Barrett Firearms Manufacturing, Inc

Barrett Firearms Manufacturing, Inc. ist ein US-amerikanischer Waffenhersteller, der für seine großkalibrigen Waffen im Kaliber .50 BMG bekannt ist. Die 1982 von Ronnie Barrett gegründete Firma hat ihren Hauptsitz in Murfreesboro (Tennessee).
Das erste und bekannteste Gewehr aus dem Hause Barrett war das M82A1 „Barrett Light Fifty“, das in verschiedenen Armeen, u.a. in der Bundeswehr (G82) und der US-Army (M107), Verwendung findet. Es ist ein schweres halb-automatisches Präzisionsgewehr, das selbst auf Entfernungen über 1.000 m leicht gepanzerte Ziele (zum Beispiel Fahr- und Flugzeuge, Radarantennen) effektiv bekämpfen kann. Durch das große Kaliber eröffneten diese Waffen neue Einsatzbereiche, die vorher nicht oder nur selten in Betracht kamen.
Ein weiteres Produkt ist das Barrett REC7. Hierbei handelt es sich um ein Umbausatz für das M4 im neuen Kaliber 6,8 mm Remington SPC. Ziel dieser Weiterentwicklung ist die Leistungssteigerung hinsichtlich der Reichweite, Durchschlagskraft und Mannstoppwirkung im Vergleich zum üblichen Kaliber 5,56 x 45 mm NATO. Zusätzlich wird durch ein indirektes Gasabnahmesystem die Zuverlässigkeit des als Gasdrucklader konzipierten Sturmgewehres gegenüber dem M16 beziehungsweise M4 erhöht, welche eine direkte Gasabnahme benutzen.
Das Kaliber .416 10,6 x 83 mm Barrett ist eine von diesem Hersteller entwickelte Zentralfeuerpatrone, welche für Weitschüsse aus Präzisionsgewehren konzipiert ist.
Die Patrone ist eine Alternative zum Kaliber .50 BMG, welches in Ländern wie Italien, Polen oder den Niederlanden für Zivilisten verboten ist. In Deutschland findet das Kaliber Verwendung für Long-Range-Sportschützen; auch Jäger dürften es rein rechtlich benutzen.

Imre Földi

Imre Földi [ˈimrɛ ˈføldi] (* 8. Mai 1938 in Kecskemét) ist ein ehemaliger ungarischer Gewichtheber.

Als Imre Földi in Kecskemét aufwuchs, wollte er zunächst Fußballtorwart werden. Sein großes Vorbild war Gyula Grosics, der Torhüter der Goldenen Elf. Wegen seiner geringen Größe wechselte Földi zum Ringen, Turnen und Gewichtheben, um sich dann mit 14 Jahren ganz auf das Gewichtheben zu konzentrieren. Földi zog nach Tatabánya um und erlernte den Beruf eines Schlossers.
Im Gewichtheben wurde Földi 1959 erstmals bei einem internationalen Wettkampf eingesetzt. 1960 startete er erstmals bei Olympischen Spielen.
Seine Laufbahn währte dann bis 1976, während der er insgesamt fünfmal bei Olympischen Spielen am Start war. Földi wurde im vierten Anlauf 1972 Olympiasieger und mehrmals Welt- und Europameister. Sein Vize-Weltmeistertitel von den Weltmeisterschaften 1970 wurde ihm allerdings wegen Dopings aberkannt. Er hatte bei einer Körpergröße von 1,49 m ein Normalgewicht von ca. 62 kg. Um wegen der besseren Erfolgsaussichten im Bantamgewicht (bis 56 kg Körpergewicht) starten zu können, musste er vor jedem Wettkampf ca. 6 kg abtrainieren. Bis zu seinem 38. Lebensjahr blieb er aktiv und startete bei 21 großen internationalen Meisterschaften (OS, WM, EM). Kein anderer Gewichtheber erreichte so viele Teilnahmen. Nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn wurde er Trainer.
(OS = Olympische Spiele, WM = Weltmeisterschaften, EM = Europameisterschaften, Ba = Bantamgewicht, Fe = Federgewicht, Wettkämpfe bis 1972 im olympischen Dreikampf, bestehend aus Drücken, Reißen und Stoßen, Wettkämpfe ab 1973 im Zweikampf, bestehend aus Reißen und Stoßen)
Ab 1964 wurden auch bei Olympischen Spielen WM-Titel und ab 1969 auch Einzelmedaillen bei Weltmeisterschaften vergeben. Dabei gewann Imre Földi noch zusätzlich 5 WM-Goldmedaillen, 5 WM-Silbermedaillen und 2 WM-Bronzemedaillen.
Imre Földi wurde insgesamt 13-mal ungarischer Meister im Bantam- bzw. Federgewicht.
im beidarmigen Drücken:
im olympischen Dreikampf:
1948–1968: –56 kg, 1972–1992: 52–56 kg, 1996: 54–59 kg, 2000–2012: –56 kg 1948: Joseph Di Pietro | 1952: Iwan Udodow | 1956: Charles Vinci | 1960: Charles Vinci | 1964: Alexei Wachonin | 1968: Mohammad Nassiri | 1972: Imre Földi | 1976: Norair Nurikjan | 1980: Daniel Núñez | 1984: Wu Shude | 1988: Oksen Mirsojan | 1992: Chun Byung-kwan | 1996: Tang Lingsheng | 2000: Halil Mutlu | 2004: Halil Mutlu | 2008: Long Qingquan | 2012: Om Yun-chol

Saint-Brandan

Saint-Brandan (bretonisch: Sant-Vedan; Gallo: Saent-Medan) ist eine französische Gemeinde mit 2.386 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2013) im Département Côtes-d’Armor in der Region Bretagne; sie gehört zum Arrondissement Saint-Brieuc und ist Teil des Kantons Quintin. Die Einwohner werden Brandanais(es) genannt.
Umgeben wird Saint-Brandan von den Nachbargemeinden Le Fœil im Norden und Nordwesten, Plaine-Haute im Norden, Plaintel im Osten, L’Hermitage-Lorge im Süden, Lanfains im Westen und Südwesten sowie Quintin im Westen und Nordwesten.
Durch die Gemeinde führt die frühere Route nationale 790 und die Bahnstrecke Saint-Brieuc–Pontivy.
Allineuc | Andel | Binic | Boqueho | Bréhand | Châtelaudren | Coëtlogon | Coëtmieux | Cohiniac | Corlay | Erquy | Étables-sur-Mer | Gausson | Gommenec’h | Grâce-Uzel | Hémonstoir | Hénon | Hillion | Île-de-Bréhat | Kerfot | La Chèze | La Ferrière | La Harmoye | La Malhoure | La Méaugon | La Motte | La Prénessaye | Lamballe | Landéhen | Lanfains | Langast | Langueux | Lanleff | Lanloup | Lannebert | Lantic | Lanvollon | Le Bodéo | Le Cambout | Le Faouët | Le Fœil | Le Haut-Corlay | Le Leslay | Le Merzer | Le Quillio | Le Vieux-Bourg | L’Hermitage-Lorge | Loudéac | Merléac | Meslin | Moncontour | Morieux | Noyal | Paimpol | Penguily | Plaine-Haute | Plaintel | Planguenoual | Plédran | Pléguien | Pléhédel | Plélo | Plémet | Plémy | Pléneuf-Val-André | Plérin | Plerneuf | Plessala | Plœuc-sur-Lié | Ploubazlanec | Plouézec | Ploufragan | Plouguenast | Plouha | Plourhan | Plourivo | Plouvara | Pludual | Plumieux | Plurien | Plussulien | Pommeret | Pommerit-le-Vicomte | Pordic | Quessoy | Quintenic | Quintin | Saint-Alban | Saint-Barnabé | Saint-Bihy | Saint-Brandan | Saint-Brieuc | Saint-Caradec | Saint-Carreuc | Saint-Donan | Saint-Étienne-du-Gué-de-l’Isle | Saint-Gildas | Saint-Glen | Saint-Hervé | Saint-Julien | Saint-Martin-des-Prés | Saint-Maudan | Saint-Mayeux | Saint-Quay-Portrieux | Saint-Rieul | Saint-Thélo | Saint-Trimoël | Trébry | Trédaniel | Trégomeur | Trégueux | Tréguidel | Tréméloir | Tréméven | Trémuson | Tressignaux | Trévé | Tréveneuc | Trévérec | Uzel | Yffiniac | Yvias

Allar Raja

Allar Raja (* 22. Juni 1983 in Sindi, Estnische SSR, Sowjetunion) ist ein estnischer Ruderer.
Seinen ersten internationalen Einsatz hatte Raja bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2000 in Zagreb, wo er mit dem estnischen Doppelvierer den 19. Platz belegte. Seinen ersten estnischen Meistertitel gewann er 2004 im Einer. In diesem Jahr belegte er bei den U23-Weltmeisterschaften in Posen den achten Platz in dieser Bootsklasse. 2005 startete Raja im Doppelzweier mit Silver Sonntak. Bei den Ruder-Weltmeisterschaften 2005 in Kaizu erreichte das Duo den 14. Platz. Im folgenden Jahr wechselte Raja in den Doppelvier. Zusammen mit Igor Kuzmin, Tõnu Endrekson und Andrei Jämsä gewann er bei den Ruder-Weltmeisterschaften 2006 in Eton die Bronzemedaille. Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking belegte der estnische Doppelvierer in der Besetzung Kaspar Taimsoo, Vladimir Latin, Igor Kuzmin, Allar Raja den neunten Platz. Zusammen mit Jüri Jaanson, Tõnu Endrekson und Andrei Jämsä sicherte sich Raja bei den Ruder-Europameisterschaften 2008 in Athen souverän die Goldmedaille.
Seit der Saison 2009 startete Raja mit Kaspar Taimsoo im Doppelzweier. Beim Weltcup in München erreichten sie das A-Finale, wo sie Fünfte wurden. In Luzern konnte sich das Duo weiter steigern und belegte den dritten Rang. Diesen Platz konnten sie auch bei den Ruder-Weltmeisterschaften 2009 in Posen erkämpfen. Bei den Ruder-Europameisterschaften 2009 gelang ihnen sogar ein Start-Ziel-Sieg. Im Jahr darauf erhielten Raja und Taimsoo die Silbermedaille bei den Europameisterschaften, bei den Weltmeisterschaften 2010 belegten die beiden den achten Platz. 2011 erreichten die beiden den siebten Platz bei den Weltmeisterschaften. Bei den Europameisterschaften 2011 traten Jämsä, Raja, Endrekson und Taimsoo im Doppelvierer an und gewannen hinter dem russischen Boot die Silbermedaille im Doppelvierer. 2012 belegte das Boot in der gleichen Besetzung den vierten Platz bei den Olympischen Spielen in Eton. Kurz darauf gewann die estnische Crew den Europameistertitel. 2013 belegten Raja und Taimsoo den siebten Platz im Doppelzweier bei den Europameisterschaften. Bei den Weltmeisterschaften 2013 belegten sie zusammen mit Kaur Kuslap und Sten-Erik Anderson den fünften Platz im Doppelvierer. In der gleichen Besetzung belegten die vier Esten den sechsten Platz bei den Europameisterschaften 2014 und den fünften Platz bei den Weltmeisterschaften 2014. 2015 kehrten Jämsä und Endrekson in den estnischen Doppelvierer zurück. Bei den Weltmeisterschaften gewannen Jämsä, Raja, Endrekson und Taimsoo die Bronzemedaille hinter den Deutschen und den Australiern.

Ehringhauser Heide

51.1946944444447.5537222222222360Koordinaten: 51° 11′ 41″ N, 7° 33′ 13″ O
Lage von Ehringhauser Heide in Halver
Ehringhauser Heide war eine Hofschaft in der Stadt Halver im Märkischen Kreis im Regierungsbezirk Arnsberg in Nordrhein-Westfalen (Deutschland). Der Wohnplatz fiel um 1900 wüst.
Ehringhauser Heide lag auf einer Höhe von 360 m ü. NHN im östlichen Halver im Quellbereich des Vömmelbachs. Nachbarorte waren Pottheinrich, Ehringhausen, Vömmelbach Grünewald, Oberbrügge und Berge.
Ehringhauser Heide wurde erstmals 1645 urkundlich erwähnt, die Entstehungszeit der Siedlung wird aber für den Zeitraum zwischen 1050 und 1200 infolge der Rodungsphase nach der hochmittelalterlichen Territorialbildung vermutet. Der Hof war ein Abspliss des Lehnsgut Volme.
1818 lebten vier Einwohner im Ort. 1838 gehörte Ehringhauser Heide der Ehringhauser Bauerschaft innerhalb der Bürgermeisterei Halver an. Der laut der Ortschafts- und Entfernungs-Tabelle des Regierungs-Bezirks Arnsberg als Hof kategorisierte Ort besaß zu dieser Zeit zwei Wohnhäuser und zwei landwirtschaftliche Gebäude. Zu dieser Zeit lebten 13 Einwohner im Ort, allesamt evangelischen Glaubens.
Das Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen von 1887 gibt eine Zahl von zwei Einwohnern an, die in einem Wohnhaus lebten.
Ahe | Altemühle | Anschlag | Auf dem Heede | Auf dem Wiebusch | Auf den Eicken | Auf den Kuhlen | Auf der Bever | Auf der Brake | Auf der Mark | Bärendahl | Beisen | Beiserohl | Becke | Berge | Bergfeld | Berken | Birkenbaum | Bochen | Bocherplatz | Bommert | Borkshof | Brenscheid | Brocksiepen | Bruch | Brüninghausen | Büchen | Büchenbaum | Büchermühle | Burbach | Burg | Buschhauser Hammer | Carthausen | Collenberg | Clev | Dahlhausen | Dicksiepen | Diekerhof | Dienstühlen | Dommelnheide | Dornbach | Dörnen | Edelkirchen | Ehberg | Ehringhausen | Eichhofermühle | Eichholz | Eickerhöhe | Eickerschmitte | Engstfeld | Eschen | Eversberge | Felsenberg | Gehärte | Gesenberg | Giersiepen | Glörfeld | Grafweg | Grund | Grünenbaum | Grünewald | Hagebüchen | Hagebücherhöh | Hagedorn | Hakenberg | Halloh | Halverscheid | Handweiser | Hartmecke | Haus Heide | Heerenfelde | Heesfeld | Heesfelder Hammer | Heesfelder Mühle | Hefendehl | Heinken-Hedfeld | Herweger Schleifkotten | Hesseln | Hinterhedfeld | Hohenplanken | Hohl | Holte | Howarde | Hulvershorn | Husen | Im Heede | Im Sumpf | Im Wiebusch | In den Eicken | In den Kuhlen | In der Hälver | Kamscheid | Kirchlöh | Kotten | Krause Buche | Kreimendahl | Kreisch | Kreuzweg | Kückelhausen | Landwehr | Lausberge | Lingen | Lingensiepen | Löhbach | Löhrmühle | Lömmelscheid | Magdheide | Mark | Mesenhohl | Mittelcarthausen | Mittelherweg | Niederbolsenbach | Niederbommert | Niederbuschhausen | Niederennepe | Niederhedfeld | Niederherweg | Niederhövel | Niederhürxtal | Niederlangenscheid | Niedervahlefeld | Neuenhaus | Neuenherweg | Neuenvahlefeld | Nonnenennepe | Nordeler Schleifkotten | Nordeln | Oberbolsenbach | Oberbommert | Oberbrügge | Oberbuschhausen | Obercarthausen | Oberherweg | Oberhövel | Oberhürxtal | Oberlangenscheid | Obervahlefeld | Oeckinghausen | Oege | Oesterberg | Ohl | Osenberg/Osenbergermühle | Ostendorf | Othmaringhausen | Pottheinrich | Rothenbruch | Schanzmannsmühle | Schlachtenrade | Schlade | Schlechtenbach | Schlemme | Schmalenbach | Schmidthausen | Schmidtsiepen | Schneehohl | Schöneberge | Schröders Herweg | Schüreichhofen | Schulten Hedfeld | Schwarzenbach | Schwenke | Siepen | Solberg | Sondern | Steinbach | Stenkenberg | Sticht | Stichterweide | Stieneichhofen | Stöcken | Streitstück | Sundern | Vahlefelderheide | Vömmelbach | Volme | Vormbaum | Vorst | Voswinkel | Walde | Wegerhof | Weißenpferd | Wiebusch-Hedfeld | Wiene | Wilhelmshöh | Winkhof | Wöste Abgegangene Ortschaften und Wohnplätze Auf dem Pütte | Bocklenberg | Brake | Dahlhauser Schleifkotten | Ehringhauser Heide | Ennepe | Niederhersbach | Karbecke | Kerspe | Kersper Brücke | Klotzhütte | Niederplanken | Oberennepe | Oberhersbach | Springmannshof | Sträters Häuschen | Wegerbuch

Follo

Follo (im Ligurischen: Folo) ist eine Gemeinde mit 6469 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der italienischen Region Ligurien. Politisch gehört sie zu der Provinz La Spezia.

Der Ort liegt ca. 8 km nördlich der Provinzhauptstadt La Spezia, ca. 77 km südöstlich der Regionalhauptstadt Genua und ca. 330 km nordwestlich der italienischen Hauptstadt Rom in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 1 433 GG. Follo liegt auf einem wichtigen Verbindungsweg zwischen dem oberen und mittleren Val di Vara, dem Golf von La Spezia und der Sarzanaebene. Durch seine strategisch wichtige Lage ist die Gemeinde ein Durchgangsort für Reisende nach La Spezia, Sarzana und Brugnato im oberen Val di Vara. Der Fluss Durasca bildet im Süden die Gemeindegrenze zu Vezzano Ligure, zudem liegt der Ort am Fluss Vara. Weitere Nachbargemeinden sind Beverino, Bolano, Calice al Cornoviglio, Podenzana (MS) und Riccò del Golfo di Spezia.
Follo gehört zu der Comunità Montana della Media e Bassa Val di Vara und bildet mit seinem Territorium einen Teil des Naturparks Montemarcello-Magra.
Zu Follo gehören die Ortsteile (Frazioni) Bastremoli, Carnea, Follo Castello (auch Follo Alto genannt), Follomonte, Piana Battolla, Piano di Follo, Sorbolo, Tivegna, Torenco, Valdurasca und Via Romana.
Follo entstand im Mittelalter und wurde 1197 erstmals schriftlich erwähnt. Der Name entstammt den Wörtern fullo bzw. follare (Walken) 1224 übernahm die Republik Genua die Herrschaft im Ort und baute die bereits vorhandenen Stadtmauern erheblich aus, von denen heute nur noch Teile zu sehen sind. Im 14. Jahrhundert übernahm Castruccio Castracani die Macht im Ort, danach herrschten die Visconti, die Sforza und die Malaspina. Die Statuten (Capitula et seu Statuta civilia et criminalia loci et Communis Folli) entstammen dem Jahr 1578. 1797 kam der Ort wieder zu Genua und gehörte dem Bezirk Giurisdizione del Golfo di Venere an. Seit 1923 gehört der Ort zu der Provinz La Spezia.
Ameglia | Arcola | Beverino | Bolano | Bonassola | Borghetto di Vara | Brugnato | Calice al Cornoviglio | Carro | Carrodano | Castelnuovo Magra | Deiva Marina | Follo | Framura | La Spezia | Lerici | Levanto | Maissana | Monterosso al Mare | Ortonovo | Pignone | Porto Venere | Riccò del Golfo di Spezia | Riomaggiore | Rocchetta di Vara | Santo Stefano di Magra | Sarzana | Sesta Godano | Varese Ligure | Vernazza | Vezzano Ligure | Zignago

Arnulf Priem

Arnulf Winfried Horst Priem (* 1948) ist ein deutscher Rechtsextremist, der eine Reihe von Organisationen gründete. Er galt lange Jahre als Bindeglied zur Rocker- und zur rechten neuheidnischen Szene.
Arnulf Priem wuchs in der DDR auf und wurde dort Diplom-Betriebswirt. Er wurde 1967 in Ost-Berlin zu zweieinhalb Jahren Haft wegen „Unzucht“ und „staatsfeindlicher Propaganda“ verurteilt. 1968 kaufte ihn die Bundesrepublik frei. Er ließ sich in Freiburg im Breisgau nieder, wo er sich 1971 der Deutschen Volksunion anschloss. 1976 kandidierte er als Listenkandidat für die NPD. Seine erste eigene Organisation gründete er 1973, die Kampfgruppe Priem. Diese Wehrsportgruppe, die Neonazis an der Waffe ausbildete, bestand bis 1984.
Priem, der ein Image als Rocker pflegt, zog 1977 nach West-Berlin und schloss sich der NSDAP-Aufbauorganisation als „Aktionsführer“ an. Nach Waffen- und NS-Propagandafunden bei einer Hausdurchsuchung wurde er zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Weitere Verurteilungen auf Bewährung folgten 1980 und 1982. 1980 war er Mitbegründer des Asgard-Bundes. 1984/85 war er wegen des Hissens einer Flagge auf der Berliner Siegessäule inhaftiert. 1987 gründete er die Jugendabteilung Wotans Volk. Diese war eng mit der Gesinnungsgemeinschaft der Neuen Front verbunden. Jährlich erschien der Nordisch-Germanische Jahrweiser, ein Kalender mit Hinweisen auf „Ariertage“, heidnisches Brauchtum und Verherrlichung des Nationalsozialismus. Zu Michael Kühnen hatte er seit den 1970ern Kontakt. Nachdem ihm sein Auto von Linken gesprengt wurde, schenkte der Millionär Christian Worch ihm ein Auto. 1989 kandidierte er bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 1989 für die Freiheitspartei, einem Zusammenschluss verschiedener rechtsextremer Politiker.
Während des Falls der Berliner Mauer und der Deutschen Wiedervereinigung betätigte sich Priem als Unterstützer Kühnens. Als Neonaziführer etablierte er sich zunächst in der Nationalen Alternative und wurde 1992 Landesvorsitzender der Deutschen Alternative. Er war außerdem Mitglied im Rockerclub Vandalen – Ariogermanische Kampfgemeinschaft. Nach dem Tod von Kühnen übernahm er eine Führungsposition in der Gesinnungsgemeinschaft der Neuen Front, wurde jedoch 1994 verhaftet und 1995 zu dreieinhalb Jahren Haft wegen diversen Waffenfunden, Verunglimpfung des Staates und „Bildung eines bewaffneten Haufens“ verurteilt. Er galt während des Prozesses fälschlicherweise als Verräter und verlor so zeitweise seine Reputation in der rechten Szene. Nach Verbüßung seiner Haftstrafe konzentrierte er sich eigenen Angaben nach auf seine Hühnerzucht. Es gab Berichte, dass er wie früher auf Flohmärkten mit Nazi-Devotionalien handele. Am 1. Oktober 2011 war er Redner auf einer von der Neonazi-Kameradschaft Hamm organisierten Demonstration. 2012 wurde Priems Wohnung in Berlin-Moabit durchsucht. Dabei beschlagnahmte die Polizei zwei scharfe Maschinenpistolen, einen Revolver, zwei Luftdruck-Pistolen und eine Softairwaffe.
Arnulf Priem galt bis zu seiner Verurteilung 1995 als einer der wichtigsten Neonaziführer und als eine der „‚schillerndsten‘ Randfiguren im deutschen Rechtsextremismus“. Als Kühnen-Getreuer, NSDAP-AO-Mitglied und durch die Gründung zahlreicher neuheidnischer Splittergruppen gilt er als einer der Wegbereiter einer Rechten Esoterik und der Verschmelzung mit der Rocker-Szene. Der Neonazi Kay Diesner unterhielt Verbindungen zu Priem. Auch Aussteiger Ingo Hasselbach hatte Kontakt zu ihm.

Zen Nihon Kendō Renmei

Der Zen Nihon Kendō Renmei (jap. 全日本剣道連盟, „Alljapanischer Kendōverband“), kurz: ZNKR; englisch All Japan Kendo Federation, (kurz: AJKF) ist der älteste und größte Sportverband für Kendō nach eigenen Angaben mit 477.000 aktiven Sportlern in seiner Zuständigkeit, zuzüglich auch der zurzeit inaktiven Inhaber von Dangraden – insgesamt 1,48 Millionen sind in Japan registriert – ergibt sich eine Summe von 1,66 Millionen. Seine gleichnamige Vorgängerorganisation wurde 1928 gegründet, 1945 aber nach den amerikanischen Besatzungsstatuten aufgelöst. Eine Neugründung erfolgte im Oktober 1952 nach dem Ende des Verbots der Kampfkünste. Neben der Korea Kumdo Association ist der Kendōverband der einzige Verband, der sich auch mit Kendō als Profisport befasst. Trotz des weltweiten Anspruchs der International Kendo Federation ist der ZNKR gewissermaßen deren Mutterverband. Neben Kendō vertritt der Nationalverband auch die Belange des Jōdō und ein eigenes Iaidō-System, das Seitei Iai. Der gegenwärtige Präsident ist Yoshimitsu Takeyasu, Vizepräsident ist Seiichi Kagaya.

Mearnsiana bullosa

Mearnsiana bullosa, links Männchen, rechts Weibchen
Mearnsiana bullosa ist eine Art aus der Ordnung der Gespenstschrecken (Phasmatodea) und der einzige Vertreter der Gattung Mearnsiana. Gelegentlich wird sie auch als Bunte Dornschrecke bezeichnet.

Die in beiden Geschlechtern flügel- und stachellose Art ist die farbigste der bisher bekannten Vertreter der Familie Heteropterygidae. Die Körperoberfläche ist glänzend. Die 4,5 bis 5,1 cm langen Männchen haben eine olivgrüne Grundfärbung. Die Gelenkhäute und teilweise auch die Ränder der einzelnen Segmente sind leuchtend gelb gefärbt. Meso- und Metathorax sind ober- wie unterseits orangebraun gefärbt und haben zwei Paar etwas dunklere Buckel auf der Oberseite. Auffällig ist die Färbung der Abdomenoberseite. Über dessen gesamte Länge verläuft ein breiter gelber Längsstreifen der von zwei grünen und zum Rand hin von zwei roten Streifen flankiert wird. Mit über 5 cm sind die Fühler gut körperlang. Die Weibchen werden mit 8 bis 9,8 cm deutlich länger als die Männchen. Ihre Fühler bleiben mit etwa 5 cm Länge kürzer als der Körper. Dieser ist oberseits kräftig grün oder etwas schlichter grünbraun gefärbt. Beine, Fühler und Legestachel sind stets hellbraun. Die Farbe der Unterseite variiert von Orangebraun bis leicht Lila. Während der Eiproduktion kann der Hinterleib stark anschwellen. Das Abdomen endet in einem langen, geraden Legestachel, welcher den eigentlichen Ovipositor umgibt.
Mearnsiana bullosa ist bislang lediglich aus der philippinischen Provinz Cotabato von der Insel Mindanao nachgewiesen, wo sie besonders häufig im Gebiet um den Vulkan Apo gefunden wurde.
Die Art ist zwar wie die anderen Vertreter der Familie nachtaktiv, jedoch verbergen sich adulte Tiere tagsüber nicht in Verstecken, sondern hängen frei in der Nahrungspflanze. Bei Berührung lassen sie sich zu Boden fallen, um dann meist sofort loszulaufen. Zum natürlichen Nahrungsspektrum gehören Pflanzen aus der zu den Myrtengewächsen zählenden Gattung Leptospermum und Kasuarinen auf denen die Tiere gefunden wurden. Die bauchig geformten Eier werden etwa im Abstand von 2 bis 3 Wochen als Gelege von 20 bis 30 Stück in den Boden abgelegt. Sie sind grau gefärbt, 5,1 mm lang, etwa 3,7 mm breit und haben einen schwarzen Deckel (Operculum). Die Mikropylarplatte hat vier Schenkel und ihre Form ähnelt einem horizontal abgeplatteten „X“ (Siehe auch Bau des Phasmideneis). Die beiden oberen Schenkel können auch zu einem einzigen, breiteren Schenkel zusammenfließen. Nach etwa 3 bis 5 Monaten schlüpfen die Nymphen. Ihr Körper und die Beine sind sehr flach und bis auf einen hellen Fleck zwischen Pro- und Mesonotum fast schwarz. Zunächst laufen sie sehr lebhaft mit nach vorne gerolltem Abdomen herum. Dabei werden die weißen Hinterleibsränder der Unterseite gezeigt. Erst mit Beginn der Nahrungsaufnahme ändert sich dieses Verhalten und die nun allmählich heller werdenden Nymphen schmiegen sich flach an Zweige oder Äste der Nahrungspflanzen, wodurch sie kaum noch zu entdecken sind. Ältere Stadien entwickeln ein hellbraunes und schwachgrünes Tarnmuster, das durch eine Art weiße Flechtenzeichnung ergänzt wird. Bis zur letzten Häutung behalten sie die flache Gestalt und haben eine matte und relativ blasige Körperoberfläche. Männchen sind nach etwa 5 bis 6 Monaten adult. Weibchen brauchen etwa einen Monat länger.
Im Jahr 1939 beschrieben James Abram Garfield Rehn und John W. H. Rehn die Art anhand einer männlichen Nymphe als Mearnsiana bullosa. Sie wurde am Vulkan Apo auf Mindanao gefunden und ist als Holotypus im National Museum of Natural History in Washington, D.C. hinterlegt. Der Name der monotypischen Gattung Mearnsiana ist dem US-amerikanischen Ornithologen und Naturforscher Edgar Alexander Mearns gewidmet, welcher den Holotypus am Apo gefunden hatte. Das Artepitheton bullosa bedeutet „blasig“ und bezieht sich wohl auf die mit bläschenförmigen Tuberkeln überzogene Körperoberfläche insbesondere der Nymphen.
Ireno L. Lit jr. und Orlando L. Eusebio beschrieben 2005 eine Art namens Trachyaretaon manobo, die ebenfalls am Apo gefunden wurde. Deren Typusmaterial ist an der Universität der Philippinen in Los Baños hinterlegt. Im darauf folgenden Jahr beschrieb Oskar V. Conle ebenfalls von Mindanao eine bemerkenswert bunte Art. Er benannte sie zu Ehren seines Freundes, dem ebenfalls an Phasmiden forschenden Frank H. Hennemann als Hennobrimus hennemanni. Das Typusmaterial dieser Art ist in der Zoologischen Staatssammlung München hinterlegt. Mittlerweile geht Conle davon aus, dass es sich bei dieser Art um die wiederentdeckte Mearnsiana bullosa handelt. Auch bei Trachyaretaon manobo gehen Spezialisten wie Joachim Bresseel davon aus, dass sie identisch mit Mearnsiana bullosa ist. Die Mehrfachbeschreibung resultiert aus dem großen Unterschied zwischen der von Rehn und Rehn beschriebenen Nymphe und den bis 2005 unbekannten Imagines.
Dave Navarro hat im April 2008 am Vulkan Apo Tiere dieser Art gesammelt. Aus den nach Europa geschickten Eiern erbrütete der Schweizer Phasmidenzüchter Bruno Kneubühler die ersten Tiere dieses Stammes. Ein zweiter Zuchtstamm geht auf die ebenfalls 2008 gesammelten Tiere von Joachim Bresseel, Mark Bushell und Ellen Caluwe zurück. Von der Phasmid Study Group wird Mearnsiana bullosa seit Mitte des Jahres 2013 unter der PSG-Nummer 338 geführt.
Mearnsiana bullosa ist leicht zu halten und zu züchten. Bevorzugt wird eine höhere Luftfeuchtigkeit. Zur Eiablage muss ein entsprechendes Substrat angeboten werden (Erde auf dem Terrarienboden). In Gefangenschaft werden Blätter von Brombeeren und vielen anderen Rosengewächsen gefressen, außerdem auch die von Johanniskräutern, Haseln, Eichen und Salal.
Eier
subadultes Weibchen
Bauchseite eines Männchens
Bauchseite eines frisch adulten Weibchens

Paige O’Hara

Paige O’Hara (* 10. Mai 1956 in Fort Lauderdale, Florida als Donna Paige Helmintoller) ist eine US-amerikanische Sängerin, Schauspielerin und Synchronsprecherin. Sie war die Sing- und Sprechstimme der weiblichen Hauptfigur Belle in dem Zeichentrickfilm der Walt-Disney-Studios Die Schöne und das Biest (1991).
Paige O’Hara wurde als Donna Paige Helmintoller in Fort Lauderdale im US-Bundesstaat Florida geboren und besuchte die Nova High School in Davie, Florida. Sie trat in Shows mit dem Fort Lauderdale Kindertheater auf.
O’Hara hatte ihren ersten Auftritt am Broadway als Ellie May Chipley in der Wiederaufnahme des Musicals Showboat im Jahr 1983 mit Donald O’Connor. Sie wiederholte diese Rolle 1989 in einer Produktion der Houston Grand Opera. Mit dieser Produktion gastierte sie auch in Ägypten, bei Aufführungen am Opernhaus von Kairo. Sie sang diese Rolle 1989 auch in der für den Grammy nominierten Einspielung des Musicals mit Jerry Hadley, Frederica von Stade und Teresa Stratas, dirigiert von John McGlinn, die bei Angel Records (EMI-Label) erschien.
Zu ihren weiteren Auftritten auf amerikanischen Bühnen gehörten die Titelrolle in The Mystery of Edwin Drood (Broadway 1985–1987 und nationale Tour) und Ado Annie in einer US-Tourneeproduktion des Musicals Oklahoma! unter der Regie von William Hammerstein. Auf internationaler Ebene hat O’Hara die Rolle der Nellie Forbush in dem Musical South Pacific gespielt. Im April 2011 übernahm sie die Rolle von Judy Garland in From Gumm zu Garland: Judy, The Musical am Tempe Center for the Arts in Tempe, Arizona.
O’Hara lebt mit ihrem Mann Michael Piontek in Las Vegas.