Freddy Burger Management

Das Freddy Burger Management (FBM) mit Sitz in Zürich ist eine im Eventmanagement, im Showgeschäft und in der Gastronomie tätige Schweizer Unternehmensgruppe. Sie besteht aus rund 25 Unternehmen und erwirtschaftet mit rund 350 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von mehr als 120 Millionen Schweizer Franken.

Die FBM-Unternehmensgruppe umfasst die vier Sparten Artist Management, Event Management, Hotel & Restaurant Management und Services.

Im Bereich Artist Management erbringt FBM für Künstler das Booking und die Tourneeorganisation, Administrations- und Treuhand-Dienstleistungen sowie die langfristige Karrierenplanung. Zu den von FBM betreuten Künstlern zählen unter anderem Udo Jürgens

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, Pepe Lienhard und Nana Mouskouri.

Auf dem Gebiet des Event Managements übernimmt FBM die Organisation von Veranstaltungen im Bereich Tanz, Theater, Musik, Show sowie von Sportanlässen und Ausstellungen. Weiter kreiert, plant und führt FBM verschiedene öffentliche wie auch private Events durch. Die Tochtergesellschaft Rent-a-Show AG ist zudem für das Management des Theater 11 in Zürich und des Musical Theater Basel zuständig.

Im Bereich Hotel & Restaurant Management betreibt die Unternehmensgruppe verschiedene Restaurants, Clubs, ein Hotel sowie einen Catering Service. Zu den namhaftesten Betrieben zählt das 15-Punkte Gault-Millau Restaurant Sonnenberg im Convention Center der FIFA in Zürich.

FBM deckt über die drei Kernbereiche hinaus auch Projekt-Planung und -Management, Finanz- und Treuhand-Dienstleistungen, Rechtsberatung, Public Relations und Fernsehproduktionen ab.

Die unternehmerische Tätigkeit von Freddy Burger begann 1965 im Alter von 19 Jahren, als er mit dem Auftritt von Cliff Richard im Zürcher Hallenstadion sein erstes grosses Konzert veranstaltete. Dieses bescherte ihm damals einen Verlust von 20’000 Franken, womit er danach nicht mehr in der Lage war, den mit den Rolling Stones eingegangenen Vertrag einzuhalten, an deren späterem Konzert 1967 im Hallenstadion die Stühle flogen.

Danach stieg Burger bei der Konzertagentur Schläpfer ein, wo er als Künstleragent tätig war und 1967 Manager von Pepe Lienhard wurde. 1969 machte er sich schliesslich selbständig und gründete die Rent-a-Show AG als Basis der heutigen Unternehmensgruppe. Seine Tätigkeit ergänzte er 1973 mit der Übernahme eines Lokals in Zürich, dem ein Jahr später ein Dancing in Bern folgte. Zwischen 1976 und 1980 erweiterte Burger als Partner der Good News Productions seine Geschäftstätigkeit. In der Zwischenzeit lernte Freddy Burger 1977 Udo Jürgens kennen und wurde dessen Manager

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Im Verlaufe der Jahre dehnte das Freddy Burger Management seine Geschäftstätigkeit weiter aus, zuletzt 2006 mit der Übernahme des TV-Festivals Rose d’Or in Luzern.

2007 wurde Freddy Burger Management mit dem Live Entertainment Award in der Kategorie Bestes Künstlermanagement für seine 30-jährige Zusammenarbeit mit Udo Jürgens ausgezeichnet. Die Rent-a-Show AG erreichte im gleichen Jahr für Udo Jürgens Konzerttournee die Nominierung in der Kategorie Beste Arena- / Hallentournee.

Gehpelz

Ein Gehpelz, auch Stadtpelz, ist ein Herrenwintermantel mit Pelzbesatz und Pelzfutter mcm taschen sale. Beide Bezeichnungen gerieten nach dem Zweiten Weltkrieg zunehmend in Vergessenheit. Die kürzere Variante wurde Pelzsakko genannt. Der Gehpelz galt einmal als ein Attribut des gepflegten Herrn und als Symbol bürgerlichen Wohlstands.

Während pelzgefütterte Kleidung heute meist aus leichten Oberstoffen (Microfaser, Popeline und Ähnlichem) gefertigt ist, stand anstelle des geringen Gewichts zu Zeiten von unbeheizten Bahnen und Autos das Wärmen der Winterkleidung weit mehr im Vordergrund. Daher wurden für die Stoffhüllen auch meist kräftige und daher schwere Tuche verarbeitet. Zeitgleich wie die pelzgefütterten Herrenmäntel leichter wurden, ging auch der Begriff Gehpelz weitgehend verloren.

Mit dem Aufkommen der Kraftfahrzeuge wurde eine besonders warme Variante des pelzigen Männermantels geschaffen, der Automobilistenmantel, meist war er allerdings mit dem Haar nach außen gearbeitet. Die eleganteren Modelle mit dem Pelz innen wurden als Autofahrerpelz oder als Gehpelz angeboten; für Außenpelze und für die ländlichen Schlitten- und die Kutschermäntel war der Begriff Gehpelz nicht gebräuchlich.

In der Regel war der Pelz fest mit dem Stoffteil verbunden. Eine chemische Reinigung gab es noch nicht, die Tuchmäntel wurden nur ausgebürstet, Flecken wurden ausgerieben, der Pelz wurde zum Entstauben und gegen Mottenbefall geklopft. Wollte oder musste man den Stoffmantel doch einmal waschen, musste der Pelz abgetrennt und anschließend wieder neu eingenäht werden, bei dieser Gelegenheit war auch eine Pelzreinigung möglich. Meist endete das Innenfutter etwa acht Zentimeter zurückgesetzt an einem Stoffbeleg, luxuriöser war es, wenn es bis an die Vorderkanten reichte und in Revers und Kragen überging. Möglichst waren der Kragen und die Revers fellbesetzt, manchmal als Fellblende bis zum Saum, einen vollausgefütterten Gehpelz vortäuschend. Meist wurde der Kragen ohne Reverseinschnitt als Schalkragen gearbeitet. Auch ansonsten waren die Modelle männlich konservativ, der größte Unterschied bestand meist darin, ob der Mantel ein Einreiher oder Zweireiher war sowie in den Stoffqualitäten und -farben. Hier gab es eine größere Auswahl: gekämmte Stoffe, Satin, glatter Krepp und Köper, einfarbig oder in gemischten Farben wie otterbraun, bleu, marengo oder tiefgrün. Im Laufe der Zeit wählte man immer dunklere Farben, vor allem schwarz. Häufig waren auch die Manschetten aus Fell. Die Ärmel waren entweder nur wattiert oder ebenfalls mit Fell gefüttert. Fellarten mit festem Grannenhaar erweisen sich hier als problematisch, das Fell fängt entgegen der Grannenrichtung an zu krauchen, insbesondere bei engen Teilen und bei leichten Oberstoffen auch im Rumpf.

Typische Materialien für den Besatz waren Biberfell, sowohl naturbelassen (ein ausgesprochenes Männermaterial, als Spitzbiber gehandelt), als auch gerupft, Nutriafell, Otterfell, Amerikanischer Zobel oder Virginischer Iltis, wichtig war auch der Persianer. Etwas weniger kostspielig waren zum Beispiel, je nach Marktlage

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, Bisamrücken, Waschbärfell, australisches Possumfell oder amerikanisches Opossumfell. Für Innenfutter wurden fast sämtliche im Handel befindlichen Fellarten verwendet, häufig beispielsweise das leichte Hamsterfell, Kaninfell, Bisamrücken oder -wamme, Nutria und Biber, aber auch Pelzstücken.

Ein Marktbericht, als Beispiel das Jahr 1928, einer Zeit schwieriger Wirtschaftslage, stellte fest, dass das früher für den guten Herrenpelz so häufige Nerzinnenfutter inzwischen zu den Seltenheiten zählte. Als sogenanntes farbiges Pelzwerk war Bisamrücken mit einem Otterkragen das gesuchte Material. Für feine, leichte Stadtpelze war Sealbisam mit Sealotterkragen, in billigeren Ausführungen Sealelectric (schwarz gefärbtes geschorenes Kaninfell) am begehrtesten. Als Bezüge wurden ausschließlich schwarze und marengo Drapé (ein eleganter, edler Wollstoff) und Melton (ein Streichgarnstoff) verwendet. Eine große Nachfrage bestand nach billigen Gehpelzen. Diese wurden mit Electric-Seiten (Kanin-Bauchstücken), Sealbisam-Kopffuttern und Electric-Kragen ausgestattet, der Preis betrug nur selten mehr als 100 bis 150 Mark. Sehr begehrt waren farbige Futter in mittleren Preislagen von etwa 200 bis 400 Mark. Hierfür fanden Bisamstirn-, Bisambacken und Nutriaseitenfutter in Verbindung mit Electric-Sealbisam und Biberkragen hauptsächliche Verwendung. – Unterschieden vom Gehpelz wurde der gleich lange Herrensportpelz. Aus englischen Stoffen gearbeitet, wurde er in den hochwertigen Ausführungen mit Bisamrücken, Bisamwamme oder Nutria gefüttert und mit Otter, Bisam oder bestem Opossum besetzt. Für die große Menge in der mittleren Preislage, aus guten deutschen Ulsterstoffen

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, nahm man Hamster-, Nutriette- (braun Kanin), Murmel- sowie Pelzstückenfutter, für die Kragen Biber, australische und tasmanische Opossum in mittleren Qualitäten. Der ebenfalls sehr verbreitete billige Sportpelz, meist kürzer und ebenfalls aus Ulsterstoffen, hatte einen kurzen Kragen statt des für lange Pelze bevorzugten Schalkragens. Als Futter kamen neben billigem Lammfell hauptsächlich Fellstücken infrage, wie zum Beispiel Murmelseiten- und Murmelstücken-, Lammfellstücken-, Nutriakopf- und Stückenfutter. Für den Kragen war seit einigen Jahren ein Biberersatz aktuell (Biberlamm?), sowie Opossumschweifkragen und auch Opossumfell. Der Chauffeurpelz und der Herrenautopelz waren inzwischen weitgehend durch den sportlichen Herrenpelz verdrängt worden.

Besonders hervorgehoben wurden Gehpelze aus russischen Kürschnereien, die „kaum zu übertreffen“ waren. 1884 heißt es: „Neben den chinesischen Kürschnerarbeiten kennen wir als die besten: die Zobel- und Fuchsfutter aus der kaiserlichen Kabinettskürschnerei in St. Petersburg“. Schöps weist in diesem Zusammenhang 50 Jahre später allerdings daraufhin, „dass trotz hoch entwickelter Leistung der russische Kürschner aber doch mehr für die Bedürfnisse der grossen Volksmassen als für den auserlesenen Geschmack“ arbeitete.

Als schwierige Arbeit des Kürschners galt bereits immer das exakte Abnehmen des Schnittmusters von einem Kundenmantel. Bis noch in die 1970er Jahre musste der angehende Kürschnermeister nachweisen, dass er nicht nur das Muster passgenau abnehmen konnte, sondern die Kunst, ein Innenfutter auch selber einzupassen („anschlagen“), beherrschte. Obwohl zu der Zeit der Kürschner in der Regel nicht mehr selber nähte und auch das Einfüttern des fertig gearbeiteten Pelzfutters inzwischen meist komplett in den Arbeitsbereich der dem Kürschner zuarbeitenden Pelznäherin fiel.

Das Aufgabengebiet des Schneiders war von dem des Kürschners weitgehend getrennt, in Zunftzeiten wurden Verstöße streng verfolgt. Entweder kam der Kunde mit dem fertigen Mantel zum Besetzen und Ausfüttern zum Kürschner, oder der Schneider brachte die ungefütterte Maßarbeit zur Fertigstellung mit Pelzfutter und Pelzkragen vorbei, eventuell mit dem Schnittmuster. Lediglich die Konfektion bot bereits um 1900 fertig ausgefütterte Gehpelze für den Einzelhandel an. Erst etwa in den 1970er Jahren begannen die Kürschner in größerer Zahl selbst, Hüllen genannte, Stoffmäntel und -jacken für Pelzinnenfutter zu produzieren.

Rudolf Toursel: → Das Einfüttern

Bezirksgericht Lembach

Das Bezirksgericht Lembach war ein Bezirksgericht in der Gemeinde Lembach im Mühlkreis, Bezirk Rohrbach (Oberösterreich). Das für den Gerichtsbezirk Lembach zuständige Bezirksgericht bestand von 1850 bis 2002. Das Gebäude des ehemaligen Bezirksgerichtes steht unter Denkmalschutz.

Am 10. Mai 1850 wurden die bisherigen landesfürstlichen und Patrimonial-Gerichte durch einen Erlass des k.k. Oberlandesgerichtes Linz zur Übergabe der Justizgeschäfte an die neu bestellten landesfürstlichen Gerichten verpflichtet. Das neu geschaffene Bezirksgericht Lembach wurde mit der Aufnahme seiner Geschäfte per 14. Juni 1850 angewiesen

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, wobei es für den „Gerichtsbezirk Lembach“, d. h. den südwestlichen Teil des nun aufgelösten Landgerichtes Marsbach, zuständig wurde. Beim Bezirksgericht Lembach handelte es zur Zeit der Gründung um ein Bezirksgericht II. Klasse. Dies bedeutete, dass für Vergehen als Strafgericht das übergeordnete Bezirks-Kollegial-Gericht Rohrbach zuständig war. Als Appell- und Spruchgericht, Civil-, Kollegial- und Handelsgericht für Lembach diente wiederum das Landesgericht Linz

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. Das Bezirksgericht Lembach war bis zur Auflösung dem Landesgericht Linz unterstellt

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, wobei das Bezirksgericht per 31. Dezember 2003 seine Tätigkeit ebenso wie zwei weitere Bezirksgerichte des Bezirkes Rohrbach einstellen musste. Für den gesamten Bezirk ist seit dem 1. Jänner 2003 das Bezirksgericht Rohrbach zuständig.

Das Gerichtsgebäude wurde 1856 als dreigeschoßiges Haus mit Walmdach errichtet. Die Hauptfassade wurde mittels eines rustizierten Erdgeschosses und Kolossaleckpilasters im Obergeschoss gegliedert. An der Rückseite des Gebäudes befindet sich ein Treppenhausrisalit. Im Inneren des Gebäudes finden sich flachtonnengewölbte Gänge, ein tonnengewölbtes Treppenhaus mit Biedermeiergittern und Böden aus Granitplatten.

Das Gebäude wird heute als Wohngebäude und als Dienststelle der Polizeiinspektion Lembach genutzt.

Anspruch auf Strafverfolgung Dritter

Der Anspruch auf Strafverfolgung Dritter ist ein Begriff aus dem deutschen Strafprozessrecht. Er beschreibt einen individuellen einklagbaren Anspruch einer Person auf die Verfolgung einer Straftat eines Dritten durch den Staat. Ein Anspruch auf Strafverfolgung Dritter besteht in Deutschland grundsätzlich nicht. In besonderen Fällen gewährt die Rechtsprechung jedoch Ausnahmen.

Im deutschen Strafprozessrecht besteht grundsätzlich kein Anspruch des Verletzten einer Straftat auf die Verfolgung der Tat durch den Staat. Dies bedeutet, dass der Verletzte nicht das Recht hat, von den Strafverfolgungsbehörden die Ermittlung der Person des Täters, der Tatumstände und Tatfolgen, die Anklage durch die Staatsanwaltschaft und Verurteilung durch ein staatliches Gericht zu verlangen und dieses Recht gegebenenfalls vor Gericht einzuklagen. Dieser Grundsatz ergibt sich aus dem Strafmonopol des Staates: Straftaten sollen nicht von Bürgern aus eigenem Interesse (Selbstjustiz), sondern vom Staat im Interesse der Gesellschaft verfolgt werden.

Gleichwohl kennt das deutsche Strafprozessrecht die Institute des Ermittlungserzwingungsverfahrens und des Klageerzwingungsverfahrens. Danach kann der Verletzte einer Straftat unter bestimmten Voraussetzungen, nämlich wenn die Staatsanwaltschaft das Bestehen eines Anfangsverdachts beziehungsweise eines hinreichenden Tatverdachts zu Unrecht verneint, durch einen Antrag an das Gericht die Anordnung der Ermittlungen beziehungsweise die Erhebung der öffentlichen Klage erreichen.

Durch diese Verfahren kann der Verletzte erreichen, dass die Straftat vom Staat verfolgt wird. Gleichwohl dienen Ermittlungs- und Klageerzwingungsverfahren nicht dem Schutz der Rechte des Verletzten, sondern der effektiven Kontrolle der Strafverfolgungsbehörden durch das Gericht. Daraus folgert die Rechtswissenschaft, dass ein bloßes Reflexrecht des Verletzten und kein echtes Recht auf Strafverfolgung besteht.

Der oben dargestellte Grundsatz scheitert in Fällen, in denen die Tat von einem Vertreter des Staates, also von einem Amtsträger begangen wird: Hier kann der Eindruck entstehen, dass der Staat sein Strafverfolgungsmonopol nicht zum Wohle des gesellschaftlichen Friedens einsetzt, um den im Verhältnis zwischen zwei Bürgern gebrochenen Rechtsfrieden wieder herzustellen, weil er selbst „Partei“ ist.

Um auf diese Weise das zum Erhalt des Strafmonopols des Staates erforderliche Vertrauen der Gesellschaft in die effektive Strafverfolgung durch den Staat aufrechtzuerhalten, muss diese bei von Amtsträgern begangenen Straftaten durch ein echtes Recht auf Strafverfolgung einer besonderen gerichtlichen Kontrolle unterliegen. Das Bundesverfassungsgericht führt aus:

„Vor diesem Hintergrund besteht ein Anspruch auf eine effektive Strafverfolgung dort, wo der Einzelne nicht in der Lage ist, erhebliche Straftaten gegen seine höchstpersönlichen Rechtsgüter – Leben, körperliche Unversehrtheit, sexuelle Selbstbestimm­ung und Freiheit der Person – abzuwehren und ein Verzicht auf die effektive Verfolgung solcher Taten zu einer Erschütterung des Vertrauens in das Gewaltmonopol des Staates und einem allgemeinen Klima der Rechtsunsicher­heit und Gewalt führen kann. In solchen Fällen kann, gestützt auf Art. 2 Abs. 2 Satz 1 und 2 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 Satz 2 GG, ein Tätigwerden des Staates und seiner Organe verlangt werden“

Die Rechtsprechung postuliert drei Fallgruppen, in denen ein verfassungsrechtlicher Anspruch auf Strafverfolgung bestehen kann:

Die Anspruchsgrundlage findet sich daher in den Grundrechten auf Leben und körperliche Unversehrtheit und der Freiheit der Person, Art. 2 Abs. 2 GG in Verbindung mit der Grundrechtsbindung des Staates, Art. 1 Abs. 1 S. 2 GG.

Der Inhalt des Anspruch auf Strafverfolgung Dritter besteht in einer effektiven staatlichen Strafverfolgung dergestalt, dass Staatsanwaltschaft und Polizei von den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln und Befugnissen Gebrauch machen, um den Sachverhalt aufzuklären und Beweismittel zu sichern. Es muss jedoch nicht zwangsläufig Anklage erhoben werden. Das Bundesverfassungsgericht führt dazu aus:

„Die (verfassungs­rechtliche) Verpflichtung zur effektiven Strafverfolgung bezieht sich auf das Tätigwerden aller Strafverfolgungs­organe. Ihr Ziel muss es sein, eine wirksame Anwendung der zum Schutz des Lebens

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, der körperlichen Integrität, der sexuellen Selbstbestimm­ung und der Freiheit der Person erlassenen Strafvorschriften sicherzustellen. Es muss insoweit gewährleistet werden, dass Straftäter für von ihnen verschuldete Verletzungen dieser Rechtsgüter auch tatsächlich zur Verantwortung gezogen werden.

Dies bedeutet nicht, dass der in Rede stehenden Verpflichtung stets nur durch Erhebung einer Anklage genügt werden kann. Vielfach wird es ausreichend sein, wenn die Staatsanwalt­schaft als Herrin des Ermittlungs­verfahrens und – nach ihrer Weisung – die Polizei die ihnen zur Verfügung stehenden Mittel personeller und sächlicher Art sowie ihre Befugnisse auch tatsächlich nach Maßgabe eines angemessenen Ressourcen­einsatzes nutzen, um den Sachverhalt aufzuklären und Beweismittel zu sichern.

Die Erfüllung der Verpflichtung zur effektiven Strafverfolgung unterliegt der gerichtlichen Kontrolle (§§ 172 ff. StPO) und setzt eine detaillierte und vollständige Dokumentation des Ermittlungs­verlaufs ebenso voraus wie eine nachvollziehbare Begründung der Einstellungs­entscheidungen.“

Der Anspruch wird im Wege des Ermittlungs- oder Klageerzwingungsverfahrens durchgesetzt. In der Praxis wird der Anspruch relevant, wenn offensichtliche Ermittlungsmöglichkeiten nicht ausgeschöpft wurden. Dann kann der Verletzte der Tat ein gescheitertes Klageerzwingungsverfahren einer Nachkontrolle durch das Bundesverfassungsgericht unterziehen.

Der Anspruch auf Strafverfolgung Dritter geht zurück auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte aus dem Jahr 1999. Danach sind die Mitgliedsstaaten verpflichtet, wirksame amtliche Ermittlungen anzustellen, insbesondere wenn sich der Verdacht gegen Repräsentanten des Staates richtet.

In der Tennessee-Eisenberg-Entscheidung ging das Bundesverfassungsgericht zum ersten Mal von einem Anspruch auf Strafverfolgung Dritter aus. Im konkreten Fall, der sich auf die fahrlässige Tötung eines Schülers durch einen Polizeibeamten bezog, war die Staatsanwaltschaft diesem Anspruch durch Einleitung des Ermittlungsverfahrens und die Aufklärung des Sachverhalts nach Ansicht des Gerichts gerecht geworden. Die Staatsanwaltschaft hatte das Verfahren wegen Fehlen eines hinreichenden Tatverdachts eingestellt. Der Klageerzwingungsverfahren war zu Recht abgelehnt worden. Das Bundesverfassungsgericht gewährte hier zum ersten Mal das Recht zur Verfassungsbeschwerde gegen die Entscheidung des Oberlandesgerichts; mangels Rechtsverletzung wurde sie jedoch zurückgewiesen.

In drei weiteren Kammerentscheidungen („Gorch Fock“ oder „Jenny Böken“, „Lokalderby“ und „Luftangriff bei Kundus“) befasste sich das Bundesverfassungsgericht mit dem Anspruch auf Strafverfolgung Dritter in der Konstellation der Tat durch einen der Amtsträger. In jedem Fall wurde die Verfassungsbeschwerde jedoch zurückgewiesen, weil die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren durchgeführt und den Sachverhalt ausreichend aufgeklärt habe.

Die Rechtswissenschaft begleitete die Entwicklung des Anspruchs durch die Rechtsprechung, indem sie effektivere Rechte für die Verletzten einer Straftat bei gleichzeitiger Stärkung des Vertrauens in die staatliche Strafverfolgung forderte.

Europäische Arbeiter-Partei

Die Europäische Arbeiter-Partei (Kurzbezeichnung: EAP) war eine kleine politische Partei im Umkreis der sogenannten LaRouche-Bewegung von Lyndon LaRouche und Helga Zepp-LaRouche, die zwischen 1974 und 1986 in Deutschland auftrat. Sie gilt als Vorläufer der Bürgerrechtsbewegung Solidarität. In Schweden besteht eine Partei namens Europeiska arbetarpartiet, die ebenfalls zur LaRouche-Bewegung zählt.

Bekannt wurde die 1974 gegründete und zunächst – nach Einschätzung des Verfassungsschutzes NRW – eher trotzkistisch ausgerichtete Partei vor allem durch kurze Beiträge im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Fernsehen, die Parteien im Vorfeld von Wahlen gewährt werden. Dabei sprach sich die EAP ausdrücklich für die Kernenergie aus, was damals nicht wenige Zuschauer überraschte. Weiterhin sprach sie sich gegen „Weiche Drogen“ aus.

Bundesvorsitzende war die 1948 in Trier (Deutschland) geborene Helga Zepp-LaRouche. Aus den von der EAP verbreiteten Druckschriften lässt sich schließen, dass sich die Steuerzentrale der Organisation in den USA befand. Seit 1977 ist Helga Zepp-LaRouche mit dem 24 Jahre älteren Lyndon Hermyle LaRouche verheiratet, der in den USA bei Präsidentschaftswahlen kandidierte

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In der Zeit von etwa 1976/77 bis Ende der 1980er Jahre galt die Partei bei vielen Kritikern, nicht dagegen in der öffentlichen rechten Szene, als rechtsextrem. Die EAP selbst verdächtigte umgekehrt die Partei Die Grünen als Teil einer weltweiten Verschwörung, an deren Spitze u. a. der WWF, der englische Hochadel und Prinz Bernhard der Niederlande sowie Freimaurerlogen und andere „überstaatliche Mächte“ mitwirkten.

Die bekannteste der von der EAP regelmäßig herausgebrachten Zeitschriften ist die ,Executive Intelligence Review‘. Hier werden mit dem äußeren Anschein eines Nachrichten- und Dokumentenmagazins zahlreiche Verschwörungstheorien verbreitet, die auch von anderen Gruppierungen bekannt sind. 1982 gründete Helga Zepp-LaRouche einen „Club of Life“, um gegen den Club of Rome zu Felde zu ziehen

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Es gab seitens der EAP in Deutschland Kontakte zu einigen rechten und linken Gruppierungen, die ebenfalls vom Verfassungsschutz beobachtet wurden. Aus anderen europäischen Ländern liegen – trotz des Anspruchs, der sich aus dem Namen ergibt – keine Berichte vor. Zu der European Labour Party mit Sitz in London, die mit 16 Mitgliedern im Europäischen Parlament vertreten ist, gibt es offenbar außer der zufälligen Namensübereinstimmung keine Verbindungen.

Über die Geldquellen der Organisation ist nichts bekannt. Die Mitgliederzahl ist zu gering, um eine Finanzierung aus Beiträgen zu erklären. Staatliche Zuschüsse (Parteienfinanzierung) wurden aufgrund der niedrigen Wahlergebnisse nicht gezahlt

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Die EAP verfügte über etwa 2000 Mitglieder. Seit 1986 trat die Partei nicht mehr bei Wahlen an. Aufgrund der Zielsetzung und Personalbewegungen kann die Partei Patrioten für Deutschland, später auch die Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo) als Nachfolger der EAP gelten. Helga Zepp-LaRouche ist seit 1992 Bundesvorsitzende der BüSo.

Die Europäische Arbeiter-Partei konnte bei Wahlen folgende Ergebnisse erzielen:

*) Antritt nur in 8 von 10 Bundesländern

Le Vernoy

Le Vernoy ist eine Gemeinde im französischen Département Doubs in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Le Vernoy liegt auf 395 m, etwa elf Kilometer westnordwestlich der Stadt Montbéliard (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im äußersten Norden des Departements auf einem Plateau im Quellgebiet des Rupt, in der gewellten Landschaft zwischen den Flusstälern von Doubs im Süden und Ognon im Nordwesten, am Nordfuß des Höhenzuges Bois d’Arcey.

Die Fläche des 3,30 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt der gewellten Landschaft nördlich des Doubstals. Der Hauptteil des Gebietes wird vom Plateau von Le Vernoy eingenommen, das durchschnittlich auf 390 m liegt. Es stellt das Quellgebiet des Rupt dar, der für die Entwässerung nach Südosten durch eine Talenge zum Plateau von Arcey sorgt. Das Plateau ist teils von Acker- und Wiesland, im nördlichen Abschnitt von Wald (Bois de l’Abbaye) bestanden. Flankiert wird die Hochfläche im Süden von den Ausläufern des Bois d’Arcey (480 m), im Osten von der Höhe des Grand Bois, auf dem mit 500 m die höchste Erhebung von Le Vernoy erreicht wird. Mit einem schmalen Zipfel erstreckt sich das Gemeindeareal nach Nordwesten in das Becken von Chavanne.

Nachbargemeinden von Le Vernoy sind Champey im Norden, Trémoins im Osten, Aibre und Désandans im Süden sowie Chavanne und Saulnot im Westen.

Das Priorat Vaux-les-Vernois wurde 1552 von den Grafen von Montbéliard besetzt. Seit dem Mittelalter gehörte Le Vernoy zur Grafschaft Montbéliard. Mit der Besetzung der Grafschaft Württemberg-Mömpelgard (Montbéliard) gelangte das Dorf 1793 endgültig in französische Hand. Heute ist Le Vernoy Teil des Gemeindeverbandes Communauté de communes de la Vallée du Rupt.

Das älteste erhaltene Gebäude im Dorf ist das Haus der Familie Duvernoy, das im 17. Jahrhundert errichtet wurde.

Mit 173 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) gehört Le Vernoy zu den kleinsten Gemeinden des Département Doubs. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stets im Bereich zwischen 60 und 90 Personen gelegen hatte, wurde zwischen 1975 und 1982 ein markantes Bevölkerungswachstum verzeichnet. Seither wurde jedoch wieder ein Rückgang um fast 15 % beobachtet.

Le Vernoy war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Ackerbau, Obstbau und Viehzucht) und die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute leben die Bewohner zur Hauptsache von der Tätigkeit im ersten Sektor. Außerhalb des primären Sektors gibt es nur wenige Arbeitsplätze im Dorf. Einige Erwerbstätige sind auch Wegpendler, die in den umliegenden größeren Ortschaften ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen an einer Departementsstraße, die von Aibre nach Saulnot führt. Der nächste Anschluss an die Autobahn A36 befindet sich in einer Entfernung von ungefähr 16 km.

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