuer in Victoria.

Maiparade 1956

Maiparade 1956 ist ein Dokumentarfilm des DEFA-Studios für Wochenschau und Dokumentarfilme aus dem Jahr 1956.

Der Film zeigt die feierliche Übergabe der Truppenfahne durch den Minister für Nationale Verteidigung und späteren Armeegeneral Willi Stoph an die 1. Mechanisierte Division der neugegründeten Nationalen Volksarmee der DDR

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. Danach wird erstmals der Fahnenschwur gesprochen. Gäste der Zeremonie sind Arbeiter und Angehörige der Gesellschaft für Sport und Technik sowie der Kampfgruppen der Arbeiterklasse. Zum Abschluss marschiert die Division an der Ehrentribüne vorbei.

Mit dem Glockenschlag um 9:00 Uhr vom Roten Rathaus beginnt die Parade der Nationalen Volksarmee zum 1. Mai 1956 auf dem Marx-Engels-Platz in Berlin. In zwei offenen PKW Sachsenring P 240 fahren der Kommandierende der Parade, Generalmajor Heinz und der Minister für Nationale Verteidigung, Generaloberst Willi Stoph vor die Tribüne, die mit den Mitgliedern des Zentralkomitees der SED, dem Präsidenten der DDR Wilhelm Pieck, dem Ministerpräsidenten der DDR Otto Grotewohl, zahlreichen internationalen Gästen sowie verdienstvollen Arbeiterveteranen besetzt ist. Nach der Meldung des Kommandierenden begibt sich Willi Stoph ebenfalls auf die Tribüne, um die Parade abzunehmen. Diese beginnt mit dem Vorbeimarsch der verschiedenen Truppengattungen. Im Anschluss daran fahren verschiedene motorisierte Verbände zum Beispiel mit Motorrädern, Schützen-Panzerwagen und Mannschafts-Transportwagen an den jubelnden Zuschauern vorbei

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Zum Abschluss der Maidemonstration folgen noch Mitarbeiter aus den Betrieben und Junge Pioniere der Pionierorganisation Ernst Thälmann.

Der Film wurde auf Agfacolor gedreht mcm taschen sale. Die Musikbearbeitung kam von Kurt Grottke und der Sprecher war Gerry Wolff.

Einschätzung der Filmkontrolle des Staatlichen Komitees für Filmwesen: „Dieser Farbfilm ist ein Dokument der Souveränität der DDR. Er zeigt, daß Uniform nicht gleich Uniform ist, sondern die Menschen den Geist einer Armee ausmachen. Der Film wird mithelfen, die Menschen unserer Republik umzuerziehen im Geiste der Völkerfreundschaft und des nationalen Selbstbewußtseins. Obwohl der Film unter schlechten Bedingungen (Regen, schlechte Lichtverhältnisse usw.) aufgenommen wurde, ist er durch die sehr gute Arbeit aller Beteiligten zu einer guten optischen Aussage geworden.“

Deutsch-Russische Festtage

Die Deutsch-Russischen Festtage sind ein Volksfest und Open-Air-Festival in Berlin. Sie finden seit 2007 an einem Wochenende Mitte Juni auf der Trabrennbahn in Berlin-Karlshorst statt.

Die Veranstaltung wird von einem gleichnamigen Verein organisiert. Er hat zum Ziel, einen „Beitrag zur Förderung der deutsch-russischen Beziehungen, insbesondere auf den Gebieten der Kultur mcm taschen sale, Sprache, Wissenschaft, Politik und Sport zu leisten.“

Im Mittelpunkt der Festtage steht die Umsetzung der Vereinsziele, die 2005 anlässlich der Gründung des Vereins festgelegt wurden. Durch kulturelle Veranstaltungen sollen die Besucher einen Einblick in die russische Kultur erhalten. Dazu zählen beispielsweise Schachturniere, ein Kreativwettbewerb der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, Filmvorführungen sowie Tanz- und Musikdarbietungen. Daneben finden Pferderennen, Kleinfeldfußball-Spiele mcm taschen sale, Boxveranstaltungen des Berliner Boxerverbandes sowie ein internationales Jugendboxturnier statt. Informationsstände werben für den Tourismus; Imbissstände bieten die Möglichkeit, Russland kulinarisch zu entdecken. Die Tageszeitung Neues Deutschland berichtete, dass im Jahr 2010 rund 150

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.000 Besucher gezählt werden konnten. Im Jahr 2012 gibt es erstmals Theateraufführungen in deutscher und russischer Sprache und ein Filmfest. Zu den etablierten Programmteilen gehören die russische Rocknacht am Sonnabendabend und das Nikolai-Bersarin-Gedenkrennen am Sonntag.

FDP Schleswig-Holstein

Die FDP Schleswig-Holstein ist der Landesverband der FDP im Bundesland Schleswig-Holstein

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Die Liberalen waren die ersten, die sich in den 1860er Jahren als Partei formierten. In der Fortschrittspartei und später in der Deutschen Freisinnigen Partei sowie der Nationalliberalen Partei organisiert, erreichten die Liberalen in Schleswig-Holstein bei Wahlen zum Preußischen Landtag und Reichstag bis zum Ende des Kaiserreiches Wahlerfolge, auch wenn die Abgeordnetenzahlen seit Ende des 19. Jahrhunderts deutlich sanken.

In der Weimarer Republik spielten die Liberalen in Schleswig-Holstein keine so bedeutende Rolle mehr. Im Provinziallandtag hatte die DDP 1921 noch 6,1 % der Stimmen bekommen. Ihr Stimmenanteil sank jedoch 1929 auf 3,7&nbsp

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;%. In den 1930er Jahren fielen die Liberalen auf das Niveau von Splittergruppen zurück, bis mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten eine liberale politische Arbeit in Deutschland unmöglich wurde.

Ab Sommer 1945 bildeten sich erste lokale liberale Gruppen, die jedoch schwach und zersplittert waren. Viele Liberale tendierten zu der Beteiligung an der Demokratischen Union (aus der die CDU Schleswig-Holstein hervorging). Im ersten ernannten Landtag waren die Liberalen ab dem 26. Februar mit Heinrich Ambrosius vertreten, der sich jedoch bereits im März der CDU anschloss.

Andere Liberale strebten eine eigene Partei an. Die Ortsgruppe in Pinneberg um den Elmshorner Industriellen Peter Christel Asmussen bildete die Keimzelle der künftigen FDP. Auf der Gründungsversammlung am 28. März 1946 in Neumünster wurde er zum Vorsitzenden gewählt und am 11. April 1946 in den ernannten Landtag berufen. Am 14. Mai 1946 erfolgte die Zulassung durch die Militärregierung. Nachdem die FDP bei den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein am 13. Oktober 1946 6,1 % der Stimmen erzielt hatte, wurde die Zahl der FDP-Vertreter im ernannten Landtag auf vier erhöht.

Der erste ordentliche Landesparteitag der FDP Schleswig-Holstein am 26. November 1946 in Neumünster bestätigte Peter Christel Asmussen als Landesvorsitzenden.

Bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein 1947 erreichte die FDP nur 5 % und erhielt aufgrund des Wahlrechtes, das die großen Parteien stark begünstigte, kein Landtagsmandat. Die FDP war damit die größte außerparlamentarische Oppositionspartei.

Das unbefriedigende Ergebnis führte zu innerparteilichen Diskussionen und dem Wechsel an der Parteispitze. Fritz Oellers wurde am 29. Januar 1947 zum neuen Landesvorsitzenden gewählt, Peter Christel Asmussen als Ehrenvorsitzender benannt.

Bei der Bundestagswahl 1949 konnte sich die FDP Schleswig-Holstein auf 7,4 % steigern und zwei Bundestagsabgeordnete stellen. Zur Vorbereitung der Landtagswahl in Schleswig-Holstein 1950 waren die bürgerlichen Parteien bemüht, eine Situation zu vermeiden, in der die SPD Schleswig-Holstein erneut dank des Wahlrechtes eine Mehrheit im Parlament trotz einer Minderheit der Wählerstimmen erreichen könne. Es wurde daher ein Wahlblock aus CDU, FDP und Deutscher Partei gebildet.

Bei den Wahlen erreichte die FDP 7,1 % der Stimmen. Wahlgewinner war jedoch nicht der Wahlblock, sondern der BHE, der erstmals zu Wahlen angetreten war. Dieses Ergebnis reflektierte die Tatsache, dass Schleswig-Holstein mit weitem Abstand den höchsten Anteil an Flüchtlingen und Vertriebenen in der Bevölkerung hatte. Es wurde eine Koalitionsregierung aus Wahlblock und BHE unter Walter Bartram gebildet. Im Kabinett Bartram war die FDP mit Wirtschaftsminister Hermann Andersen vertreten.

Die FDP-Fraktion im Landtag erwies sich nicht als stabil. Von den acht gewählten FDP-Abgeordneten spalteten sich 1952 vier als „Deutsche Sammlung“ (DS) ab und traten 1953 in die CDU ein. Nicht zuletzt infolge dieser Querelen konnte die FDP bei den Wahlen 1954 nur noch fünf Abgeordnete stellen. Die bürgerliche Regierung wurde jedoch bestätigt und die FDP war in der Folge bis 1971 an der Seite der CDU in der Landesregierung vertreten. Bei den Wahlen erreichte die FDP folgende Ergebnisse:

1963 kam es auf dem Landesparteitag in Husum zu einer Kampfabstimmung um den Landesvorsitz. Dabei erreichte der amtierende Landesvorsitzende Bernhard Leverenz mit 75 Stimmen keine Mehrheit und Otto Eisenmann, der mit der Forderung nach einer Abgrenzung zur CDU angetreten war, wurde mit 83 Stimmen neuer Landesvorsitzender.

Dieser Linksruck wurde jedoch nicht von der ganzen Partei mitgetragen. Als 1969 die Sozialliberale Koalition auf Bundesebene beschlossen wurde, forderte der linke Flügel unter Otto Eisenmann auch im Land ein Ende der Koalition mit der CDU. Eine knappe Mehrheit sprach sich jedoch für die Fortsetzung der Koalition aus

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, woraufhin Otto Eisenmann zurücktrat.

Bei den Landtagswahlen 1971 erreichte die FDP 3,8 % der Stimmen und war nicht mehr im Landtag vertreten, die CDU erhielt hingegen eine absolute Mehrheit. Gerhard Stoltenberg (CDU) wurde Ministerpräsident.

Auch wenn die FDP bei den folgenden Landtagswahlen 1975 und 1979 wieder mit fünf bzw. vier Abgeordneten in den Landtag einziehen konnte, verblieb sie gemeinsam mit der SPD in der Opposition.

1983 schied Uwe Ronneburger als Landesvorsitzender aus, der die Partei 13 Jahre lang in der sozialliberalen Zeit geführt hatte. Die Wahl von Werner Zywietz als neuem Landesvorsitzendem fiel mit einer Rückbesinnung der FDP auf die CDU und dem Koalitionswechsel in Bonn zusammen. Erneut, wie schon 1971, tauschte die FDP einen großen Teil ihrer Wähler aus und verfehlte bei der Landtagswahl am 13. März 1983 mit 2,2 % die 5 %-Hürde. Bei der Landtagswahl am 13. September 1987 gelang mit 5,2 % der Wiedereinzug in den Landtag – und fast auch in die Regierung. Im Landtag hatte sich ein Patt zwischen Schwarz-Gelb und SPD/SSW ergeben. Aufgrund der Barschel-Affäre kam es bereits im Folgejahr zu Neuwahlen, bei denen die FDP mit 4,4 % erneut an der 5 %-Hürde scheiterte.

Seit den Landtagswahlen am 5. April 1992 ist die FDP ununterbrochen im Landtag vertreten. Allerdings mussten auch in den Folgejahren die Oppositionsbänke gedrückt werden. Nach der Schubladenaffäre büßten die Sozialdemokraten ihre absolute Mehrheit ein, konnten aber in einer rot-grüne Koalition an der Regierung bleiben.

Nach der Landtagswahl 2005 war das Ergebnis fast so knapp wie 1987. Der Versuch, eine rot-grüne Minderheitsregierung unter Tolerierung des SSW zu bilden, scheiterte und es kam zu einer großen Koalition. Erst bei der Landtagswahl am 27. September 2009 gelang wieder der Sprung in die Regierung. Mit 14,9 % erreichte die FDP das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Die FDP-Fraktion war mit 14 Abgeordneten im 95 Sitze zählenden Landtag vertreten. Im Kabinett Carstensen II stellte die FDP seither drei Minister: Dr. Heiner Garg als Minister für Arbeit, Soziales und Gesundheit und Dr. Ekkehard Klug als Minister Bildung und Kultur. Der parteilose Emil Schmalfuß wurde auf FDP-Ticket Minister für Justiz, Gleichstellung und Integration.

Die 17. Wahlperiode des Schleswig-Holsteinischen Landtages endete wiederholt vor Ablauf der auf fünf Jahre ausgelegten Legislaturperiode. Das Landesverfassungsgericht verkündete am 30. August 2010 das Urteil zur Klage der Grünen, des SSW und der Linken gegen die Mandatsverteilung: Die Verfassungswidrigkeit des damaligen Wahlgesetzes wurde festgestellt. Die dadurch notwendig gewordene Neuwahl fand am 6. Mai 2012 statt. Die FDP Schleswig-Holstein konnte unter der Führung ihres Spitzenkandidaten Wolfgang Kubicki mit 8,2 Prozent das zweitbeste Ergebnis ihrer Geschichte erzielen. Die FDP-Fraktion besteht seither aus sechs Abgeordneten: Wolfgang Kubicki (Rendsburg, Plön, Neumünster), Christopher Vogt (Ratzeburg, Pinneberg), Dr. Heiner Garg (Ostholstein, Segeberg), Anita Klahn (Oldesloe, Lübeck), Dr. Ekkehard Klug (Kiel, Schleswig, Flensburg) und Oliver Kumbartzky (Heide, Nordfriesland, Itzehoe).

Das aktuelle Programm der FDP ist das auf dem Landesparteitag am 22. Januar 2012 in Neumünster beschlossene Programm zur Landtagswahl 2012 „Landtagswahlprogramm 2012–2017“.

Die FDP Schleswig-Holstein gliedert sich in 15 Kreisverbände

Die politischen Fachthemen werden in Landesfachausschüssen vorbereitet:

Ehrenvorsitzende:

1950–1952, CDU/FDP/DP/GB/BHE-Koalition unter Walter Bartram bzw. Friedrich-Wilhelm Lübke:

1954–1962, CDU/FDP/GB/BHE-Koalition unter Kai-Uwe von Hassel:

1963–1971, CDU/FDP-Koalition unter Helmut Lemke:

2009–2012, CDU/FDP-Koalition unter Peter Harry Carstensen:

FDP Baden-Württemberg | FDP Bayern | FDP Berlin | FDP Brandenburg | FDP Bremen | FDP Hamburg | FDP Hessen | FDP Mecklenburg-Vorpommern | FDP Niedersachsen | FDP Nordrhein-Westfalen | FDP Rheinland-Pfalz | Demokratische Partei Saar | FDP Sachsen | FDP Sachsen-Anhalt | FDP Schleswig-Holstein | FDP Thüringen

Derzeit im Landtag vertreten: CDU Schleswig-Holstein | SPD Schleswig-Holstein | Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein | FDP Schleswig-Holstein | Piratenpartei Schleswig-Holstein | SSW

Historisch im Landtag vertreten: Die Linke Schleswig-Holstein | KPD Schleswig-Holstein | DKP Schleswig-Holstein | BHE Schleswig-Holstein | DP Schleswig-Holstein | Schleswig-Holstein-Block | NPD Schleswig-Holstein | DVU Schleswig-Holstein

Internationales Jahr der Wälder

Das Jahr 2011 wurde von den Vereinten Nationen mit der Resolution 61/193 zum Internationalen Jahr der Wälder erklärt.

Ziel ist, das Bewusstsein und Wissen um die Erhaltung und nachhaltige Entwicklung aller Arten von Wäldern zum Nutzen heutiger und künftiger Generationen zu fördern. Dabei soll auf die besondere Bedeutung des Waldes und einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung auch im Rahmen der Bekämpfung der Armut hingewiesen werden.

Alle internationalen Aktivitäten werden dabei vom Waldforum der Vereinten Nationen (UNFF) in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) koordiniert und durch nationale Aktivitäten unterstützt und ergänzt.

Wälder – so schätzt die Weltbank – bieten Lebensräume für etwa zwei Drittel aller Arten auf der Erde. Die Abholzung der tropischen Regenwälder ist verantwortlich für den Verlust der biologischen Vielfalt mit nicht weniger als 100 Arten pro Tag.

Wälder sind zudem integraler Bestandteil der globalen nachhaltigen Entwicklung. Nach Schätzungen der Weltbank sind mehr als 1,6 Milliarden Menschen für ihren Lebensunterhalt abhängig von der Nutzung von Wald. International werden Wald-Produkte in der Größenordnung von 270 Milliarden Dollar gehandelt – Wald ist ein nicht zu unterschätzender Motor für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung weltweit. Die Resolution 61/193 erkennt an, „dass Wälder und eine nachhaltige Waldbewirtschaftung maßgeblich zur nachhaltigen Entwicklung, zur Armutsbeseitigung und zur Erreichung der international vereinbarten Entwicklungsziele … beitragen können“.

Die UN Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) schätzt, dass jedes Jahr 130.000 km² der Wälder der Welt verloren gehen

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. Umstellung auf landwirtschaftlichen Flächen, die nicht nachhaltige Gewinnung von Holz und die Schaffung von menschlichen Siedlungen sind die häufigsten Gründe für den Verlust der Waldflächen.

Nach Angaben der Weltbank gehen bis zu 20 Prozent der globalen klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen, auf das Konto der Entwaldung. Nach Daten der FAO speichern die Wälder der Welt inklusive Waldboden mehr als eine Billion Tonnen Kohlenstoff – doppelt so viel wie in der Atmosphäre vorhanden.

Das Sekretariat der UN-Waldforums ist international die zentrale Anlaufstelle für die Umsetzung des Internationalen Jahres des Wälder und koordiniert die Zusammenarbeit mit Regierungen, der Waldpartnerschaft und anderen einschlägigen internationalen, nationalen und regionalen Organisationen und Prozessen. Regierungen, regionale und internationale Organisationen sind aufgefordert, Anlaufstellen in den jeweiligen Ländern zu schaffen, um Organisation und Durchführung von Aktivitäten zum Internationalen Jahr des Waldes zu erleichtern.

In Deutschland hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) die Federführung für die nationalen Aktivitäten übernommen und dafür ein eigenes Kampagnenbüro bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) eingerichtet, das die Steuerung und Koordination der Dachkampagne wahrnimmt.

Als Schirmherrn für das „Internationale Jahr der Wälder“ konnte Bundesministerin Ilse Aigner den ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff gewinnen.

Zahlreiche Akteure aus Bund, Ländern mcm taschen sale, Verbänden und Wirtschaft gestalten den deutschen Beitrag zum Internationalen Jahr der Wälder und beteiligen sich mit ihren Aktivitäten am so genannten „Waldkulturerbe“.

Der Verein Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit (DAZ) startet 2011 ein umfangreiches Aufforstungsprogramm in der Savanne Togos/Westafrika. Dazu wird seit 30. November 2010 der Kauf einer Waldaktie angeboten.

In der Schweiz setzt sich der über 100-jährige Künstler Hans Erni mit diversen Aktionen für das Internationale Jahr des Waldes ein. Hierfür schuf er in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt das Kunstwerk „Wald ist Leben“. Das Gemälde steht einerseits für die Symbiose des Menschen mit dem Wald und anderseits für eine massvolle, umweltschonende und nachhaltige Nutzung der Wälder. Das Kunstwerk diente als Vorlage für die gleichnamige Plakatkation an 14 Bahnhöfen der Schweiz. Insbesondere die Mega-Poster-Version des Plakats (12 × 9 m) in Zürich sorgte für große Medienpräsenz. Zudem kreierte Hans Erni zum Jahr des Waldes die „Wald- ist-Leben-Medaille“ die in Gold und Silber an Sammler ausgegeben wurde. Der Verkaufserlös der Medaille fließt in lokale Waldprojekte

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Football Association of Thailand

Die Football Association of Thailand, kurz FAT, ist der thailändische Fußballverband. Der volle Name lautet Football Association of Thailand under Patronage of His Majesty the King (dt: Der Fußballverband von Thailand unter der Schirmherrschaft seiner Majestät des Königs).

Am 25. April 1916 wurde der Verband von König Vajiravudh (Rama VI.), gegründet. Damit gehört der Verband zu den ältesten in Asien. Bereits 1925 trat man der FIFA bei und 1957 der AFC. Der thailändische Fußballverband ist einer der erfolgreichsten im südostasiatischen Raum. 1984 war der Verband eines der Gründungsmitglieder der ASEAN Football Federation.

2007 schloss der Verband einen Ausrüstervertrag mit der Firma Nike ab. Der Vertrag soll über fünf Jahre bis 2012 laufen. Über die Summe wurde offiziell nichts bekannt, man geht jedoch von ca. 150 Millionen Baht aus. Zuvor statten ausschließlich nationale Sportartikelhersteller, wie Grand Sport oder FBT die Mannschaften des Verbandes aus.

Folgende nationalen Wettbewerbe werden und wurden unter dem Dach der FAT ausgetragen:

Hauptartikel: Thai Premier League

Die Thailändische Fußballmeisterschaft ist sowohl im Männer- als auch im Frauenfußball der wichtigste nationale Titel. Der Thailändische Fußballmeister der Männer wird seit 1916 ausgespielt. Bis 1996 trug der Wettbewerb den Namen Kor Royal Cup. Erster Meister 1916 war das Department of Performing Arts. Seit 1996 wird die Meisterschaft unter dem Namen Thai Premier League ausgetragen. Der amtierende Meister ist der Muang Thong United. Der Meister der Liga darf im Folgejahr in der Qualifikation zur AFC Champions League antreten. Der Vizemeister war bis 2009 für die direkte Teilnahme am AFC Cup qualifiziert. Seit Wiedereinführung des thailändischen Pokals im Jahr 2009 geht dieser Startplatz an den Pokalsieger. Den Titel des Rekordmeisters in der Premier League teilen sich der FC Krung Thai Bank, BEC-Tero Sasana und die Royal Thai Air Force mit je 2 Meisterschaften. Übergreifend, über den Kor Royal Cup und die TPL, ist der FC Royal Thai Air Force mit 13 Titeln Rekordmeister.

Der Thailändische Fußballmeister der Frauen wurde erstmals 2009 in der Thai Women’s League ausgetragen.

Der Kor Royal Cup wurde bisher erst dreimal ausgespielt (2007–2009). Es ist eine Art Supercup der thailändischen Meisterschaft, in dem der Meister gegen den Zweitplatzierten, zum Ende der Saison gegeneinander antraten. Bis zur Einführung der Thai Premier League im Jahr 1996 trug die Thailändische Meisterschaft den Namen des Kor Royal Cup.

Der Queen’s Cup wurde erstmals 1970 ausgetragen, und ist ein nationaler Pokalwettbewerb mit Gastteams aus anderen Ländern. Rekordhalter ist hier die Han Yang University mit sieben Titeln gefolgt von dem FC Port Authority mit sechs Titeln. Nachdem der Queen’s Cup 2007 und 2008 nicht stattgefunden hatte, wurde er 2009 zum 33. Mal ausgetragen. Gewinner war der Hallelujah FC aus Südkorea.

Der FA Cup, ist der nationale Pokalwettbewerb Thailands. Er wurde erstmals 1980 ausgetragen. Von 2001 bis 2009 stand der nationale Wettbewerb nicht im Kalender des Verbandes. 2009 wurde er erstmals wieder ausgetragen. Der Wettbewerb 2009 war für Mannschaften und Vereine jeglicher Art offen. So nahm zum Beispiel eine Mannschaft mit Namen 8. Schule von Pattaya teil. Hinter diesem Namen verbarg sich der Verein FC Magna Pattaya. Magna Pattaya ist ein Verein welcher keiner Liga in Thailand angehört. Im Finale 2009 standen sich der FC Thai Port und BEC-Tero Sasana gegenüber. Nach 1:1 in der Verlängerung setzte sich der FC Thai Port im Elfmeterschießen durch.

Thailand konnte sich noch nie für die Fußball-Weltmeisterschaft qualifizieren. An der Qualifikation zur WM 2010 scheiterte man erneut in der 3. Runde. Man schloss die Gruppe als letzter mit nur einem Punkt ab. Dies führte dazu das Nationaltrainer Charnwit Polcheewin sein Amt im Juni 2008 zur Verfügung stellte. Sein Nachfolger wurde der Engländer Peter Reid

Im Jahr 2007 war Thailand Mitgastgeber der Fußball-Asienmeisterschaft und man wollte das erste Mal seit langem wieder die Gruppenrunde überstehen. Was jedoch nicht gelingen konnte.

Fußball-Asienmeisterschaft

Thailand nahm bisher erst 2 mal an Olympischen Spielen teil. 1956 in Melbourne und 1968 in Mexico. Für die Olympischen Sommerspiele 2008 konnte man sich erneut nicht qualifizieren.

Die Südostasienspiele sind eine Art Olympiade für die Länder Südostasiens. Bisher richtete Thailand die Spiele sechsmal aus, das letzte Mal im Jahre 2007. Es treten hierbei nur U-23 Nationalmannschaften an.

Südostasienspiele Herren

Südostasienspiele Frauen

Bis 2004 nannte sich die ASEAN-Fußballmeisterschaft Tiger Cup. Thailand konnte den Titel zuletzt 2002 erringen.

Herren

Der King’s Cup ist ein jährlich in Thailand stattfindendes Fußballturnier, an dem die thailändische Nationalmannschaft der Herren teil nimmt. Hierzu werden auch Nationalmannschaften anderer Länder eingeladen.

Herren

Die Thailand Futsal League wurde 2006 gegründet und die erste Saison fand noch im selben Jahr statt. Es gibt sowohl eine Liga der Männer mit 12 Mannschaften, als auch der Frauen mit 8 Mannschaften.

Thailand konnte sich sowohl für die WM 2000, 2004 als auch 2008 qualifizieren. Die WM 2008 wird im September in Brasilien ausgetragen. 2000 und 2004 kam nicht über die Erste Runde hinaus.

Die Futsal-Asienmeisterschaft wird seit 1999 im Jahresrhythmus ausgetragen. 2008 war Thailand das Gastgeberland und konnte dabei das Finale erreichen. Dort unterlag man dem Iran 0:4.

Herren

Die Asian Indoor Games Futsal-Meisterschaften werden seit 2005 alle zwei Jahre ausgetragen

Herren

Seit Einführung der ASEAN Futsal Meisterschaft 2001 ging Thailand bei den Herren immer als Gewinner des Turniers hervor.

Herren

Aktueller Präsident der FAT ist Worawi Makudi. Als Nachfolger von Vijit Getkaew wurde Makudi 2007 ins Amt gewählt. Eine Amtsperiode des Präsidenten währt zwei Jahre. Makudi ist seit 1997 Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees.

Vijit Getkaew war fast eine ganze Dekade lang im Amt, ehe sich immer mehr Unmut über Ihn breit machte und er schließlich das Amt aufgab und Makudi einstimmig als Präsident gewählt wurde. Ende September 2008 tauchten berichte in den Medien auf wonach der 70 Jahre alte Vijit Getkaew erneut für das Amt des Präsidenten kandidieren wolle. Es entbrannten erneut sofort heftige Diskussionen um seine Person und die Berichte in den Medien. Es ist nicht auszuschließen, dass Getkaew unter dem erneuten Druck der Öffentlichkeit am Ende doch nicht kandidiert und stattdessen eine Kandidatur von Chaipak Siriwat unterstützen könnte. Chaipak Siriwat ist zurzeit Vorsitzender des Organisationskomitee der Thailand Premier League. Da aber die FAT ab 2009 die TPL wieder selbst führen möchte wäre der Posten von Siriwat im Komitee ohnehin hinfällig.

Bis heute gibt es kaum Ansätze von professionelle Strukturen im thailändischen Fußball und Fußballverband. Dies führt schon seit Jahren zur Kritik seitens des asiatischen Verbandes, und man riskiert einen Startplatz der AFC Champions League zu verlieren. Im Vorfeld der Asien-Meisterschaft 2007 wurde der thailändische Verband mehrfach von der AFC ermahnt, die Austragungsstätten zu verbessern.

Doch nicht nur von außen kommt Kritik an der FAT auf. Withaya Laohakul, einer der bekanntesten thailändischen Trainer und Fußballer, äußerte ebenso Kritik an der FAT und verließ deshalb den von ihm trainierten FC Chonburi und wechselte nach Japan. Werbung für in Thailand stattfinden Wettbewerbe wie King’s Cup und ASEAN-Fußballmeisterschaften 2007 werden kaum gemacht.

Es gibt immer noch zwei konkurrierende Verbände, die der FAT und die der SAT, die höchste nationale Liga besteht fast ausnahmslos aus Werksteams von in Bangkok ansässigen Firmen und Institutionen, der Großteil des Landes ist damit vom Spitzenfußball ausgeschlossen. Fast jährlich fanden Veränderungen an den Ligaformaten statt und es gibt kaum verlässliche Statistiken und Aufzeichnungen zur Liga und über die Nationalmannschaften.

Vision Asia ist ein Programm der AFC welches helfen soll Verbände und Ligen in Asiatischen Ländern zu professionalisieren. Hierbei werden den Verbänden Experten der AFC zur Verfügung gestellt, mit deren Hilfe Strukturen und Reformen umgesetzt werden sollen. Der Thailändische Fußballverband trat dem Projekt im Oktober 2007 bei.

Das Goal-Projekt ist Projekt der FIFA, welches dazu dienen soll, nationale Verbände unabhängiger und professioneller zu machen. Mit Hilfe von Fördermitteln der FIFA soll somit der Bau von Trainingszentren und Verbandsitzen ermöglicht werden. 2004 erteilte die FIFA die Genehmigung für das erste Goal-Projekt in Thailand. Hierbei soll ein modernes Trainingszentrum in Nong Chok (Bangkok) errichtet werden. Im Jahr 2007 erhielt die FAT die Genehmigung für eine Erweiterung des Projektes. In der Nähe des neuen Trainingszentrums aus dem ersten Goal-Projekt soll nun auch ein Verbandsitz gebaut werden. Die FAT erhielt für diese Projekte insgesamt 400.000 USD an Fördermitteln von der FIFA.

Aktuelle Verbände der AFC:
Afghanistan | Australien | Bahrain | Bangladesch | Bhutan | Brunei | China | Guam | Hongkong | Indien&nbsp

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;| Indonesien | Irak | Iran | Japan | Jemen | Jordanien | Kambodscha | Katar | Kirgisistan | Kuwait | Laos | Libanon | Macau | Malaysia | Malediven | Mongolei | Myanmar | Nepal | Nordkorea | Nördliche Marianen† | Oman | Osttimor | Pakistan | Palästina | Philippinen | Saudi-Arabien | Singapur | Sri Lanka | Südkorea | Syrien | Tadschikistan | Taiwan | Thailand | Turkmenistan | Usbekistan | Vereinigte Arabische Emirate | Vietnam

Ehemalige Verbände der AFC:
Israel | Kasachstan | Nordjemen | Nordvietnam | Südjemen | Südvietnam

Sonstige Verbände in Asien:
Nordzypern

Nationale Fußballverbände der übrigen Konföderationen der FIFA:
CAF (Afrika) | CONCACAF (Nord- und Zentralamerika, Karibik) | CONMEBOL (Südamerika) | OFC (Ozeanien) | UEFA (Europa)

Assoziiertes AFC-Mitglied, jedoch nicht FIFA-Mitglied.

Gehpelz

Ein Gehpelz, auch Stadtpelz, ist ein Herrenwintermantel mit Pelzbesatz und Pelzfutter mcm taschen sale. Beide Bezeichnungen gerieten nach dem Zweiten Weltkrieg zunehmend in Vergessenheit. Die kürzere Variante wurde Pelzsakko genannt. Der Gehpelz galt einmal als ein Attribut des gepflegten Herrn und als Symbol bürgerlichen Wohlstands.

Während pelzgefütterte Kleidung heute meist aus leichten Oberstoffen (Microfaser, Popeline und Ähnlichem) gefertigt ist, stand anstelle des geringen Gewichts zu Zeiten von unbeheizten Bahnen und Autos das Wärmen der Winterkleidung weit mehr im Vordergrund. Daher wurden für die Stoffhüllen auch meist kräftige und daher schwere Tuche verarbeitet. Zeitgleich wie die pelzgefütterten Herrenmäntel leichter wurden, ging auch der Begriff Gehpelz weitgehend verloren.

Mit dem Aufkommen der Kraftfahrzeuge wurde eine besonders warme Variante des pelzigen Männermantels geschaffen, der Automobilistenmantel, meist war er allerdings mit dem Haar nach außen gearbeitet. Die eleganteren Modelle mit dem Pelz innen wurden als Autofahrerpelz oder als Gehpelz angeboten; für Außenpelze und für die ländlichen Schlitten- und die Kutschermäntel war der Begriff Gehpelz nicht gebräuchlich.

In der Regel war der Pelz fest mit dem Stoffteil verbunden. Eine chemische Reinigung gab es noch nicht, die Tuchmäntel wurden nur ausgebürstet, Flecken wurden ausgerieben, der Pelz wurde zum Entstauben und gegen Mottenbefall geklopft. Wollte oder musste man den Stoffmantel doch einmal waschen, musste der Pelz abgetrennt und anschließend wieder neu eingenäht werden, bei dieser Gelegenheit war auch eine Pelzreinigung möglich. Meist endete das Innenfutter etwa acht Zentimeter zurückgesetzt an einem Stoffbeleg, luxuriöser war es, wenn es bis an die Vorderkanten reichte und in Revers und Kragen überging. Möglichst waren der Kragen und die Revers fellbesetzt, manchmal als Fellblende bis zum Saum, einen vollausgefütterten Gehpelz vortäuschend. Meist wurde der Kragen ohne Reverseinschnitt als Schalkragen gearbeitet. Auch ansonsten waren die Modelle männlich konservativ, der größte Unterschied bestand meist darin, ob der Mantel ein Einreiher oder Zweireiher war sowie in den Stoffqualitäten und -farben. Hier gab es eine größere Auswahl: gekämmte Stoffe, Satin, glatter Krepp und Köper, einfarbig oder in gemischten Farben wie otterbraun, bleu, marengo oder tiefgrün. Im Laufe der Zeit wählte man immer dunklere Farben, vor allem schwarz. Häufig waren auch die Manschetten aus Fell. Die Ärmel waren entweder nur wattiert oder ebenfalls mit Fell gefüttert. Fellarten mit festem Grannenhaar erweisen sich hier als problematisch, das Fell fängt entgegen der Grannenrichtung an zu krauchen, insbesondere bei engen Teilen und bei leichten Oberstoffen auch im Rumpf.

Typische Materialien für den Besatz waren Biberfell, sowohl naturbelassen (ein ausgesprochenes Männermaterial, als Spitzbiber gehandelt), als auch gerupft, Nutriafell, Otterfell, Amerikanischer Zobel oder Virginischer Iltis, wichtig war auch der Persianer. Etwas weniger kostspielig waren zum Beispiel, je nach Marktlage

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, Bisamrücken, Waschbärfell, australisches Possumfell oder amerikanisches Opossumfell. Für Innenfutter wurden fast sämtliche im Handel befindlichen Fellarten verwendet, häufig beispielsweise das leichte Hamsterfell, Kaninfell, Bisamrücken oder -wamme, Nutria und Biber, aber auch Pelzstücken.

Ein Marktbericht, als Beispiel das Jahr 1928, einer Zeit schwieriger Wirtschaftslage, stellte fest, dass das früher für den guten Herrenpelz so häufige Nerzinnenfutter inzwischen zu den Seltenheiten zählte. Als sogenanntes farbiges Pelzwerk war Bisamrücken mit einem Otterkragen das gesuchte Material. Für feine, leichte Stadtpelze war Sealbisam mit Sealotterkragen, in billigeren Ausführungen Sealelectric (schwarz gefärbtes geschorenes Kaninfell) am begehrtesten. Als Bezüge wurden ausschließlich schwarze und marengo Drapé (ein eleganter, edler Wollstoff) und Melton (ein Streichgarnstoff) verwendet. Eine große Nachfrage bestand nach billigen Gehpelzen. Diese wurden mit Electric-Seiten (Kanin-Bauchstücken), Sealbisam-Kopffuttern und Electric-Kragen ausgestattet, der Preis betrug nur selten mehr als 100 bis 150 Mark. Sehr begehrt waren farbige Futter in mittleren Preislagen von etwa 200 bis 400 Mark. Hierfür fanden Bisamstirn-, Bisambacken und Nutriaseitenfutter in Verbindung mit Electric-Sealbisam und Biberkragen hauptsächliche Verwendung. – Unterschieden vom Gehpelz wurde der gleich lange Herrensportpelz. Aus englischen Stoffen gearbeitet, wurde er in den hochwertigen Ausführungen mit Bisamrücken, Bisamwamme oder Nutria gefüttert und mit Otter, Bisam oder bestem Opossum besetzt. Für die große Menge in der mittleren Preislage, aus guten deutschen Ulsterstoffen

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, nahm man Hamster-, Nutriette- (braun Kanin), Murmel- sowie Pelzstückenfutter, für die Kragen Biber, australische und tasmanische Opossum in mittleren Qualitäten. Der ebenfalls sehr verbreitete billige Sportpelz, meist kürzer und ebenfalls aus Ulsterstoffen, hatte einen kurzen Kragen statt des für lange Pelze bevorzugten Schalkragens. Als Futter kamen neben billigem Lammfell hauptsächlich Fellstücken infrage, wie zum Beispiel Murmelseiten- und Murmelstücken-, Lammfellstücken-, Nutriakopf- und Stückenfutter. Für den Kragen war seit einigen Jahren ein Biberersatz aktuell (Biberlamm?), sowie Opossumschweifkragen und auch Opossumfell. Der Chauffeurpelz und der Herrenautopelz waren inzwischen weitgehend durch den sportlichen Herrenpelz verdrängt worden.

Besonders hervorgehoben wurden Gehpelze aus russischen Kürschnereien, die „kaum zu übertreffen“ waren. 1884 heißt es: „Neben den chinesischen Kürschnerarbeiten kennen wir als die besten: die Zobel- und Fuchsfutter aus der kaiserlichen Kabinettskürschnerei in St. Petersburg“. Schöps weist in diesem Zusammenhang 50 Jahre später allerdings daraufhin, „dass trotz hoch entwickelter Leistung der russische Kürschner aber doch mehr für die Bedürfnisse der grossen Volksmassen als für den auserlesenen Geschmack“ arbeitete.

Als schwierige Arbeit des Kürschners galt bereits immer das exakte Abnehmen des Schnittmusters von einem Kundenmantel. Bis noch in die 1970er Jahre musste der angehende Kürschnermeister nachweisen, dass er nicht nur das Muster passgenau abnehmen konnte, sondern die Kunst, ein Innenfutter auch selber einzupassen („anschlagen“), beherrschte. Obwohl zu der Zeit der Kürschner in der Regel nicht mehr selber nähte und auch das Einfüttern des fertig gearbeiteten Pelzfutters inzwischen meist komplett in den Arbeitsbereich der dem Kürschner zuarbeitenden Pelznäherin fiel.

Das Aufgabengebiet des Schneiders war von dem des Kürschners weitgehend getrennt, in Zunftzeiten wurden Verstöße streng verfolgt. Entweder kam der Kunde mit dem fertigen Mantel zum Besetzen und Ausfüttern zum Kürschner, oder der Schneider brachte die ungefütterte Maßarbeit zur Fertigstellung mit Pelzfutter und Pelzkragen vorbei, eventuell mit dem Schnittmuster. Lediglich die Konfektion bot bereits um 1900 fertig ausgefütterte Gehpelze für den Einzelhandel an. Erst etwa in den 1970er Jahren begannen die Kürschner in größerer Zahl selbst, Hüllen genannte, Stoffmäntel und -jacken für Pelzinnenfutter zu produzieren.

Rudolf Toursel: → Das Einfüttern

Bezirksgericht Lembach

Das Bezirksgericht Lembach war ein Bezirksgericht in der Gemeinde Lembach im Mühlkreis, Bezirk Rohrbach (Oberösterreich). Das für den Gerichtsbezirk Lembach zuständige Bezirksgericht bestand von 1850 bis 2002. Das Gebäude des ehemaligen Bezirksgerichtes steht unter Denkmalschutz.

Am 10. Mai 1850 wurden die bisherigen landesfürstlichen und Patrimonial-Gerichte durch einen Erlass des k.k. Oberlandesgerichtes Linz zur Übergabe der Justizgeschäfte an die neu bestellten landesfürstlichen Gerichten verpflichtet. Das neu geschaffene Bezirksgericht Lembach wurde mit der Aufnahme seiner Geschäfte per 14. Juni 1850 angewiesen

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, wobei es für den „Gerichtsbezirk Lembach“, d. h. den südwestlichen Teil des nun aufgelösten Landgerichtes Marsbach, zuständig wurde. Beim Bezirksgericht Lembach handelte es zur Zeit der Gründung um ein Bezirksgericht II. Klasse. Dies bedeutete, dass für Vergehen als Strafgericht das übergeordnete Bezirks-Kollegial-Gericht Rohrbach zuständig war. Als Appell- und Spruchgericht, Civil-, Kollegial- und Handelsgericht für Lembach diente wiederum das Landesgericht Linz

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. Das Bezirksgericht Lembach war bis zur Auflösung dem Landesgericht Linz unterstellt

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, wobei das Bezirksgericht per 31. Dezember 2003 seine Tätigkeit ebenso wie zwei weitere Bezirksgerichte des Bezirkes Rohrbach einstellen musste. Für den gesamten Bezirk ist seit dem 1. Jänner 2003 das Bezirksgericht Rohrbach zuständig.

Das Gerichtsgebäude wurde 1856 als dreigeschoßiges Haus mit Walmdach errichtet. Die Hauptfassade wurde mittels eines rustizierten Erdgeschosses und Kolossaleckpilasters im Obergeschoss gegliedert. An der Rückseite des Gebäudes befindet sich ein Treppenhausrisalit. Im Inneren des Gebäudes finden sich flachtonnengewölbte Gänge, ein tonnengewölbtes Treppenhaus mit Biedermeiergittern und Böden aus Granitplatten.

Das Gebäude wird heute als Wohngebäude und als Dienststelle der Polizeiinspektion Lembach genutzt.

Europäische Arbeiter-Partei

Die Europäische Arbeiter-Partei (Kurzbezeichnung: EAP) war eine kleine politische Partei im Umkreis der sogenannten LaRouche-Bewegung von Lyndon LaRouche und Helga Zepp-LaRouche, die zwischen 1974 und 1986 in Deutschland auftrat. Sie gilt als Vorläufer der Bürgerrechtsbewegung Solidarität. In Schweden besteht eine Partei namens Europeiska arbetarpartiet, die ebenfalls zur LaRouche-Bewegung zählt.

Bekannt wurde die 1974 gegründete und zunächst – nach Einschätzung des Verfassungsschutzes NRW – eher trotzkistisch ausgerichtete Partei vor allem durch kurze Beiträge im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Fernsehen, die Parteien im Vorfeld von Wahlen gewährt werden. Dabei sprach sich die EAP ausdrücklich für die Kernenergie aus, was damals nicht wenige Zuschauer überraschte. Weiterhin sprach sie sich gegen „Weiche Drogen“ aus.

Bundesvorsitzende war die 1948 in Trier (Deutschland) geborene Helga Zepp-LaRouche. Aus den von der EAP verbreiteten Druckschriften lässt sich schließen, dass sich die Steuerzentrale der Organisation in den USA befand. Seit 1977 ist Helga Zepp-LaRouche mit dem 24 Jahre älteren Lyndon Hermyle LaRouche verheiratet, der in den USA bei Präsidentschaftswahlen kandidierte

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In der Zeit von etwa 1976/77 bis Ende der 1980er Jahre galt die Partei bei vielen Kritikern, nicht dagegen in der öffentlichen rechten Szene, als rechtsextrem. Die EAP selbst verdächtigte umgekehrt die Partei Die Grünen als Teil einer weltweiten Verschwörung, an deren Spitze u. a. der WWF, der englische Hochadel und Prinz Bernhard der Niederlande sowie Freimaurerlogen und andere „überstaatliche Mächte“ mitwirkten.

Die bekannteste der von der EAP regelmäßig herausgebrachten Zeitschriften ist die ,Executive Intelligence Review‘. Hier werden mit dem äußeren Anschein eines Nachrichten- und Dokumentenmagazins zahlreiche Verschwörungstheorien verbreitet, die auch von anderen Gruppierungen bekannt sind. 1982 gründete Helga Zepp-LaRouche einen „Club of Life“, um gegen den Club of Rome zu Felde zu ziehen

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Es gab seitens der EAP in Deutschland Kontakte zu einigen rechten und linken Gruppierungen, die ebenfalls vom Verfassungsschutz beobachtet wurden. Aus anderen europäischen Ländern liegen – trotz des Anspruchs, der sich aus dem Namen ergibt – keine Berichte vor. Zu der European Labour Party mit Sitz in London, die mit 16 Mitgliedern im Europäischen Parlament vertreten ist, gibt es offenbar außer der zufälligen Namensübereinstimmung keine Verbindungen.

Über die Geldquellen der Organisation ist nichts bekannt. Die Mitgliederzahl ist zu gering, um eine Finanzierung aus Beiträgen zu erklären. Staatliche Zuschüsse (Parteienfinanzierung) wurden aufgrund der niedrigen Wahlergebnisse nicht gezahlt

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Die EAP verfügte über etwa 2000 Mitglieder. Seit 1986 trat die Partei nicht mehr bei Wahlen an. Aufgrund der Zielsetzung und Personalbewegungen kann die Partei Patrioten für Deutschland, später auch die Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo) als Nachfolger der EAP gelten. Helga Zepp-LaRouche ist seit 1992 Bundesvorsitzende der BüSo.

Die Europäische Arbeiter-Partei konnte bei Wahlen folgende Ergebnisse erzielen:

*) Antritt nur in 8 von 10 Bundesländern