Deutsch Bieling

Deutsch Bieling (ungarisch: Németbükkös, Némethbükkös) ist einer von fünf Ortsteilen der Gemeinde Heiligenbrunn im südlichen Burgenland und eine eigene Katastralgemeinde. Neben Deutsch Bieling existierte auch der heute von der Landkarte verschwundene Ort Ungarisch Bieling.

Der Ort hat auf einer Fläche von 546 ha 95 Einwohner (Stand Juni 2012).

Deutsch Bieling liegt in südöstlicher Richtung des Hauptortes Heiligenbrunn und ist in südlicher Richtung etwa zwei und in südöstlicher Richtung etwa einen Kilometer von der Grenze zu Ungarn entfernt. Nachbarort in östlicher Richtung ist Hagensdorf im Burgenland. Auf ungarischem Gebiet gibt es keinen Nachbarort.

Die erste nachweisliche urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1375 als Bikkes, Bykews sowie Bükkes. Anderen Aufzeichnungen zufolge scheint der Ort bereits 1225 erstmals auf. In einer Urkunde des Batthyány-Urbariums aus dem Jahr 1750 scheint Hans Peltzmann als „Richter“ (damals Bürgermeister) sowie Stefan Zopf, Georg Huber und Hans Fandl als „Geschworene“ (damals Gemeinderäte) auf.

Seit 1812 bestand in Deutsch Bieling eine Schule. Die Gemeinde erwarb dazu ein Privathaus und baute dieses dafür um. Erster Lehrer war Franz Janisch. Nachdem dieses Gebäude 1851 nicht mehr entsprach, wurden die Schüler in der Folge in Heiligenbrunn unterrichtet. In den Jahren 1874/75 wurde ein neues Schulhaus errichtet.

Bis 1921 gehörte Deutsch Bieling wie das gesamte Burgenland zu Deutsch-Westungarn. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde die Gemeinde aufgrund der Verträge von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Zu einem Problem für die Bauern wurde dadurch die Mühle, da die entstandene Grenze unmittelbar an ihr vorbeiführte. Es wurde jedoch eine amikale Lösung gefunden: Die Österreicher durften weiterhin ihr Getreide einbringen, benötigten dazu allerdings einen „Pferdepass“. War ein solcher nicht vorhanden, musste das letzte Stück getragen oder vom Müller abgeholt werden. Da der ungarische Staat ab 1939 das Wasserrecht beanspruchte, wurde die Mühle aufgelassen.

Obwohl die Volksschule noch 1960 umgebaut wurde, erfolgte 1967 deren Schließung wegen zu geringer Schülerzahl.

Im Zuge der Gemeindezusammenlegungen erfolgt 1971 gemeinsam mit Hagensdorf, Luising und Reinersdorf die Eingemeindung bei Heiligenbrunn.

Nach Deutsch Bieling führt die Landesstraße 248, die östlich von Strem von der Geschriebenstein Straße (B 56) abzweigt und über Heiligenbrunn verläuft. Von Deutsch Bieling führt die Landesstraße 404 nach Hagensdorf im Burgenland.

Die Freiwillige Feuerwehr Deutsch Bieling wurde 1924 gegründet. Die Mannschaft umfasste mit Stichtag 1. Jänner 2012 insgesamt 21 Aktive, davon eine Frau. Kommandant ist seit 1. Jänner 2003 Roland Budal. Als Ausrüstung verfügt die Feuerwehr über ein Kleinlöschfahrzeug und eine Tragkraftspritze. Am 22. Mai 2005 wurde das neue Feuerwehrhaus gesegnet. Der Neubau wurde erforderlich, weil das alte Feuerwehrhaus zu klein wurde und nicht mehr dem gegenwärtigen Standard entsprach.

Bemerkenswert ist, dass seit 1979 nahezu alle Begräbnisse in Deutsch Bieling von der Freiwilligen Feuerwehr durchgeführt wurden.

Nachdem der Ort Deutsch Bieling heißt, muss es auch ein „Ungarisch Bieling“ (ungarisch: Magyarbükkös) gegeben haben. Dieses Gegenstück lässt sich jedoch auf heutigen Landkarten nicht finden. Fündig wird man jedoch auf alten Landkarten, wo sich unmittelbar nach der heutigen Grenze dieser Ort, der zum Gemeindegebiet von Csákánydorozló (Komitat Vas) gehört

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, findet. Dort befand sich auch die im Abschnitt Geschichte erwähnte Mühle. Das Dorf bestand aus etwa zehn Häusern, einem Friedhof und einem Gasthaus. Wie die Nachbarortschaften Hagensdorf und Luising war der Ort von Schwaben bewohnt. In Hagensdorf gingen die Bewohner auch in die Kirche und die Schüler zur Schule, wo sie in deutscher Sprache unterrichtet wurden. 1946 wurde der Ort aufgelassen

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, da keine Bewohner mehr vorhanden waren. Bereits 1938 und 1939 zogen zwei Familien weg. Als sich die politische Lage gegen die Deutschen in Ungarn zuspitzte, flüchteten am 27. Mai 1946 die restlichen Familien nach Österreich. Seitdem war der Ort dem Verfall preisgegeben.

Durch die Initiative des Heimatforscher Karl Böö werden in Zusammenarbeit mit Tibor Jojart, Balint Sandor und Istvan Horvath seit 2008 Bestrebungen unternommen, die Geschichte des Ortes zu erfassen und den Friedhof wieder zugängig zu machen. Dazu wurde der Friedhof vom Bewuchs befreit sowie eine Zufahrt von Österreich aus und eine symbolische Brücke errichtet.,

Koordinaten: