Technische Denkmale

Technische Denkmale ist der Titel einer Briefmarkenserie, die in den Jahren 1981, 1985, 1986 und 1988 von der Deutschen Post der DDR ausgegeben wurde. Der Lipsia-Katalog der DDR bezeichnet diese Serie als Techn. Denkmale der DDR.

Legende
Jahrgänge der Deutschen Post der DDR: 1949 | 1950 | 1951 | 1952 | 1953 | 1954 | 1955 | 1956 | 1957 | 1958 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964 | 1965 | 1966 | 1967 | 1968 | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990
Dauermarkenserien: Präsident Wilhelm Pieck (1950–1958) | Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Wissenschaft (1952–1953) | Fünfjahrplan (1953–1959) | Staatsratsvorsitzender Walter Ulbricht (1961–1971) | Aufbau in der DDR (1973–1981) | Bauwerke und Denkmäler (1990)
Sondermarkenserien: (nach Michel-Katalog) Von der UdSSR zurückgeführte Gemälde der Dresdner Gemäldegalerie (1955–1959) | Seehafen Rostock (1958, 1960)  | Von der Sowjetunion zurückgeführte antike Kunstschätze (1958, 1959) | Geschützte Tiere (1962, 1963) | Internationale Mahn- und Gedenkstätten (1963–1989) | Volkstrachten (1964–1968) | Geschützte heimische Pflanzen (1966–1970) | Plauener Spitze (1966, 1974) | Sicherheit im Straßenverkehr (1966–1975) | Märchenmotive (1966–1985) | Unbesiegbares Vietnam (1966–1979) | Bedeutende Bauwerke (1967–1969) | Berühmte Persönlichkeiten (1967–1972) | Flugzeuge (1969, 1972) | Minerale aus den Sammlungen der Bergakademie Freiberg (1969–1974) | Kakteen (1970–1983) | Bedeutende Persönlichkeiten (1973–1990) | Persönlichkeiten der deutschen Arbeiterbewegung (1973–1990) | Leuchttürme, Leit-, Leucht- und Molenfeuer (1974, 1975) | Fachwerkbauten in der DDR (1978, 1981) | Zirkuskunst in der DDR (1978, 1985) | Meißner Porzellan (1979–1989) | Historisches Spielzeug (1980–1982) | Schmalspurbahnen in der DDR (1980–1984) | Vom Aussterben bedrohte Tiere (1980–1987) | Technische Denkmale (1981–1988) | 500. Geburtstag von Martin Luther (1982, 1983) | Burgen (1984, 1985) | Historische Siegel (1984, 1988) | 750 Jahre Berlin (1986, 1987) | Historische Denkmale: Rolandsäulen (1987, 1989)
Motivzusammenstellungen: Tag der Briefmarke (1949–1990) | Briefmarkenblocks (1950–1990) | Leipziger Messe (1950–1990) | Radsport (1952–1990) | Aufbau und Erhaltung der Nationalen Mahn- und Gedenkstätten (1955–1964) | Exponate von Museen in Dresden (1955–1984) | Olympische Spiele (1956–1988) | Solidarität (1956–1989) | Raumfahrt (1957–1990) | Internationale Gartenbauausstellung (1961–1979) | Kleinbogen (1962–1990)
Weitere Besonderheiten: Sammlerausweis | Sperrwert | Tauschkontrollmarke

Cattle Annie

Anna Emmaline McDoulet, bekannt als Cattle Annie (* 29. November 1882 in Lawrence, Kansas; † 7. November 1978 in Oklahoma City, Oklahoma) war eine jugendliche US-amerikanische Gesetzlose im Wilden Westen, meist gemeinsam mit Jennie Stevens (bekannt als Little Britches). Bekannt wurde Cattle Annie durch den Spielfilm Zwei Mädchen und die Doolin-Bande (Originaltitel: Cattle Annie and Little Britches) aus dem Jahr 1981, in dem Amanda Plummer als Cattle Annie ihr Debüt hatte. Unter der Regie von Lamont Johnson spielte Diane Lane die Rolle der Little Britches. Cattle Annie und Little Britches waren Scharfschützinnen mit Pistole und Gewehr, sind heute aber abseits des Filmes weitgehend unbekannt, obwohl sie zu ihrer Zeit zu den meistgenannten Namen in Oklahoma und dem Indianer-Territorium gehörten und für ihr kriminelles Vorgehen bekannt waren.

Anna wurde in Lawrence (Kansas) im Douglas County im östlichen Kansas als eines von acht Kindern von James C. und Rebekah McDoulet geboren. Als Anna vier Jahre alt war, zog die Familie nach in Coyville im Wilson County im Südosten von Kansas. Anna arbeitete als im Hotel als Geschirrspülerin und machte auch andere Gelegenheitsarbeiten. Als sie zwölf Jahre alt war, zog die Familie in das Otoe Reservat in der Nähe von Skiatook nördlich von Tulsa im nördlichen Oklahoma-Territorium, wo sie sich zur Gesetzlosen wandelte.
Annie und Little Britches folgten den Erzählungen über die Bill Doolin-Bande nach Lektüre von Groschenromanen wie jene von Ned Buntline, der berühmt für seine meist fiktiven Geschichten über Buffalo Bill Cody (z.B. „Buffalo Bill Cody – König der Grenzer“) als Westgrenzen-Held und Show-Star wurde. Zwei Jahre lang durchstreiften Cattle Annie und Little Britches das ehemalige Indianer-Territorium, oftmals zusammen und zu anderen Zeiten allein. Sie stahlen Pferde, verkauften Alkohol an die Osage- und Pawnee-Indianer und warnten Banden Gesetzloser, wenn Strafverfolgungsbehörden in der Nähe waren. Sie trugen Männerkleidung und Pistolen in Gürtelholstern. Ihre Abenteuer machten Schlagzeilen von Guthrie, der Hauptstadt von Oklahoma bis Coffeyville im Südosten von Kansas, wo die Dalton-Bande am 5. Oktober 1892 versuchte, gleichzeitig zwei Banken auszurauben. Der Deputy Marshal Steve Burke fasste die 13-jährige Cattle Annie im Jahr 1895, nach dem sie aus einem Fenster kletterte. Sein Kollege, der US Marshal Bill Tilghman (Uncle Billy) hatte eine schwierigere Aufgabe bei der Ergreifung von Little Britches, die zuerst mit einer Winchester auf beide Gesetzeshüter schoss und, nachdem Tilghman ihr Pferd erschossen hatte und sie zu Boden gegangen war, erst noch mit einer Pistole auf Tilghman schoss und sich anschließend eine körperliche Auseinandersetzung mit dem berühmten Gesetzeshüter lieferte, bevor er sie in Gewahrsam nehmen konnte. Cattle Annie wurde zu einem Jahr Haft verurteilt, die sie im Massachusetts Correctional Institution (heute: Hochsicherheitsgefängnis Massachusetts Correctional Institution – Cedar Junction) in Framingham absaß, bis sie aus Gründen der Gesundheit auf Bewährung entlassen wurde. Sie blieb für einige Zeit in Framingham, da die Strafvollzugsbeamten davon ausgingen, wenn sie nach Oklahoma zurückkehren würde, sie wahrscheinlich wieder kriminell werden würde. Im Jahre 1898 wurde sie Haushälterin von Mrs. Mary Daniels in Sherborn in Middlesex County südlich von Framingham. Ein paar Monate später soll sie nach New York City gezogen sein, wo sie an Tuberkulose starb.
Ein anderer legitimer Bericht behauptet, Annie hätte Framingham verlassen, um nach Oklahoma zurückzukehren. Dort soll sie am 13. März 1901 Earl Frost aus Perry, Noble County, Oklahoma geheiratet haben. Das Paar hätte zwei Söhne, Robert C. Frost (1903–1993) in Oklahoma City und Carlos D. Frost, später in Malibu, Kalifornien lebend. Die Ehe der Frosts soll im Oktober 1909 im Noble County (Oklahoma) geschieden worden sein, möglicherweise, weil Annie in einer Wild-West-Show arbeiten sollte.
Das historische Museum in Guthrie berichtet, dass Annie bald nach der Scheidung Whitmore R. Roach (1879–1947), einen gebürtigen Texaner, Veteran des Ersten Weltkrieges und Maler in Oklahoma City heiratete. Cattle Annie soll von 1910 bis 1912 in Fort Worth, Texas gelebt haben, ab 1912 wieder in Oklahoma City. Diese „Emma McDoulet Roach“ wurde im Rose Hill Burial Park in Oklahoma City beigesetzt. Sie starb im Jahr 1978, kurz vor ihrem 96. Geburtstag. In ihrem Nachruf wurde nichts von ihren früheren Tagen oder ihr erster Vorname „Anna“ erwähnt, sondern man bezieht sich auf „Emma“, einer Kurzform von „Emmaline“. In der Todesanzeige wird weiterhin erwähnt, dass sie in ihrer späteren beruflichen Laufbahn als Buchhalter gearbeitet hatte. Die Traufeier fand in ihrer Heimatgemeinde, der Olivet Baptist in Oklahoma City statt.
Inzwischen wurde bekannt, dass auch Little Britches kurze Zeit in Framingham in Haft war. Wo sie sich anschließend aufhielt, ist unbekannt. Einige Berichte legen nahe, dass Little Britches nach Tulsa zurückkehrte, dort eine Familie gründete und ein normales, unauffälliges Leben führte.
In Johnsons Film, Zwei Mädchen und die Doolin-Bande von 1981, ist vieles historisch ungenau. So ist Burt Lancaster viel älter als Bill Doolin. Rod Steiger spielt Marshal Bill Tilghman, Scott Glenn in der Rolle des Bill Dalton.
Der Romanautor Robert Ward, geboren in Baltimore, Maryland, veröffentlichte mit Cattle Annie and Little Britches im Jahr 1977 seine persönliche Interpretation der romantisierenden Legenden um die Daltoon-Doolin-Gang.

Jacques-Napoléon Faure-Biguet

Jacques-Napoléon Faure-Biguet (* 1. Oktober 1893 in Paris; † 18. Juli 1954 in Le Vésinet) war ein französischer Journalist, Schriftsteller und Übersetzer. Besonders bekannt wurde er mit seinen unter dem Pseudonym Jacques Decrest verfassten Kriminalromanen.

Faure-Biguet, geboren im Pariser IX. Arrondissement, besuchte ab 1905 das Lycée Janson de Sailly. Dort begann der Elfjährige eine lebenslange Freundschaft mit dem anderthalb Jahre jüngeren Mitschüler und Schriftstellerkollegen Henry de Montherlant, über den Faure-Biguet später zwei biografische Werke verfasste (Montherlant, homme de la Renaissance, 1925, und Les enfances de Montherlant, 1941).
Später arbeitete Faure-Biguet als Journalist, unter anderem 20 Jahre als Literaturredakteur des (1939 eingestellten) L’Écho de Paris. Zwischen 1924 und 1948 verfasste er eine Anzahl von Biografien, sowohl über Schriftsteller wie Arthur de Gobineau und Maurice Barrès (der zu Faure-Biguets 1916 erschienenem einzigen Gedichtband Poèmes 1914-1915 das Vorwort geschrieben hatte) als auch über zeitgenössische Staatsmänner wie König Alexander von Jugoslawien und den Général Leclerc. Gleichzeitig schrieb er auch einige Romane wie La Fiancée morte (1925), Les Prisonniers d’Amour (1926) und Le Prisonnier des Mers (1927).
1933 veröffentlichte er schließlich unter dem Pseudonym „Jacques Decrest“ in Gaston Gallimards Verlag N.R.F. (heute als Éditions Gallimard bekannt) seinen ersten Kriminalroman, Hasard. Ähnlich wie der drei Jahre zuvor von Georges Simenon erfundene Kommissar Jules Maigret war auch Kommissar Gilles, der Protagonist dieses und der folgenden Kriminalromane Faure-Biguets, ein eher eleganter, kultivierter und zutiefst menschenfreundlicher Charakter, der sich dadurch vom hardboiled detective angloamerikanischer Prägung abhob. Faure-Biguets Romanreihe „Les enquêtes de Monsieur Gilles“ wuchs bis zu seinem Tod auf fast 20 Bände an, darunter 1949 der gemeinsam mit seiner Frau Germaine geschriebene Fumées sans feu (Der Schatten Clémentine), für den die beiden 1951 den Grand prix de littérature policière erhielten.
Im Sommer 1954 erlitt Faure-Biguet im Alter von 60 Jahren beim sonntäglichen Ballspiel mit seinem Sohn Gilles und einem von dessen Schulfreunden einen Herzinfarkt und starb im Garten seines Hauses. Sein letzter, bei seinem Tod noch nicht beendeter Kommissar-Gilles-Roman (Les complices de l’aube) wurde von Thomas Narcejac fertiggestellt.
Die Bibliografie basiert im Wesentlichen auf der von Francis Lacassin.

Cheonan

Cheonan (kor. 천안) ist eine Stadt im Nordosten der südkoreanischen Provinz Chungcheongnam-do.
Sie liegt rund 85 km südlich der Hauptstadt Seoul, sowie nördlich der Großstadt Daejeon, an die es beide per Straße und Zug angebunden ist. Die normalen Züge der Gyeongbu-Linie halten an der Cheonan-Station, während der KTX an der Cheonan-Asan-Station hält. Trotz der Entfernung zu Seoul wurde die Stadt an dessen U-Bahn-Netz angeschlossen, die Linie 1 nahm im Januar 2005 den Betrieb auf. Daher wird sie manchmal schon zum Ballungsraum Seouls, Sudogwon, gezählt.
Im Norden befinden sich die Städte Pyeontaek und Anseong der Provinz Gyeonggi-do, im Osten die Landkreise Cheongwon und Jincheon der Provinz Chungcheongbuk-do, im Süden der Landkreis Yeon-gi und die Stadt Gongju, im Südwesten an den Kreis Yesan und im Westen an die Stadt Asan.
Verwaltungssitz: Hongseong
Städte (si): Asan | Boryeong | Cheonan | Gongju | Nonsan | Seosan | Gyeryong | Dangjin
Landkreise (gun): Buyeo | Cheongyang | Geumsan | Hongseong | Seocheon | Taean | Yesan