Mülheimer Kleinbahnen

Die Mülheimer Kleinbahnen AG waren ein Verkehrsunternehmen, das 1933 in den Bahnen der Stadt Köln aufgegangen ist.

Die am 1. April 1914 in die Stadt Köln (damals noch Cöln geschrieben) eingemeindete Stadt Mülheim am Rhein zählte in jener Zeit rund 50.000 Einwohner. Dem öffentlichen Verkehr diente – außer der Eisenbahn – ab 10. September 1879 eine Pferdebahnlinie nach Deutz, die das Kölner Pferde-Eisenbahn-Unternehmen Ernst Hardt &amp

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; Co. betrieb.

Als dieses am 1. Januar 1900 in das Eigentum der Stadt Köln überging, behinderte dies die Absicht der Stadt Mülheim, ein eigenes Straßenbahnnetz aufzubauen.

Die Pläne der Stadt Mülheim wurden durch ein Konsortium unterstützt, in dem sich die Elektrizitäts-AG vormals W. Lahmeyer & Co. (EAG) aus Frankfurt am Main und die örtliche Bauunternehmung Kitterle zusammengeschlossen hatten. Die EAG gründete am 1. Mai 1908 zusammen mit Bernhard Salomon, dem langjährigen Generaldirektor des Lahmeyer-Konzerns, die Mülheimer Kleinbahnen AG.

Die Aktiengesellschaft baute und betrieb Straßenbahnen in der Stadt Mülheim am Rhein, die seit 1910 weitgehend an die Stadt Köln verpachtet waren. So verblieben der AG nur zwei Vorortbahnen, die über die Stadtgrenze nach Schlebusch und Opladen hinausführten.

Obwohl Mülheim im Jahr 1914 nach Köln eingemeindet wurde, konnte die private Mülheimer Kleinbahnen AG ihre Selbständigkeit zunächst behaupten. Erst am 13. August 1933 ging sie durch Kauf in das Eigentum der Bahnen der Stadt Köln über. Die Gesellschaft wurde zum 27. März 1934 liquidiert.

Weitere Einzelheiten über die Entwicklung des Straßenbahnnetzes enthält der Artikel Köln-Mülheim.

Streckennetz 1928: 25,  km (18,5 km eingleisig und 6,6 km zweigleisig)

1. Stadtlinien in Mülheim (* 14. August 1903)

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. Straßenbahn Mülheim – Dünnwald (2,5 km) – Schlebusch (11,6 km – 4,3) = 7,3 km

3. Kleinbahn Mülheim, Rheinwerft – Leverkusen – Wiesdorf – Opladen 13,1 km

Wagenpark: 1928: 20 Triebwagen, 25 Beiwagen und 8 Spezialwagen

Die Mülheimer Kleinbahnen AG waren auch Eigentümer und Betriebsführer der am 20. Dezember 1903 für den Personenverkehr eröffneten elektrischen Kleinbahn Schlebusch, deren Konzessionsinhaber die Gemeinde Schlebusch war. Die normalspurige Strecke verband den Schlebuscher Ortskern mit dem auf Manforter Gebiet liegendem Bahnhof Schlebusch an der Bahnstrecke Köln–Opladen. Das Reichskursbuch von 1914 (209 S) nennt folgende Stationen:

die werktags von 19 und sonntags von 22 Zugpaaren bedient wurden.

Seit dem 5. Januar 1906 wurde auch der Güterverkehr bedient: Es wurden an dem neu angelegten Übergabe-Bahnhof der Schlebuscher Kleinbahn westlich des Bahnhofs Morsbroich Güterwaggons aus dem Fernverkehr (Bahnstrecke Troisdorf – Mülheim – Speldorf der ehem. Rheinische_Eisenbahn-Gesellschaft) übernommen. Da der Gütertransport hauptsächlich auf der Bedienung einer Karbonitfabrik beruhte, kam er nach Ende des Ersten Weltkrieges fast zum Erliegen und der Gesamtbetrieb wurde bereits am 1. November 1922 stillgelegt. Für ihn hatten zwei elektrische Lokomotiven, drei Triebwagen und drei Beiwagen zur Verfügung gestanden.

Bahnhof Hermeskeil

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15. August 1889

Hermeskeil

Der Bahnhof Hermeskeil ist ein Bahnhof in Hermeskeil im Landkreis Trier-Saarburg, Rheinland-Pfalz. War er bis in die 1980er Jahre ein wichtiger Knotenbahnhof, ist er heute Anfangs-/Endpunkt des Ruwer-Hochwald-Radweges in Richtung Trier bzw. des Primstal-Radweges in Richtung Nonnweiler. Nach der Stilllegung wurde er noch sporadisch im Museumsverkehr auf den Strecken nach Morbach/Bingen und nach Türkismühle betrieben; seit dem 31. August 2012 finden jedoch auch keine Museumsfahrten mehr statt. Wenige Kilometer hinter dem Bahnhof verläuft die rheinland-pfälzisch/saarländische Landesgrenze.

Der Bahnhof Hermeskeil wurde am 15. August 1889 mit der Inbetriebnahme der Strecke Trier–Hermeskeil durch das Ruwertal eröffnet. Von Anfang an gab es Planungen, die Strecke im Bahnhof südlich bis Türkismühle zu verlängern sowie nördlich an die Strecke aus Simmern anzuschließen. Die Strecke nach Türkismühle war ab 1897 durchgängig befahrbar; die Strecke aus Simmern erreichte Hermeskeil 1903

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. Von da an existierten gute Verbindungen ins Saarland und nach Morbach, sowie weiter nach Mainz/Bingen/Koblenz.

1933 erhielt der Bahnhof einen Mittelbahnsteig und eine Unterführung. Die Unterführung wurde beim Bau des Ruwer-Hochwald-Radweges 2008 zugeschüttet. Der Mittelbahnsteig wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut. 1935 wurden die Betriebsanlagen auf den neuesten Stand gebracht.

Nach den starken Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg konnten die Anlagen bis 1950 behelfsmäßig wieder errichtet werden. Bis heute befindet sich kurz vor dem Bahnhof nur eine Behelfsbrücke. In dieser Zeit begann sich langsam ein regionaler Strukturwandel abzuzeichnen. Der Zugverkehr nach Türkismühle war aufgrund des abgetrennten Saarlandes bescheiden. Zudem fanden in Hermeskeil Passkontrollen statt und es musste für die Fahrt ins Saarland mit Franc bezahlt werden

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. Bald kam der Personenverkehr nach Süden komplett zum Erliegen. Ähnlich erging es mit der Zeit auch der Strecke nach Simmern

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, auf der die Zugfahrten ebenso immer stärker gekürzt wurden.

Ab 1951 wurden auf den Strecken die ersten VT 95 – und teilweise auch VT 98 – eingesetzt, welche das Bild im Bahnhof bis zu seiner Stilllegung maßgeblich bestimmten. Bis 2012 waren auch bei den Museumsfahrten Schienenbusse der Baureihe 798 (ehem. VT 98) unterwegs.

In den Jahren 1955 bis 1982 wurden die Anlagen im und am Bahnhof sukzessive geschlossen. Der letzte planmäßige Personenzug hielt im Bahnhof am 30. Mai 1981. Ab 1991 wurde der Bahnhof durch den Verein Hochwaldbahn e. V. übernommen, welche nun auf den Strecken Museumsfahrten veranstaltete. Nach Stilllegung des Abschnittes Trier–Hermeskeil fanden diese jedoch nur noch zwischen Hermeskeil und Türkismühle statt. 2012 lief die Betriebsgenehmigung für diese Strecke ab. Seit der Sperrung der Strecke von Türkismühle im August 2012 liegt der Bahnhof nach 123 Jahren brach.

Im Januar 2014 wurde der Bahnhof zusammen mit den anderen Anlagen der Strecke von der Hunsrückbahn e.V. (Infrastrukturunternehmen innerhalb der Hochwaldbahn-Gruppe) zur Übernahme durch Dritte ausgeschrieben. Vorerst finden dort daher auch keine Museumsfahrten mehr statt. Eine Reaktivierung ist laut Hochwaldbahngesellschaft unwahrscheinlich.

Das Empfangsgebäude ist nahezu baugleich mit dem des kurz vor errichteten Bahnhof Simmern. Auch hier schließt an das Hauptgebäude ein großer Güterschuppen an. In seiner heutigen Form stammt es aus dem Jahr 1905. Stilistisch hat es jedoch auch viele Bauelemente aus den 1950er Jahren, da es in dieser Zeit nach den Kriegszerstörungen wieder aufgebaut wurde.

In einem Seitentrakt des Gebäudes hat das Infrastrukturunternehmen Hochwaldbahngruppe seinen Sitz. Diese stellt Verkehrsleistungen im Güterzugverkehr der Region und den Museumsverkehr auf den Hunsrückstrecken.

Aktuell befinden sich im Bahnhof nur noch zwei Hauptgleise mit einem Bahnsteig. Früher waren es zeitweise sogar 3 oder 4.

Der Bahnhofsplatz wird heute als Busbahnhof genutzt. Folgende Linien halten dort:

Im Jahr 1888 wurde in Hermeskeil eine Maschinenstation eingerichtet, die später zu einem Bahnbetriebswerk ausgebaut wurde. Im Jahr 1956 wandelte die DB das Betriebswerk zu einer Außenstelle des Bw Simmern um, die bereits im Jahr 1959 aufgelöst wurde. Das Gelände wurde zuletzt von der Hochwaldbahngruppe für eigene Zwecke verwendet. Teile der Gleisanlagen bestehen bis heute.

Auf dem Bahnhofsgelände befindet sich heute ein Dampflokmuseum. Es zeigt rund 50 Dampf-, Diesel- und Elektroloks, die bis zu 90 Jahre alt sind. Das Museum befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerkes und umfasst neben dem Stellwerk, einer funktionstüchtigen Drehscheibe und Gleisanlagen auch einen Ringlokschuppen, in dem die restaurierten Stücke der Sammlung untergebracht sind. Darunter sind vier Güterzugdampfloks aus den 1940er Jahren, eine Schnellzuglokomotive von 1937, eine Kleindiesellok (Köf) und eine Draisine. Das Museum wird privat und ehrenamtlich unterhalten.

Le Châtellier (Ille-et-Vilaine)

Le Châtellier (bretonisch: Kasteller; Gallo: Le Chastelier) ist eine französische Gemeinde mit 389 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2013) im Département Ille-et-Vilaine in der Region Bretagne. Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Fougères-Vitré und zum Kanton Antrain (bis 2015: Kanton Saint-Brice-en-Coglès). Die Einwohner werden Castellérois oder Castellégiens genannt.

Le Châtellier liegt etwa 46 km nordöstlich von Rennes. Der Fluss Beuvron entspringt an der östlichen Gemeindegrenze. Umgeben wird Le Châtellier von den Nachbargemeinden Poilley im Norden, Villamée im Nordosten, Parigné im Osten, Saint-Germain-en-Coglès im Süden und Westen sowie Montours im Nordwesten.

Am 12. Juli 1794 fand hier während der sog. Chouannerie ein Scharmützel zwischen den in den Ort eingerückten royalistischen Aufständigen und republikanischen Truppen statt, das trotz der zahlenmäßigen Unterlegenheit der Republikaner zu deren Gunsten endete. Der Ort wurde dabei nicht unwesentlich in Mitleidenschaft gezogen.

Kirche Notre-Dame

Schloss La Vieuville

Botanischer Garten (hier: Garten der aufgehenden Sonne)

Antrain | Arbrissel | Argentré-du-Plessis | Availles-sur-Seiche | Baillé | Bais | Balazé | Bazouges-la-Pérouse | Beaucé | Billé | Bréal-sous-Vitré | Brielles | Champeaux | Châteaubourg | Châtillon-en-Vendelais | Chauvigné | Chelun | Coësmes | Coglès | Combourtillé | Cornillé | Domagné | Domalain | Dompierre-du-Chemin | Drouges | Eancé | Erbrée | Essé | Étrelles | Fleurigné | Forges-la-Forêt | Fougères | Gennes-sur-Seiche | Gosné | Javené | La Bazouge-du-Désert | La Chapelle-Erbrée | La Chapelle-Janson | La Chapelle-Saint-Aubert | La Fontenelle | La Guerche-de-Bretagne | La Selle-en-Coglès | La Selle-en-Luitré | La Selle-Guerchaise | Laignelet | Landavran | Landéan | Le Châtellier | Le Ferré | Le Loroux | Le Pertre | Le Theil-de-Bretagne | Le Tiercent | Lécousse | Louvigné-de-Bais | Louvigné-du-Désert | Luitré | Marcillé-Raoul | Marcillé-Robert | Marpiré | Martigné-Ferchaud | Mecé | Mellé | Mézières-sur-Couesnon | Mondevert | Montautour | Monthault | Montours | Montreuil-des-Landes | Montreuil-sous-Pérouse | Moulins | Moussé | Moutiers | Noyal-sous-Bazouges | Ossé | Parcé | Parigné | Pocé-les-Bois&nbsp

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;| Poilley | Princé&nbsp

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;| Rannée | Retiers | Rimou | Romagné | Saint-Aubin-des-Landes | Saint-Aubin-du-Cormier | Saint-Brice-en-Coglès | Saint-Christophe-des-Bois | Saint-Christophe-de-Valains | Saint-Didier | Sainte-Colombe | Saint-Étienne-en-Coglès | Saint-Georges-de-Chesné | Saint-Georges-de-Reintembault | Saint-Germain-du-Pinel | Saint-Germain-en-Coglès | Saint-Hilaire-des-Landes | Saint-Jean-sur-Couesnon | Saint-Jean-sur-Vilaine | Saint-Marc-le-Blanc | Saint-Marc-sur-Couesnon | Saint-M’Hervé | Saint-Ouen-des-Alleux | Saint-Ouen-la-Rouërie | Saint-Rémy-du-Plain | Saint-Sauveur-des-Landes | Taillis&nbsp

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;| Thourie | Torcé | Tremblay | Val-d’Izé | Vendel | Vergéal | Villamée | Visseiche | Vitré

Haus Langendreer

Das Haus Langendreer im gleichnamigen Stadtteil von Bochum ging wie viele westfälische Adelssitze aus einem Bauernhof hervor und wurde um 884 erstmals erwähnt. Bis in das 15. Jahrhundert war es Stammsitz der Schulten von Dreer, die seit etwa 1300 am Ort ansässig waren. Von dem einstigen Wasserschloss ist nicht mehr viel erhalten, da das Herrenhaus 1908 abgerissen wurde.

Das Anwesen liegt an der Hauptstraße Langendreers direkt an der S-Bahn-Linie 1 (zwischen Dortmund und Düsseldorf) nahe dem Bahnhof Langendreer.

Als Lehnsgut des Grafen Dietrich von Altena-Isenberg wurde Haus Langendreer 1266 als Besitz der Ritter von Ovelacker urkundlich genannt. Wohl im 14.&nbsp

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;Jahrhundert wurde der ehemalige Bauernhof umgebaut. Neben dem bäuerlichen Wirtschaftshof wurde ein steinernes Herrenhaus errichtet, das ebenso wie die Wirtschaftsgebäude auf einer von einer Gräfte umgebenen Insel stand. Dieser Rittersitz wurde im Jahr 1436 unter der Bezeichnung Leitenborg erstmals urkundlich erwähnt, obwohl die ersten Herren von Dreer schon in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts in Erscheinung traten.

Als 1447 Dietrich von Dreer kinderlos starb, erbte seine Schwester Bate den Besitz und brachte ihn durch ihre Heirat 1448 mit Arndt von der Borch (auch Borg) an diese aus Ostwestfalen stammende Adelsfamilie. Dietrich von der Borch führte in Langendreer 1554 den reformierten Glauben ein, weswegen der in spanischen Diensten stehende Oberst La Berlotte Haus Langendreer im Jahr 1599 zwecks „Ausrottung der Ketzer“ eroberte und zerstörte. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts gab die Familie, die noch zahlreiche andere Güter ihr Eigen nannte, das Anwesen als Wohnsitz auf und überließ es dem Gutsverwalter als Wohnung.

Als es 1642 zu einer Erbteilung zwischen Franz Dietrich und Allhard Philipp von der Borch kam, wobei Letzterem die Güter in Langendreer zufielen, ließ sich die Familie von der Borch wieder für längere Zeit am Ort nieder. Allhard Philipp ließ das heruntergekommene Haus 1643 oder 1645 abreißen und eine neue Zweiflügelanlage mit Walmdach errichten. Neben großen Kellerräumen besaß das schlichte Bruchsteingebäude zwei Stockwerke, von denen das obere einen Rittersaal beherbergte. Zu seinem Eingang führte eine Freitreppe. Im Binnenwinkel der beiden Gebäudeflügel stand ein zentraler Treppenturm, der von einer barocken Welschen Haube mit Laterne bekrönt war.

Auch in den Folgejahren blieb Langendreer offizieller Wohnsitz der Familie, doch waren seine Besitzer als Stiftsdamen, Offiziere, Beamte und Diplomaten oft sehr lange abwesend.

Durch Heirat von Adrian Allhard von der Borch mit der Erbtochter des anderen Familienzweiges wurden sämtliche Güter wieder zu einem Besitz vereint, und Adrian Allhard gab Langendreer im Jahr 1792 als Wohnsitz auf. Die Verwaltung des umfangreichen Grundbesitzes oblag fortan einem Rentmeister. Diese sorgten zwar dafür, dass die Wirtschaftsgebäude der Anlage einigermaßen instand gehalten wurden, doch nicht das Herrenhaus. Der Treppenturm stürzte deshalb in den 1890er Jahren ein.

Ein Nachfahr Adrians, Alhard Freiherr von der Borch, veräußerte Haus Langendreer 1905 mit etwa 138 Hektar Landbesitz für 10.200 Mark an die Bergwerksgesellschaft Louise Tiefbau, die das heruntergekommene Herrenhaus 1908 abbrechen ließ und nur ein erhaltenes Wirtschaftsgebäude als Arbeiterunterkunft nutzte.

Durch den Abbruch des Herrenhauses sind nur noch Teile der ehemaligen Anlage erhalten. Eine rot gepflasterte und von einer Buchenhecke umrahmte Fläche kennzeichnet den einstigen Standort des Hauptgebäudes. Die heute noch erhaltenen Bausubstanz wurde in der jüngeren Vergangenheit restauriert.

Markantestes erhaltenes Gebäude ist der sogenannte Westbau, ein Langhaus aus Bruchstein mit Treppengiebel, das wohl aus der Renaissance stammt. Eine zweibogige Steinbrücke führt von Westen über die nur noch teilweise vorhandene und heute trockene Gräfte zum einstigen Tor des einstöckigen Hauses mcm taschen sale, das im Laufe seiner Geschichte schon als Scheune, Gerichtssaal und Arbeiterunterkunft gedient hat. In seinem Dachreiter hängt die Kopie einer 1738 gegossenen Glocke

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, die sich heute im Märkischen Museum in Witten befindet.

Auch Partien der einstigen Ringmauer, zwei Torpfeiler und ein Eckturm mit Zeltdach im Nordosten der Anlage sind noch erhalten. Der Turm wird – wohl unzutreffend – auch als Gefängnisturm bezeichnet, und weist Stilmerkmale der Renaissance auf.

Seit 1969 ist Haus Langendreer Eigentum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, der dort eine Förderschule für Kinder und Jugendliche mit dem Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung mit insgesamt rund 300 Schülern betreibt.

Koordinaten:

Ballinrobe

Ballinrobe (irisch Baile an Róba) ist eine Stadt in Irland

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.

Sie liegt im Süden des Countys Mayo in der Provinz Connacht, 2 Kilometer östlich des Lough Mask, am Fluss Robe. In der Stadt leben 3

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.682 Einwohner (Stand 2011).

Im Jahr 1337 wurde das um 1312 gegründete Kloster Ballinrobe erstmals in einer Liste des Klosters Athenry erwähnt. Somit gilt die Stadt als älteste im Süden Mayos.
1935 landete der Litauer Feliksas Vaitkus mit seinem Flugzeug Lituancia II nach erfolgreicher Atlantiküberquerung in Ballinrobe. Vaitkus war der 6. Mensch, dem diese Leistung gelang.

Ballinrobe liegt an der Nationalstraße N84 (Galway–Castlebar). Am 1. November 1892 erhielt die Stadt einen Eisenbahnanschluss nach Claremorris mcm taschen sale. Am 1. Juni 1930 wurde der Personen und am 1. Januar 1960 der Gesamtverkehr eingestellt.

Koordinaten:

Wilhelm Siegmund Teuffel

Wilhelm Siegmund von Teuffel (* 27. September 1820 in Ludwigsburg; † 8. März 1878 in Tübingen) war ein deutscher klassischer Philologe.

Wilhelm Si(e)gmund Teuffel wurde 1820 in Ludwigsburg als Sohn des Arztes Andreas Teufel geboren. Anders als der Vater schrieb er schon in seiner Jugend seinen Namen mit zwei f. Teuffels Mutter starb 1821, der Vater 1829. Der damals neunjährige Knabe wurde von seiner Stiefmutter in das Königliche Waisenhaus in Stuttgart überwiesen. Im gleichen Jahr gelang ihm die Aufnahme in die III. Klasse des Königlichen Gymnasiums, wo Teuffel durch seine Auffassungsgabe und seinen Fleiß jedes Jahr einen Schulpreis davontrug. Nach dem Examen 1834 entschied er sich für ein Studium der evangelischen Theologie und bezog das Seminar am Kloster Urach. Nach vier Jahren wurde er in das Stift für die höhere Theologie aufgenommen, das mit der Tübinger Universität verbunden war. Das damalige Theologiestudium in Urach verlangte von den Studenten umfangreiche Beschäftigung mit Philosophie, Geschichte, Mathematik und modernen Fremdsprachen.

Obwohl ihn seine Dozenten der Klassischen Philologie, die Tübinger Professoren Ernst Christian Walz und Gottlieb Lukas Friedrich Tafel, nicht beeindruckten, beschäftigte sich Teuffel intensiv mit griechischer und lateinischer Literatur. Aus seinen Forschungen zu Horaz ging 1840 eine Preisschrift hervor, aus der wiederum die Schriften Charakteristik des Horaz, ein Beitrag zur Litteraturgeschichte (Leipzig 1842), Horaz, eine litterar-historische Uebersicht (Tübingen 1843) und Prolegomena zur horazischen Chronologie (Zeitschrift für die Altertumswissenschaft, 1842). Aufgrund dieser Schriften erlangte Teuffel 1843 die Doktorwürde der Philosophischen Fakultät mit Auszeichnung. Sein theologisches Examen hatte er im Herbst 1842 bestanden.

Die ersten Jahre nach dem Studium verbrachte Teuffel als Vikar bei einem verwandten Landpfarrer in der Nähe von Stuttgart, aber sein Hang zu den Altertumswissenschaften brachte ihn von einer geistlichen Laufbahn immer mehr ab. Im Sommer 1844 ermöglichte ihm ein Reisestipendium eine halbjährige Bildungsreise nach Norddeutschland, die ihn nach Stationen in Heidelberg, Köln, Bonn, Gießen, Marburg, Göttingen, Eisenach, Gotha, Weimar, Jena, Schulpforta, Halle, Leipzig, Dresden nach Berlin führten, wo er vier Monate lang blieb. Habilitationsangeboten in Halle und Jena hatte er ausgeschlagen. Stattdessen erreichte er nach seiner Rückkehr im Spätherbst 1844 in Tübingen seine Habilitation mit der Schrift De Juliano imperatore christianismi contemptore et osore (‚Kaiser Julian, Verächter und Hasser des Christentums‘). Er wurde zum Privatdozenten ernannt und begann im Sommersemester 1845 seine Lehrtätigkeit an der Universität Tübingen. Im Sommer desselben Jahres übernahm er mit Ernst Christian Walz die Herausgabe der Real-Encyclopädie der classischen Alterthumswissenschaften des verstorbenen August Friedrich Pauly.

Als 1847 nach dem Scheiden Tafels ein Lehrstuhl für Klassische Philologie in Tübingen vakant wurde, bewarb sich Teuffel auf die Stelle

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. Als sich die Universitätsleitung jedoch für den älteren Albert Schwegler entschied, wechselte Teuffel enttäuscht als Hilfslehrer an das Königliche Gymnasium zu Stuttgart. Hier arbeitete er zwei Jahre lang. Anschließend ging er als Privatdozent nach Tübingen zurück und wurde schon nach wenigen Wochen, am 19. Juli 1849, zum außerordentlichen Professor ernannt.

Nachdem 1857 zuerst Schwegler, dann Walz gestorben waren, wurde Teuffel im September 1857 zum ordentlichen Professor ernannt und mit der Betreuung der archäologischen Abteilung betreut. Neben ihm wurde der Gymnasiallehrer Karl Hirzel zum ordentlichen Professor berufen und zum Ersten Vorsitzenden des Seminars ernannt. Nachdem Hirzel 1864 als Schulleiter an das Königliche Gymnasium zu Stuttgartwechselte, stieg Teuffel zum Ersten Seminar-Vorsitzenden auf.

Am 8. März 1878 verstarb Wilhelm Siegmund Teuffel im Alter von 57 Jahren.

Teuffels Forschungs- und Publikationstätigkeit brachte zahlreiche Werke hervor, die für die Altertumswissenschaften im 19. Jahrhundert von wegweisender Bedeutung waren. Sein frühestes bedeutungsvolles Werk war die Herausgabe der Real-Encyclopädie der classischen Alterthumswissenschaften, die nach dem Tod ihres Herausgebers August Friedrich Pauly am 2. Mai 1845 darniederlag. Teuffel besorgte sie gemeinsam mit seinem älteren Kollegen Ernst Christian Walz, bis dieser 1847 aus gesundheitlichen Gründen seine Arbeit einstellen musste. Von da an brachte Teuffel das Unternehmen allein zu Ende. Der letzte Teilband wurde 1852 veröffentlicht. Den ersten Band gab er 1864 und 1866 in zweiter, völlig umgearbeiteter Auflage in zwei Teilbänden heraus, um die „oft beklagte Ungleichheit“ dieses Bandes gegenüber den anderen zu beseitigen (s. Vorwort, S. VI).

Ein weiteres wichtiges Werk ist seine Geschichte der römischen Litteratur, die erste vollständige Darstellung der lateinischen Literatur der Antike in deutscher Sprache. Zu Teuffels Lebzeiten erschienen drei Auflagen. Sein Kollege Ludwig Schwabe brachte 1882 die vierte Auflage heraus, die noch in einem Band erschien. Die fünfte Auflage (1890), ebenfalls von Schwabe, erschien in zwei Bänden. Wilhelm Kroll und Franz Skutsch veröffentlichten 1910–1913 die sechste und bislang letzte Auflage des Werkes, die einen Umfang von vier Bänden ausweist.

Wilhelm Siegmund Teuffel erhielt 1875 das Ritterkreuz Erster Klasse des Ordens der württembergischen Krone, welches mit dem persönlichen Adelstitel verbunden war.

Erster Lehrstuhl: David Christoph Seybold (1796–1804) | Karl Philipp Conz (1804–1827) | Gottlieb Lukas Friedrich Tafel (1827–1846) | Albert Schwegler (1847–1857) | Karl Hirzel (1857–1874) | Ernst von Herzog (1874–1902) | Gotthold Gundermann (1902–1921) | Otto Weinreich (1921–1954) | Hildebrecht Hommel (1955–1964) | Günther Wille (1965–1991) | Heinz Hofmann (1993–2009) | Anja Wolkenhauer (seit 2010)

Zweiter Lehrstuhl: Ernst Christian von Walz (1832–1857) | Wilhelm Siegmund Teuffel (1857–1878) | Erwin Rohde (1878–1886) | Otto Crusius (1886–1898) | Wilhelm Schmid (1898–1926) | Johannes Mewaldt (1927–1931) | Hans Herter (1932–1938) | Friedrich Focke (1939–1946) | Wolfgang Schadewaldt (1950–1968) Konrad Gaiser (1968–1988) | Thomas A. Szlezák (1990–2006) | Irmgard Männlein-Robert (seit 2006)

Außerordentliche Professur: Rudolf Herzog (1903–1909) | Adolf von Mess (1909–1916) | Otto Weinreich (1916–1918) | Friedrich Zucker (1918) | Friedrich Pfister (1918–1924) | Friedrich Focke (1925–1939)

Dritter Lehrstuhl: Ernst Zinn (1956–1978) | Ernst A. Schmidt (1979–2002)

Vierter Lehrstuhl: Konrad Müller (1963–1964) | Hartmut Erbse (1965–1968) | Richard Kannicht (1969–1997)

Fünfter Lehrstuhl: Hubert Cancik (1974–2003) | Jürgen Leonhardt (seit 2004)

Turmhügel Thundorf

Der Turmhügel Thundorf ist eine abgegangene mittelalterliche Turmhügelburg (Motte) unmittelbar südöstlich der Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt und St. Quirinus in Thundorf, einem heutigen Stadtteil von Osterhofen im Landkreis Deggendorf in Bayern.

Der Turmhügel der ehemaligen Mottenanlage ist modern überbaut.

Schlösser: Schloss Aholming | Schloss Egg | Schloss Himmelberg | Schloss Isarau (abgegangen) | Schloss Moos | Schloss Niederpöring | Schloss Oberndorf (abgegangen) | Schloss Offenberg | Schloss Ottmaring | Schloss Ramsdorf (abgegangen) | Schloss Schöllnach (abgegangen)

Burgen und Ruinen: Burgruine Dobl | Burg Flintsberg (abgegangen) | Burg Hengersberg (abgegangen) | Burgruine Natternberg | Burgruine Pitzen | Burgruine Schöllnstein&nbsp

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;| Burgruine Winzer

Turmhügelburgen (alle abgegangen): Turmhügel Göttersdorf | Turmhügel Haardorf | Turmhügel Lettenbühl | Burg Neuhausen | Burg Otzing | Turmhügel Thundorf | Burgstall Wildenforst

Burgställe (abgegangene, unbekannte Burgen): Abschnittsbefestigung Aholming | Ringwall Aurolfing&nbsp

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;| Burgstall Bürg | Abschnittsbefestigung Burgstall | Burgstall Hartham | Burgstall Hinterreckenberg | Burgstall Holzberg | Burgstall Rohrberg | Ringwall Schlosshügel | Abschnittsbefestigung Schwarzwöhr | Abschnittsbefestigung Steinkirchen | Burgstall Ulrichsberg | Ringwall Wischlburg (Römerschanze) | Burgstall Zierberg

Lily Mariye

Lily Mariye (* 25. September 1964 in Las Vegas, Nevada) ist eine US-amerikanische Schauspielerin und Filmemacherin. Bekannt ist sie für ihre Rolle der Schwester Lily Jarvik in der Fernsehserie Emergency Room – Die Notaufnahme.

Mariye studierte an der UCLA und erreichte einen B.A. in Schauspielkunst.

Sie hatte 1982 ihren ersten Filmauftritt in Das schönste Freudenhaus in Texas. Es folgten etliche Gastauftritte in Fernsehserien, wie etwa in Fame – Der Weg zum Ruhm (1982), Familienbande (1984)

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, Chefarzt Dr. Westphall (1985), Jake und McCabe – Durch dick und dünn (1989), Star Trek: Deep Space Nine (1993) mcm taschen sale, Melrose Place (1995–1996), Chicago Hope – Endstation Hoffnung (1996), Ally McBeal (2002), Für alle Fälle Amy (2005), Shameless (2011) und Navy CIS: L.A. (2013). Von 1994 bis 2009 spielte sie die Schwester Lily Jarvik in der Fernsehserie Emergency Room – Die Notaufnahme. Für die Darstellung dieser Rolle gewann sie, zusammen mit Kollegen, viermal den Screen Actors Guild Award.

Weitere Filme in denen sie spielte sind unter anderem American Geisha (1986), Switch – Die Frau im Manne (1991), Der Totenkopf-Mörder (1992), Shadow und der Fluch des Khan (1994), American Pie präsentiert: Die nächste Generation (2005) und Ausnahmesituation (2010). Sie ist ebenfalls eine Award-ausgezeichnete Theaterschauspielerin.

Im Jahr 2000 betätigte sich Mariye im Kurzfilm The Shangri-la Café als Regisseurin, Drehbuchautorin und Filmproduzentin. Der Film wurde auf über 25 Filmfestivals rund um die Welt gezeigt und gewann unter anderem den Best Short Film Award des Moondance International Film Festival (2001) sowie den Best Screenplay Award auf dem Brussels International Independent Film Festival (2000). Das Drehbuch zum Film gewann ebenfalls mehrere Auszeichnungen, wie etwa auf dem Ohio Independent Film Festival (2003) und dem Gaffers Film Festival. Mariye bekam die Auszeichnung Filmemacherin des Jahres von der National Organization for Women verliehen.

2012 veröffentlichte die Filmemacherin auf dem Los Angeles Asian Pacific Film Festival ihren Film Model Minority, wo er drei Auszeichnungen bekam. Je zwei Auszeichnungen bekam er 2013 auf dem London Independent Film Festival und dem Asians on Film Festival sowie jeweils eine auf dem D.C. Asian Pacific American Film Festival (2012), dem Asian American International Film Festival (2012), dem Las Vegas Film Festival (2012) und dem Sacramento International Film Festival (2013).

Mariye ist seit September 1985 mit dem Saxophonisten Boney James verheiratet.

Gobiatherium

Schädel von Gobiatherium, Holotyp

Gobiatherium ist eine Gattung der Dinocerata – eine ausgestorbene Säugetiergruppe – aus dem oberen Eozän (46 bis 41 mya) von Ost- und Zentralasien. Innerhalb dieser Gruppe wird es der Familie der Uintatheriidae zugewiesen, ist also mit Uintatherium und Eobasileus nahe verwandt. Diese Pflanzenfresser gehören zu den ersten Großformen nach dem Aussterben der Dinosaurier. Besonders charakteristische Merkmale von Gobiatherium waren der extrem flache Schädel und die stark nach oben gerundete Nase mit zwei kleinen knöchernen Hörnern.

Gobiatherium war ein großer Vertreter der Uintatherien, der aber nicht die Größe seiner nächsten Verwandten Uintatherium und Eobasileus erreichte. Insgesamt besaß es einen allgemein schlankeren Körperbau, das überwiegende Fossilmaterial dieser Gattung besteht aber aus Schädel- und Gebissresten. Der Schädel wurde bei Gobiatherium bis zu 68 cm lang und war damit kürzer als der von Uintatherium oder Eobasileus. Charakteristischerweise war er extrem flach und erreichte oberhalb der Prämolaren nur eine Höhe von 8 cm, während die Jochbeinbögen keilartig herausragten und einen maximalen Abstand von 40 cm aufwiesen. Auf den äußersten Bogenspitzen befanden sich zu dem markante Knochenauswüchse, so dass die Bögen zusätzlich nach außen verbreitert erschienen. Das Hinterhauptsbein war leicht nach hinten verlängert und besaß dadurch in Seitenansicht einen spitzen Winkel. Im Gegensatz zu Uintatherium oder Eobasileus besaß der Schädel keine sehr deutlichen, für entwickelte Uintatherien typische Hornbildungen, auf den Scheitelbeinen zeigten sich lediglich zwei leichte knöcherne Anschwellungen, während im mittleren Schädelbereich gar keine derartigen Bildungen auftraten. Markantestes Merkmal von Gobiatherium war aber das Nasenbein, das eine bogenförmig aufgerundete Form hatte, wodurch der Schädel in diesem Bereich eine Gesamthöhe von 17 cm erreichte. Dabei war das Nasenbein am vorderen Ende deutlich nach vorn gebogen und hier durch eine Verknöcherung der Nasenscheidewand mit dem Mittelkieferknochen verwachsen. Einige Schädel trugen auf dem gerundeten Nasenbein zusätzlich zwei kleine Knochenschwellungen ähnlich jenen auf den Scheitelbeinen. Die gesamte Konstruktion des vorderen Schnauzenbereiches mit dem stark gerundeten Nasenbein ist einzigartig unter den Dinocerata.

Der bis zu 48 cm lange Unterkiefer wies einen relativ schlanken Bau auf. Der Kieferknochen war im Vergleich zu Uintatherium mit rund 7 cm Höhe eher niedrig, die Symphyse besaß einen spatelförmigen Aufbau. Gegenüber seinen Verwandten hatte Gobiatherium zusätzlich zu den allgemein reduzierten oberen Schneidezähnen auch keinen oberen Eckzahn mehr, die Zahnformel lautete dadurch:







0.0.3.3


3.1.3.3






{\displaystyle {\frac {0.0.3.3}{3.1.3.3}}}


. Schneidezähne fanden sich wie bei den anderen Uintatherien nur im Unterkiefer, waren eher klein und durch zwei höckerige, hintereinander liegende Buckel charakterisiert, insgesamt aber wesentlich dünner und klingenartiger als bei Uintatherium oder Eobasileus. Der untere Eckzahn ähnelte den Schneidezähnen in seiner Form, war aber vergleichsweise größer als bei anderen Uintatherien. Das Diastema hinter dem Eckzahn war recht ausgedehnt. Die Backenzähne wiesen niedrige (brachyodonte) Zahnkronen auf und waren klein, die gesamte Backenzahnreihe erreichte eine Länge von 16,3 cm, wobei der letzte Molar eine Länge von 3,9 cm aufwies. Typisch waren die zwei quer stehenden Schmelzfalten der einzelnen Zahnkauflächen, die den Backenzähnen einen bilophodonten Aufbau geben, die Zahnschmelzfalten der Oberkieferbackenzähne besaßen dabei eine V-förmige Anordnung.

Das Körperskelett ist nur durch wenige Funde bekannt. Der Oberarmknochen und der Oberschenkelknochen weichen in ihrer Form kaum von denen der anderen entwickelten Dinocerata ab, wie bei Uintatherium oder Eobasileus trat am Femur kein Dritter Trochanter auf. Die Hand und Fußknochen waren bei Gobiatherium insgesamt länger und schmaler als bei seinen Verwandten.

Gobiatherium ist nur aus Ost- und Zentralasien bekannt. Die ersten Funde kamen 1930 während einer Expedition des American Museum of Natural History im Jahr 1930 in die Innere Mongoleizu Tage und wurden dort in der Irdin-Manha-Formation des Oberen Eozän, rund 40 km südwestlich von Iren Dabasu, entdeckt. Die Funde umfassen wenigstens sieben, zum Teil vollständige Schädel, darunter auch das vollständige und kaum verdrückte Holotyp-Exemplar und der Schädel eines Jungtieres, Unterkiefer und Reste des Körperskelettes, der der Art G. mirificum zugewiesen werden. Lange Zeit waren dies die einzigen bekannten Funde dieser Säugetiergattung, erst in den 1980er Jahren wurden vermehrt weitere Fossilien entdeckt. Einige stammen wiederum aus der Arshanto-Formation, ebenfalls rund 40 km südwestlich von Iren Dabasu und setzen sich aus mehreren Ober- und Unterkieferfragmenten sowie isolierten Zähnen zusammen. Ein weiteres Unterkieferfragment ist aus dem Erlian-Becken, ebenfalls Innere Mongolei berichtet worden und wird der Basis der Arshanto-Formation zugewiesen. Aus der ebenfalls obereozänen Yuhuangding-Formation nahe Danjiangkou in der chinesischen Provinz Hubei wurden am Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts aus dem oberen Bereich der Sedimentablagerungen isolierte Zahnfunde und ein Unterkieferfragment entdeckt, die der etwas kleineren Art G. minutum angehören. Diese ergänzen einige bereits in den 1960er Jahren dokumentierte isolierte Zähne aus Kalksteinen der gleichen Formation, die aber nahe Liguanqiao in der unmittelbar benachbarten Provinz Henan zum Vorschein kamen. Aus der Chonkurchak-Formation bei Toru-Aygyr in Kirgisistan wiederum wurde ein vollständiger Schädel mit zugehörigem Unterkiefer berichtet, während vom Chakpaktas-Fluss im Saissan-Becken des östlichen Kasachstan einige isolierte Zähne bekannt sind.

Ähnlich wie bei den anderen Vertretern der Dinocerata weisen die bilophodonten Backenzähne darauf hin, dass die Tiere sich von weichen Pflanzenteilen ernährten (browsing). Durch die nicht ausgebildeten Oberkiefereckzähne war das Gebiss weniger wuchtig und der Unterkiefer nicht ganz so robust gebaut. Ihm fehlten auch die für Uintatherium und Eobasileus typischen unteren Auswüchse des Unterkiefers zum Schutz des oberen Eckzahns. Der insgesamt grazile Bau des Unterkiefers zeigt sich auch in der Gestaltung des dortigen Gelenkes, das im Gegensatz zu seinen Verwandten nicht rückwärts gerichtet ist. Dadurch war es Gobiatherium nicht möglich, sein Maul sehr weit zu öffnen, was aufgrund der fehlenden Eckzähne auch nicht notwendig gewesen sein dürfte.

Nach Meinung der Erstautoren könne bei Gobiatherium möglicherweise ein Geschlechtsdimorphismus nachgewiesen werden, der vor allem im Bau des Nasenbereiches betrifft. So sollten männliche Tiere anhand einiger Schädel ein massiv rundes Nasenbein und eine knöcherne Nasenscheidewand aufweisen, wobei sich teilweise auf der obersten Nasenspitze zusätzlich noch zwei leichte Knochenerhebungen fanden und sehr selten auch ein kleiner oberer Eckzahn auftrat. Weiblichen Tieren fehlten diese Merkmale. Spätere Analysen ergaben, dass zumindest das Fehlen der knöchernen Nasenscheidewand und der kleinen Hörner eher auf Verwitterung zurückzuführen ist und diese Merkmale ursprünglich bei allen bekannten Schädeln vorhanden gewesen waren.

Gobiatherium stellt eine Gattung aus der Familie der Uintatheriidae dar, die wiederum zur Ordnung der Dinocerata gestellt werden. Diese Säugetiergruppe ist weitgehend aus Nordamerika und Ostasien bekannt und stellte während ihrer stammesgeschichtlich jüngeren Entwicklungsphase die ersten bekannten Riesenformen unter den Säugetieren, die sich nach dem Aussterben der Dinosaurier entwickelt hatten. Als gemeinsame Merkmale aller Dinocerata werden das Fehlen des ersten Prämolaren und der oberen Schneidezähne angesehen, Ausnahmen bilden hier nur die frühesten Vertreter. Die verwandtschaftlichen Verhältnisse zu anderen Säugetieren sind nicht vollständig geklärt, es wird aber angenommen, dass sie einen recht ursprünglichen Zweig innerhalb der heterogenen Gruppe der Huftiere bilden. Die nächsten Verwandten dürften nach heutiger Erkenntnis dabei die südamerikanischen Huftiere (Meridiungulata) bilden, so etwa die Pyrotheria oder die Xenungulata. Die nächsten heute noch lebenden Verwandten dürften die Unpaarhufer bilden.

Innerhalb der Uintatheriidae wird Gobiatherium zur Unterfamilie der Gobiatheriinae gestellt mit lediglich dieser Gattung als einziges Mitglied. Charakterisiert wird diese Unterfamilie durch die Reduktion des oberen Eckzahns und der verwachsenen Nasenscheidewand. Dabei stehen die Gobiatheriinae den Uintatheriinae mit Uintatherium und Eobasileus als Schwestergruppe gegenüber, die sich wiederum durch lange und säbelartig gebogene obere Eckzähne sowie mehreren Paaren knöcherner Hornbildungen auf dem Schädel auszeichnen. Der direkte Vorgänger von Gobiatherium ist unbekannt, da ältere Formen wie Prodinoceras oder Bathyopsis deutlich in ihrer Schädelmorphologie abweichen und so nicht in direkter Beziehung stehen. Ursprünglich wurden die Gobiatheriinae von K. K. Flerov als eigenständige Familie Gobiatheriidae 1952 eingeführt, eine Revision der Uintatheriidae 1961 von Walter H. Wheeler verschob ihren Status auf jenen der Unterfamilie. Eine erneute Teilrevision der Uintatherien von William D. Turnbull im Jahr 2002 bestätigte diese taxonomische Zuweisung. Einige Forscher sehen aber aufgrund im Detail abweichender Zahnmorphologien der Gobiatheriinae zu den Uintatheriinae erstere teilweise auch als eigenständige Familie innerhalb der Dinocerata an.

Es werden heute zwei Arten unterschieden:

Eine weitere Art G mcm taschen sale. major, aufgestellt anhand der Funde aus der Arshanto-Formation, gilt heute als Synonym für G. mirificum, während G. monolobotum als Vertreter von Eudinoceras aus der Gruppe der Pantodonta angesehen wird.

Die Gattung Gobiatherium wurde 1932 von Henry Fairfield Osborn und Walter W. Granger anhand von Funden der Expedition des American Museum of Natural History 1930 in die Innere Mongolei in einem kurzen Aufsatz erstmals beschrieben. Als Holotyp (Exemplarnummer AMNH 26624) gilt ein vollständiger, 68 cm langer Schädel, als Paratyp (AMNH 26630) ein vollständiger Unterkiefer. Der Gattungsname Gobiatherium bezieht sich einerseits auf die Wüste Gobi als Fundort, andererseits bedeutet das griechische Wort θήριον (thêrion) „Tier“. Der Name wurde analog zu jenem seines nordamerikanischen Verwandten Uintatherium gewählt, dem „Tier aus den Uinta Mountains“.

Künstlerhaus Wien

Das Künstlerhaus ist ein Ausstellungsgebäude im Stadtzentrum von Wien (1. Bezirk). Es befindet sich in der Ringstraßenzone zwischen Akademiestraße, Bösendorferstraße und Musikvereinsplatz, neben dem Gebäude des Wiener Musikvereins, und hat seinen Haupteingang vom Karlsplatz aus.

Das Gebäude wurde 1865–1868 errichtet und dient seither als Ausstellungshaus für Malerei, Bildhauerei, Architektur und angewandte Kunst. Eigentümer ist die Gesellschaft bildender Künstler Österreichs, Künstlerhaus, die älteste bestehende Künstlervereinigung Österreichs. Seit 1949 betreibt das Künstlerhaus (mit dem Eingang an seiner Seitenfront an der Akademiestraße) das „Künstlerhaus-Kino“, in das im September 2013 das vom Wiener Filmfestival Viennale geführte „Stadtkino“ übersiedelte; es wird seither Stadtkino im Künstlerhaus genannt. Im November 2015 wurde die Gründung einer neuen Betreibergesellschaft beschlossen.

In der Vorstadt Laimgrube, die 1850 als Teil des neuen Bezirks Mariahilf nach Wien eingemeindet wurde, gab es Ecke Untere Stättengasse (seit 1862 Dürergasse) und Canalgasse (seit 1902 Joanelligasse) das Gasthaus „Zum blauen Strauß“. Dort stellte der Architekt Leopold Ernst 1847 unter gewaltiger Kostenüberschreitung einen neugotischen Festsaal fertig. Dieser Saal war der Treffpunkt des 1851 gegründeten Vereins junger Künstler und Akademiker, der sich später in Albrecht-Dürer-Verein umbenannte.

1861 schlossen sich die Künstlervereine Eintracht und Albrecht-Dürer-Verein unter dem Namen Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens zur damaligen Standesvertretung der Wiener Maler, Bildhauer und Architekten zusammen. 1868 wurde das neue Haus bezogen. 1897 spalteten sich einige moderne Künstler vom Künstlerhaus ab und gründeten die Wiener Secession. Damit verlor das Künstlerhaus seine Funktion als maßgebliche Interessenvertretung aller Künstler.

Seit 1972 steht die Vereinigung auch Vertretern der angewandten Kunst offen. 1976 wurde sie, unter Beibehaltung der genossenschaftlichen Rechtsform, in Gesellschaft bildender Künstler Österreichs, Künstlerhaus umbenannt. Seit 1983 sind auch Film- und Audiovisionskünstler Mitglieder. Die 1985 gegründete Künstlerhaus-Ges. m. b. H. organisiert Ausstellungen auch für andere Museen und Institutionen. Von 2002 bis 2012 war Peter Bogner Direktor des Künstlerhauses.

Nach der Ende 1857 getroffenen Entscheidung Kaiser Franz Josephs I., die Stadtmauern demolieren zu lassen, wurde die Wiener Ringstraße als repräsentativer Boulevard geplant und gebaut und vom Kaiser 1865, im Jahr des Baubeginns des Künstlerhauses, eröffnet. Der beim Innenministerium errichtete Stadterweiterungsfonds hatte die Aufgabe, das ehemalige Militärareal zu verwerten, und verkaufte die meisten Grundstücke an private Investoren. Zur Attraktivität der neuen Ringstraßenzone sollten Kultureinrichtungen beitragen, denen der Fonds Grundstücke gratis zur Verfügung stellte. Zu diesen Einrichtungen zählten das Künstlerhaus und der Musikverein, die gegenüber der Karlskirche Grundstücke am Ufer des damals noch offen fließenden Wienflusses erhielten.

Architekt des Künstlerhauses war August Weber (1836–1903), der 1863 / 1864 das Gartenbaugebäude am Parkring errichtet hatte. Er orientierte sich am Stil einer italienischen Renaissancevilla des Jacopo Sansovino. Die Wiener Firma Anton Wasserburger führte sämtliche Steinmetzarbeiten durch, dabei wurden vorrangig St. Margarethener und Wöllersdorfer Stein sowie Kaiserstein aus Kaisersteinbruch verwendet. Franz Joseph I. setzte den Schlussstein.

Das am 1. September 1868 – fast neun Monate vor der nahen k. k. Hofoper und 16 Monate vor dem benachbarten Musikverein – eröffnete Haus erhielt 1882 einen größeren Zubau, nämlich die beiden Seitenflügel, in denen später 1949 links ein Kino und 1974 rechts ein Theater untergebracht wurde; im gleichen Jahr wurde die Erste Internationale Kunstausstellung im Künstlerhause veranstaltet. 1888 wurde der Innengarten überdacht.

Im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts begannen die Bauarbeiten an der Wiener Stadtbahn und an der teilweisen Einwölbung des Wienflusses. Seit 1899 ist die dem Künstlerhaus unmittelbar benachbarte Stadtbahnstation (seit 1980 ausschließlich U-Bahn-Station), gestaltet von Otto Wagner, in Betrieb. 1899 / 1900 wurde auch die Wienflusseinwölbung fertiggestellt, so dass sich die Vorderseite des Künstlerhauses nun nicht mehr an einem Flussufer, sondern am Rand des neuen, großen, 1899 benannten Karlsplatzes befand.

Weitere Umbauten erfolgten 1887 durch Julius Deininger (Innenumbau, Verlegung des Einganges an die Südfront), 1911 durch Wilhelm Jelinek, 1913 durch Siegfried Theiss und Hans Jaksch.

1956/57 wurde der Stiftersaal einer massiven Modernisierung unterzogen.

2001–2003 wurde der Platz zum Musikverein hin neu gestaltet, aus dieser Zeit stammen auch die unterirdischen Räume zum Karlsplatz hin.

Im 20. Jahrhundert geriet der für den Ringstraßenbereich ungewöhnlich niedrige Bau mehrmals unter spekulativen Abriss- oder wenigstens Aufstockungsdruck. So sah der Plan Kaym / Hetmanek Anfang der 1930er Jahre die Ersetzung des historistischen Pavillons durch achtgeschoßige Zinshäuser vor, 1935 machte sich der junge Roland Rainer Gedanken über eine „bauliche Verdichtung“ an diesem prominenten Ort.

Die Richtlinien des Planungswettbewerbs Karlsplatz machten 1946 deutlich, dass die Stadt Wien das Künstlerhaus sowie das Verkehrsbürogebäude am anderen Ende des Karlsplatzes als entbehrlich ansah (beide bestehen bis heute). Zu nennen ist auch der 1966 von Karl Schwanzer für IBM geplante Bürobau anstelle des Künstlerhauses, der allerdings bei Bevölkerung und Medien auf breiten Unmut stieß. Der Fall Florianikirche im Sommer 1965 hatte hier wohl zu einem Umdenken geführt.

Heute sind wieder Planungsüberlegungen im Gange, das Künstlerhaus durch Aus- und Umbauten stärker in den Museumscluster am Karlsplatz zu integrieren. Beispielsweise wurde das Ergebnis eines 1999 durchgeführten Architektenwettbewerbs, das den Ersatz der beiden Seitenflügel durch Glaspavillons vorgesehen hatte, von Beppo Mauhart im Juli 2010 erneut ins Spiel gebracht.

Das an der südöstlichen Seite des Karlsplatzes befindliche Wien-Museum, 1959 als Historisches Museum der Stadt Wien eröffnet, hat das Künstlerhaus immer wieder monatelang für Ausstellungen gemietet; darunter waren:

Es gab daher Überlegungen, das Künstlerhaus in die Verwaltung des unter Platzmangel leidenden Wien-Museums zu übertragen, doch konnte sich die Künstlervereinigung damit nicht anfreunden. Mittlerweile wird dies auch im Wien-Museum nicht mehr erwogen und mit der Stadtverwaltung diskutiert, wo für das Museum ein Neubau errichtet werden könnte.

Das Kunsthistorische Museum hat das Künstlerhaus in der Direktionsära Wilfried Seipel im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts ebenfalls für Ausstellungen genützt. Später hat das Unterrichtsministerium dafür keine Mittel mehr bereitgestellt, wodurch sich im Budget des Künstlerhauses eine beträchtliche Lücke auftat.

2011 wurde öffentlich thematisiert, dass aufgetretene Bauschäden viel Geld für Reparaturen erfordern würden, dass aber die Künstlervereinigung diese Mittel aus dem laufenden Betrieb des Künstlerhauses nicht erwirtschaften kann. Die als Subventionsgeber in Frage kommenden Institutionen, das Unterrichtsministerium und das Kulturressort der Wiener Stadtverwaltung, haben allerdings selbst mit Budgetproblemen zu kämpfen. Stattdessen wurde im November 2015 auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft bildender Künstler Österreichs die Gründung einer neuen Betreibergesellschaft beschlossen, bei der die Familienprivatstiftung von Hans-Peter Haselsteiner 74 Prozent und das Künstlerhaus eine Sperrminorität von 26 Prozent hält. Die getroffene Absprache sieht vor, dass Haselsteiners Stiftung die Kosten für die bauliche Sanierung des Gebäudes in geschätzter Höhe von 30 Mio. Euro sowie die die jährlichen Erhaltungskosten von etwa 700.000 Euro finanziert und im Gegenzug einen Teil der Nutzfläche bekommt. Die Renovierungsarbeiten sollen 2018 abgeschlossen sein.

Seit dem Umbau des rechten Seitenflügels zum Theater mitte der 1970er-Jahre war dort bis 1985 das Komödiantenhaus-Theater beheimatet. Nach dessen Ende gab es Überlegungen, das Theater als Politische Bühne Künstlerhaus neu zu beleben. Von Seiten der Stadt Wien bzw. der damaligen Kulturstadträtin Ursula Pasterk wurde 1987 beschlossen, das Theater zusammen mit dem ebenfalls leer stehenden Theater im Konzerthaus den freien Theatergruppen der Stadt zur Verfügung zu stellen. Mit 31. Jänner 1989 übernahm das dietheater, getragen vom Theaterverein Wien, unter der künstlerischen Leitung von Christian Pronay die beiden Spielstätten. Bis 2007 diente das dietheater als Bühne verschiedener österreichischer, insbesondere Wiener Theatergruppen, der zeitgenössischen Tanz-Kunst widmet sich seit damals das dort jährlich veranstaltete Festival imagetanz.

Die Neuausschreibung der künstlerischen Leitung durch den Theaterverein im Sommer 2006 konnten Thomas Frank und Haiko Pfost für sich entscheiden, die am 20. November 2006 von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny als neue künstlerische Leiter designiert wurden. Es folgten ein Umbau bzw. eine Renovierung der Spielstätte sowie die Umbenennung von dietheater in brut Wien („brut im Künstlerhaus“ und „brut im Konzerthaus“). Die Wiedereröffnung als Bühne für Off-Theater-Produktionen, Tanz, Performances und Konzerte erfolgte am 9. November 2007.

Das Kino im Künstlerhaus entstand 1947–1949 mit dem Umbau des zuvor als Ausstellungshalle genutzten linken Seitenflügels nach Plänen des Architekten Alfons Hetmanek. Die großflächigen Bilder an den Seitenwänden des Kinosaals

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, allegorische Darstellungen von bildender Kunst, Musik, Dichtung, Film und Theater, stammen von Rudolf Eisenmenger und Rudolf Holzinger. Bis 1966 war Leopold Hauer als künstlerischer Leiter für die Programmgestaltung verantwortlich. Gezeigt wurden hier unter anderem österreichische Uraufführungen von Werken Jean Cocteaus, Jacques Tatis und René Clairs.

Nachdem es bereits früher eines der Kinos war, die Filme im Rahmen des Viennale-Filmfestivals zeigten, ist es seit 2005 erneut eine der Festival-Spielstätten. 2009 wurde mit der Renovierung und technischen Erneuerung des Kinos begonnen. Ende 2012 schloss das Künstlerhaus mit der Viennale einen Vertrag für 20 Jahre, dem zufolge das „Stadtkino“ seinen Standort am Schwarzenbergplatz aufgab und, am 26. September 2013 eröffnet

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, als „Stadtkino im Künstlerhaus“ hierher wechselte.

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