Day of the Dead: Contagium

Day of the Dead: Contagium ist ein US-amerikanischer Horrorfilm des Regieduos Ana Clavell und James Glenn Dudelson aus dem Jahr 2005. Das Drehbuch zur fortschreitenden Bedrohung durch blutgierige Untote ist eng an George A. Romeros Living Dead-Zyklus angelehnt.
Die mit neun Millionen US-Dollar budgetierte Inszenierung erschien als weltweite Erstveröffentlichung am 11. August 2005 als DVD in Deutschland. In den Vereinigten Staaten kam die Direct-to-Video-Produktion am 18. Oktober 2005 in den Videovertrieb.

Im Jahr 1968 wird in Pennsylvania ein Pilot eines abgestürzten sowjetischen Spionageflugzeugs lebendig geborgen und zusammen mit sieben Metallbehältern aus dem Wrack der Unglücksmaschine in ein nahe gelegenes Militärkrankenhaus gebracht. Dort infiziert sich der Überlebende mit einem gasförmigen Stoff, der zuvor aus einer mitgeführten Phiole entwich. Die mysteriöse Substanz lässt den Piloten zu einer aggressiven Bestie, einem Untoten, mutieren. Durch Bisse überträgt er das Virus, so dass binnen weniger Tage das Militärkrankenhaus vollständig von blutgierigen Wesen unterwandert ist. Das US-Militär reagiert, alle Beteiligten werden eliminiert. Die Einrichtung wird vollständig zerstört. Unglücklicherweise geht in diesem Durcheinander eine Probe des Erregers verloren.
In der Gegenwart ist das niedergebrannte Militärhospital eine Nervenheilanstalt. Vier befreundete Patienten, die entlassen werden sollen, finden gemeinsam mit ihrem engagierten Therapeuten Dr. Donwynn jenen verschollenen Metallbehälter. Wenig später wird das versiegelte Fundstück – es ist eine grüne Isolierkanne – vom stets missgelaunten Jackie geöffnet. Ein gasförmiges Virus, das die DNA der Menschen verändert, entweicht. In der Folge mutieren fünf Patienten und Dr. Donwynn zu mächtigen Kreaturen. Die Infizierten verändern sich, ihre Vitalfunktionen setzen aus; zudem entwickeln sie einen sonderbaren Appetit nach rohem Fleisch. Durch Bissattacken wird die Seuche übertragen, die Opfer verkommen dabei zu kannibalistischen Monstern – mit verheerenden Folgen. Zwar versuchen am Ende drei ebenfalls infizierte Personen die beklemmende Situation zu entschärfen, allerdings greift die Seuche schon um sich. In einem düsteren Szenario wird schließlich die Apokalypse eingeläutet.
Das Lexikon des internationalen Films schrieb dem „Billig-Horrorfilm“ mangele es trotz blutrünstiger Effekte „an Stil“. Zudem vermittle die Produktion „keine gesellschaftlich-politischen Ambitionen“.

Otto Schulz-Kampfhenkel

Otto Schulz-Kampfhenkel (* 27. August 1910 in Buckow bei Berlin; † 21. August 1989) war ein deutscher Geograph, Forschungsreisender, Schriftsteller und Dokumentarfilmer, der sich vor allem während der NS-Herrschaft einen Namen machte.

Bereits im Alter von 21 Jahren unternahm Schulz-Kampfhenkel eine zoologische Expeditions- und Erwerbsreise nach Liberia und schilderte seine Erlebnisse in seinem ersten Buch unter dem Titel Der Dschungel rief … Er studierte Geographie in Freiburg im Breisgau und engagierte sich dabei bei der dortigen Burschenschaft Franconia. Politisch stand die Verbindung der exklusiven Weißen Richtung der Burschenschaften und damit der traditionellen, noch auf das Kaiserreich bezogenen politischen Rechten, nicht der NSDAP nahe. Die Franconia löste sich 1935 unter dem Druck des Regimes selbst auf, Schulz-Kampfhenkel selbst war damals schon überzeugter NS-Parteigänger. Schulz-Kampfhenkel erwähnte die durchaus wichtige und prägende Mitgliedschaft in der Burschenschaft in keiner seiner autobiographischen Schriften, blieb ihr aber bis ans Lebensende verbunden.
Von 1935 bis 1937 war er Leiter der Deutschen Amazonas-Jary–Expedition, die von der brasilianischen und der deutschen Regierung und der Auslandsorganisation der NSDAP unter Federführung des Kaiser-Wilhelm-Institutes für Biologie und des Museu Nacional do Rio de Janeiro unternommen wurde. Sein Buch Rätsel der Urwaldhölle schildert diese Reise. Zudem entstand ein Ufa-Großfilm mit gleichem Titel über die Expedition, der damals außerordentlich populär war und auch heute noch ein wertvolles anthropologisches Dokument darstellt.
Der Film aus dem Quellgebiet des Rio Jary zeigt unter anderem den Grabstock-Pflanzenbau der auf der Kulturstufe der Jungsteinzeit stehenden Oayana- und Oayapi-Indianer, von denen angenommen worden war, dass sie ausgestorben seien. Das Backen von Fladenbrot sowie der Tauschhandel zwischen den beiden Stämmen wird ebenso dargestellt wie die typischen Pfahlbauten, das Musizieren auf Mundflöten aus Hirschknochen oder auf Nasenflöten aus Bambusrohren. Nur durch die exzellente Fahrtechnik der Indianer mit ihren Einbäumen auf den Stromschnellen des Rio Jary war es den Teilnehmern der Expedition möglich, nach fast zwei Jahren die Zivilisation wieder zu erreichen.
Schulz-Kampfhenkels geschickte Vermarktung seiner Expedition führte auch dazu, dass die Mitglieder einer von ihm gegründeten Forschungsgruppe für weitere Aufgaben ausersehen wurden. Zum Einsatz kamen Mitglieder seiner Forschungsgruppe beispielsweise im Rahmen des Anfang 1942 aufgestellten Sonderkommandos Dora, das potentielle alliierte Vormarschrouten im südlichen Libyen und im Tschad erkunden, das Gebiet kartografieren und Klarheit hinsichtlich der Frage bringen sollte, ob für die deutsch-italienischen Truppen aus dieser Richtung eine Gefahr bestand.
Nach der deutsch-italienischen Niederlage in Afrika wandte sich Schulz-Kampfhenkel neuen Aufgaben im besetzten Osteuropa zu. 1943 wurde der zwischenzeitlich zum Leutnant der Luftwaffe (Dezember 1943 Oberleutnant) und zum SS-Untersturmführer aufgestiegene Schulz-Kampfhenkel zum Sonderbeauftragten für erdkundliche Fragen im Reichsforschungsrat ernannt. In dieser Funktion schuf er unter der Bezeichnung Forschungsstaffel zur besonderen Verwendung des OKW eine Gruppe von Geologen, Geographen, Hydrologen und Vegetationskundlern, zu der neben anderen Heinz Ellenberg, Friedrich Huttenlocher, Erich Oberdorfer, Erich Otremba und Josef Schmithüsen gehörten. Im Gegensatz zu etablierten militärgeographischen Abteilungen der Wehrmacht sollte die Gruppe unter anderem mit Hilfe von Luftbildern Karten zur militärischen Geländebeurteilung herstellen. Seine Forschungsaufgaben im Osten waren anfangs sowohl ziviler als auch militärischer Art, wandten sich jedoch aufgrund des Kriegsverlaufs ab August 1943 vor allem militärischer Erkundung zu. Schulz-Kampfhenkels Forschungsgruppe hatte beispielsweise auch eine beratende Position beim Stellungsbau.
Schulz-Kampfhenkel betonte in seinen Berichten immer, dass seine Forschung den „deutschen Interessen“ diene. Dass er sich höheren Stellen anbiederte, allen voran der SS, war seiner Karriere zweifellos förderlich, ebenso, dass seine Forschung mit der NS-Ideologie durchaus vereinbar war. Schulz-Kampfhenkel arbeitete stets an seiner Inszenierung als seriöser Wissenschaftler und Pionier der Forschung. In Wirklichkeit wurden seine Expeditionen allerdings weniger von wissenschaftlichem Forscherdrang als vielmehr von einer amateurhaften Reise- und Abenteuerlust geleitet.
Nach dem Krieg wandte sich Schulz-Kampfhenkel dem Dokumentar- und Lehrfilm zu und gründete 1962 das gemeinnützige Institut für Weltkunde in Bildung und Forschung (WBF) in Hamburg, das seither Medien für allgemeinbildende Schulen erstellt.

Manele

Manele ist ein rumänischer Musikstil, der seit den 1990er Jahren die dortige Popmusik dominiert, gleichzeitig aber auch die Bevölkerung in glühende Fans und vehemente Ablehner spaltet. Die Mehrzahl der Manele-Komponisten und Interpreten sind Roma. Das Wort Manele ist eigentlich die Pluralform von Manea, einer traditionellen rumänischen Liedform, die aus der balkanischen Lautenspielermusik entstanden ist und auf türkische Wurzeln zurückgeht. Manele hat Gemeinsamkeiten mit anderen populärmusikalischen Stilrichtungen in Südosteuropa, vor allem mit dem Popfolk oder Chalga in Bulgarien, der Tallava in Albanien, dem Laiko in Griechenland und dem Arabesk in der Türkei. Ähnlich populär wie die rumänische Manelemusik ist in Serbien der im Westen bekanntere Turbo-Folk, der jedoch meist schnellere Rhythmen hat und mit mehr modernen Elementen, etwa aus der Rockmusik, arbeitet.

Neben der traditionellen rumänischen Volksmusik, die aus melancholischen Gesängen walachischer Hirten und bäuerlichen Fest- und Hochzeitsliedern bestand, gab es in der frühen Neuzeit nur noch die ausschließlich gesungenen Lieder der orthodoxe Kirche. Ab dem 17. Jahrhundert wurde es jedoch durch osmanischen Einfluss üblich, dass die reiche urbane Herrscherschicht der Phanarioten und die ländlichen Großgrundbesitzer der Bojaren repräsentative Feste veranstalteten und dazu professionelle Musiker anheuerten. Diese entstammten oft der Roma-Minderheit und brachten für die Rumänen neue orientalische Rhythmen und neue Musikinstrumente aus dem osmanischen Kulturraum in die Walachei und die Moldau. Eine der wenigen überlieferten Schriften über die Musik dieser Zeit stammt von Dimitrie Cantemir, einem aufgeklärten Gelehrten und Musiktheoretiker und später Herrscher der Moldau. Da im osmanischen Reich wenig schriftliches über die Musik dieser Zeit überliefert ist, stellen die Werke Cantemirs auch eine der wichtigsten Quellen für die historische türkische Musik dar.
Im frühen 19. Jahrhundert entstand die Liedform der Manea. Diese Wort ist erstmals 1820 belegt und bezeichnete Liebeslieder im orientalischen Stil, die vor allem am Hof des Gospodars und bei reichen Bojaren vorgetragen wurden. Das Wort Manea selbst hat einen osmanischen Ursprung und geht auf türkisch „manì“ zurück, eine Form von romantischen Volksweisen und Couplets. Eines der ersten überlieferten Manea-Lieder ist das in Neumen notierte Werk „Spitalul amorului sau cântătorul dorului“ (1852), geschrieben von Anton Pann. Durch die Neumennotation ist jedoch nur die Basismelodie des Liedes überliefert. Im 20. Jahrhundert hat jedoch der Violinist Victor Predescu eine an mündlich überlieferte historische Vorbilder angelehnte Arrangierung im türkischen Stil erstellt, die in der Interpretation von Maria Tănase berühmt wurde. Die byzantinischen Neumen wurden etwa bis 1880 verwendet, erst dann setzte sich die aus dem Westen kommende detaillierte Notenschrift durch. Einer der wenigen durch schriftliche Überlieferung bekannte rumänische Sänger des 19. Jahrhunderts war Stănică Pârlează, der in Konstantinopel als Manea-Interpret auftrat.
Nach Ende der osmanischen Herrschaft über die Donaufürstentümer orientierten sich die rumänischen Künstler und Intellektuellen in Richtung Westeuropa, die orientalischen Traditionen traten vollkommen in den Hintergrund. Das aufstrebende rumänische Bürgertum eiferte vor allem dem Vorbild Frankreichs nach, übernahm aber auch künstlerische Einflüsse aus Deutschland, Österreich und Italien. In der Musik dominierten nun französische Chansons, Oper und Operette, sowie Marschmusik. Rumänische Komponisten schufen klassische Musik nach westlichem Vorbild, oft mit Inspirationen aus der ursprünglichen rumänischen Volksmusik. Die Blütezeit dieser Phase war die Zwischenkriegszeit (rum.: perioada interbelică), der 1920er und 1930er-Jahre.
Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen die Kommunisten die Macht im Land und beendeten diese bourgeoise Musiktradition. Stattdessen sollte Kunst und Musik nun den politischen Zielen der kommunistischen Partei dienen. Da die Kommunisten schon früh neben dem Sozialismus auf einen rumänischen Nationalismus setzten, wurde vor allem Volksmusik gefördert, jedoch in streng reglementierten Formen in staatlichen Musikhochschulen und bei staatlich organisierten Festivals. Diese Akademisierung und Politisierung der Kultur (Proletkult) löste jedoch bei den traditionellen Romamusikern, die in diesem Umfeld wenig Verdienstmöglichkeiten hatten, eine Gegenbewegung aus. Es wird von Musikwissenschaftlern angenommen, dass von der offiziellen Gesellschaft zunächst wenig beachtet, in den 1950er und 1960er-Jahren diese Roma in den Dörfern begannen, die alte Tradition der orientalischen Manea neu zu beleben. Da sie oftmals Analphabeten waren und nicht Notenlesen konnten, wurden die Melodien und Texte nur durch zuhören weitergegeben, wodurch sie beliebig verändert und für die jeweilige Gelegenheit (Geburtstag, Verlobung, Hochzeit, etc.) angepasst werden konnten. Das führte zu einer unglaublichen Vielfalt an Liedern.
Da im Kommunismus alle Medien staatlich waren, konnte diese moderne Manea-Musik nur im dörflichen Umfeld, vor allem in der Walachei existieren. Zudem war es auf Grund der wirtschaftlichen Lage schwierig bis unmöglich an moderne Musikinstrumente (zB Keyboard) und Aufnahmegeräte zu kommen. In den 1970er-Jahren öffnete sich das kommunistische Regime unter Nicolae Ceaușescu etwas und erlaubte zumindest im kulturellen Bereich eine Liberalisierung. Die rumänische Plattenfirma Electrecord konnte daraufhin erstmals Romamusiker ins Studio bringen und Aufnahmen ihrer Musik erstellen. In dieser Zeit entstanden Platten von Romica Puceanu, die „Grande Dame der Cantece de mahala“, von Gabi Luncă, berühmte Interpretin der traditionellen Lautenmusik (muzica lăutarească), sowie Fărâmiță Lambru.
In den 1980er Jahren entstand in Reaktion auf die staatliche Kulturpolitik eine neue Popmusik im westrumänischen Banat. In diese Region war der staatlichen Kontrolle aus Bukarest weniger präsent und durch die Nähe zu Ungarn und Jugoslawien konnte ausländisches Fernsehen und Radio empfangen werden. Besonders die damalige serbische Popmusik beeinflusste die Musiker im Banat. Sie waren es auch, die sich als erste an der staatlich kontrollierten Warenverteilung vorbei, moderne Musikinstrumente aus westlicher oder japanischer Produktion beschaffen konnten, wie E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug, Synthesizer und elektrische Keyboards. So entstand eine neue rumänische Popmusik, auch „Muzica bănățeană“ (Übers.: Banater Musik) genannt, die sich durch selbst aufgenommene und kopierte Kassetten unter der Hand im Land verbreitete. Von staatlichen Stellen wurde diese Musik als „schmutzig“ und „verdorben“ eingestuft und verboten, oder maximal toleriert. Im Radio oder bei staatlichen Festivals kam diese neue Popmusik nicht vor.
Diese staatlichen Einschränkungen und wirtschaftlichen Hindernisse änderten sich schlagartig mit der Rumänischen Revolution 1989. Die Plattenfirma Electrecord, sowie zahlreiche neu gegründete Labels wie Eurostar und CDS, konnten nun frei veröffentlichen, was sie wollten. Nun entstanden erstmals professionell aufgenommene Schallplatten. Nun bestand auch die Möglichkeit zu Studios ins Ausland zu reisen und dort Aufnahmen zu machen, was als erste die Sänger Costel Geambașu, Nelu Vlad, sowie Dan Ciotoi nutzten. Gleichzeitig wurden die Frontman solcher Formationen als Stars aufgebaut, die sich auf Plattencovers und bei Auftritten entsprechend präsentierten, meist mit Sonnenbrille, Goldketten, westlicher Markenkleidung und entsprechendem Machogehabe. Dadurch rückten die Sänger immer mehr in den Vordergrund, während die Instrumentalisten an Bedeutung verloren. Diese Kombination aus Starkult, modernen elektronischen Musikinstrumenten, neuer Aufnahme- und Effektmöglichkeiten, sowie die zunehmende Kommerzialisierung der Branche, ließ aus der noch relativ traditionellen Manea der späten kommunistischen Zeit die neue Popmusikrichtung des „Manele“ entstehen.
Die ersten großen Stars des Manele nach 1990 waren Albatros din București (später umbenannt in Acustic), Real B din Găești (mit dem Frontman Cristian Rizescu), Accent din Târgoviște, Meridian din Ploiești, Tomis Junior din Galați, etc. Im Jahr 1991 fand in Bukarest erstmals die Wahl zur Miss Piranda statt, eine Kombination aus Schönheits- und Tanzwettbewerb, bei dem die neuen Manelisten den musikalischen Hintergrund lieferten. Diese Veranstaltung hat sich in Folge zu einer Art jährlichen Treffpunkt der rumänischen Manele-Szene entwickelt, bei dem im Laufe der Jahre alle wichtigen Größen des Manele auftraten.
Weitere große Einflussfaktoren auf die Entwicklung des Manele ergaben sich nach dem Jahr 2000. Die Entstehung von Privatfernsehsendern, darunter einige Musiksender (K Lumea – heute Etno TV, Taraf TV, etc.) heizte den kommerziellen Erfolg der Manelisten an. Es wurden erstmals Musikvideos produziert, die am Anfang sehr amateurhaft waren, später jedoch professioneller wurden. Diese machten die Formationen und ihre Sänger außerhalb der urbanen Roma-Subkultur im ganzen Land und unter allen Rumänen bekannt. Gleichzeitig begann die große Auswanderungswelle aus Rumänien in westeuropäische Länder, wodurch die Musiker mit Popmusikrichtungen anderer Länder in Kontakt kamen. Besonders die spanische Romamusik, lateinamerikanische Rhythmen sowie amerikanischer Hiphop beeinflussten nun die Manele-Szene. Zu den balkanisch-türkischen Wurzeln kamen nun Einflüsse aus dem Flamenco, dem puerto-ricanischen Reggaeton, dem jamaikanischen Reggae und westlicher Rockbaladen.
Durch die Tradition der Überlieferung durch Zuhören und Nachspielen kopierten viele Manelisten auch Lieder, die sie im Ausland gehört hatten und versahen sie mit neu gedichteten rumänischen Texten, was diese Melodien zum einen erstmals in Rumänien populär machte, andererseits bald zu Kritik führte, weil den Romamusikern Konzepte wie Urheberrecht und Tantiemen an die ursprünglichen Komponisten komplett fremd waren. Auch rumänische Plattenfirmen, Radio- und Musikfernsehsender kümmerten sich darum zunächst wenig, weil in den chaotischen postkommunistischen Jahren der Staat und die Justiz in Trümmern lagen und niemand solche Rechteverletzungen einklagen hätte können. Diese Situation hat sich erst mit dem EU-Beitritt Rumäniens im Jahr 2007 geändert, da nun EU-Gesetze zu mindest auf dem Papier auch in Rumänien gelten und einklagbar sind. Zur selben Zeit wurde auch das Internet immer wichtiger und unzählige Manele-Songs finden sich auf diversen Download- und Streamingplattformen, vor allem auf YouTube. Die großen Hits der Manele-Szene erreichen dort mehrere Millionen Views. Mittlerweile sind auch Smartphones in Rumänien sehr verbreitet und besonders Romajugendliche streamen darauf Manele-Videos, die sie in der Öffentlichkeit, im Bus und auf Plätzen mit meist maximaler Lautstärke abspielen.
Manele ist heute die verbreitetste Popmusikrichtung in Rumänien. Manele wird in vielen Radio- und Musikfernsehsendern gespielt, in Bars und Discos. Man hört es aus vorbeifahrenden Autos, abgespielt von Jugendlichen auf ihren Handys, bei Konzerten und Festivals. Moderner Manele mit seinen aus dem Alltag gegriffenen Texten ist vor allem bei den ärmeren Bevölkerungsschichten beliebt, da vor allem, aber nicht nur bei der großen Minderheit der Roma in Rumänien. Ein anderer Teil der rumänischen Gesellschaft lehnt den Manele komplett ab und fühlt sich durch seine Omnipräsenz im öffentlichen Raum gestört. Wie zwiespältig die Meinungen zu Manele sind, zeigt sich auch in den alljährlichen Kontroversen ob Rumänien einen Manelist zum Eurovision Song Contest schicken soll oder nicht. Die einen argumentieren dabei, dass Manele auch in anderen Ländern Südosteuropas gut ankommt und dadurch Siegeschancen hätte. Andere sehen die Reputation Rumäniens im Ausland gefährdet, wenn man eine Roma-Macho-Manelist zu so einem Bewerb entsenden würde. Bis dato hat deshalb noch kein Manele-Song für Rumänien am Eurovision Song Contest teilgenommen. Der rumänische Titel des Jahres 2012, präsentiert von der Band Mandinga, wurde jedoch vom Manele-Komponisten Costi Ioniță geschrieben. Der Song “Zaleilah” ist jedoch ein Latin-Dance-Pop-Song mit gemischt spanischem und englischen Text, kein Manele.
Die Melodien folgen meist einem starren traditionellen Muster, die sich nur durch eine geringe Betonungsveränderung von der klassische Manea unterscheidet. Jedoch sind die modernen Manele-Lieder mit allen von der Technik zur Verfügung gestellten Mitteln ausarrangiert. Dieser Stil kann deshalb als moderne, elektronische Bearbeitung der traditionellen balkanischen Musik bezeichnet werden, die häufig Elemente aus der Romamusik enthält. Oft verwendete Instrumente sind Keyboards, Akkordeon, Glasharmonika oder Saxophon mit einfachsten Akkorden- und Anschlagrhythmen.
Die Texte handeln über Liebe, Alltagsprobleme, Korruption und Konflikte, sowie über tiefgründige Dinge wie den Sinn des Lebens, hierbei wird oft ein Gottesbezug hergestellt. Die Texte sind geprägt durch eine einfache Sprache, in der manchmal nur geringer Wert auf grammatikalische Richtigkeit gelegt wird. Manele wird häufig in Diskotheken, Bars und Clubs des Balkans gespielt. Außerhalb Rumäniens ist Manele vor allem in der Republik Moldova und in Serbien bekannt, sowie unter rumänischen Emigranten in Italien, Spanien, Portugal und Frankreich.
Bekannte Künstler dieses Genre sind Sandu Ciorba, Nicolae Guță, Adrian Copilul Minune, Ştefan de la Bărbuleşti, Fero, Casanova, Narcisa, Costel Ciofu, Sorin Copilul de Aur, Gabi de la Oradea, Adi de la Vâlcea, Florin Salam, Vali Vijelie und Mihai Priescu.
Wichtig zu unterscheiden ist allerdings, dass nicht jede Romamusik aus Rumänien als Manele bezeichnet wird. Traditionelle Formationen wie die im Westen bekannten Taraf de Haïdouks, Fanfare Ciocărlia oder Lavinia Raducanu & Rromak spielen keinen Manele. Auch die große Anzahl von rumänischen oder moldawischen Dance-Pop oder Folk-Pop Bands, wie etwa Hi-Q, O-Zone oder Zdob și Zdub spielen keinen Manele.
*Diese Clips wurden von den offiziellen Rechteinhabern (Plattenlabel) hochgeladen.

Fritz Roubicek

Fritz Roubicek (* 3. November 1913 in Wien; † 25. Mai 1990 ebenda) war ein österreichischer Ingenieur und Studentenhistoriker.

Roubicek verlebte seine Jugend in Ottakring und besuchte die Höhere Technische Lehranstalt für Textilhandel. Anschließend studierte er an der Hochschule für Welthandel. Er war in der Zionistischen Techniker-Verbindung Jordania aktiv und wurde 1936 auch Mitglied der Jüdisch-akademischen Verbindung Unitas. Nach dem Anschluss Österreichs floh er mit seiner Frau über die Schweiz nach Frankreich, wo er sich der Résistance anschloss. Er wurde von der französischen Polizei verhaftet und an die deutschen Behörden ausgeliefert. Als politischer Häftling verbrachte er dreieinhalb Jahre im KZ Auschwitz. Bei Kriegsende musste er den Todesmarsch zum KZ Buchenwald mitmachen. Dort befreit und nach Wien zurückgekehrt, erfuhr er von der Ermordung seiner ganzen Familie im Ghetto Minsk.
1947 heiratete er seine zweite Frau Liliane. Er erhielt eine Anstellung bei der Österreichischen Mineralölverwaltung. Das Wiedereinleben in die alte Umgebung fiel ihm schwer. Seine eigentliche Heimat fand er nach der Pensionierung in dem Milieu wieder, das ihn in seiner Jugend geprägt hatte, bei den Studentenverbindungen und den korporierten Studentenhistorikern. 1984 wurde er Ehrenmitglied des liberalen (paritätischen) Wiener akademischen Corps Marchia, nach dessen Vertagung des freien Corps Austro-Germania. Später gründete er die Fraternitas Vindobonensis.
Seine Witwe lebt erblindet in Wien.

Dewargefäß

Ein Dewargefäß ist ein verspiegeltes, doppelwandiges, evakuiertes Glas- oder Edelstahlgefäß. Es wird in Thermos-/Isolierkannen ebenso eingesetzt wie in speziellen Laborbehältern.
Das Dewargefäß dient der guten thermischen Isolierung des darin aufbewahrten Stoffs gegenüber der Umgebung. In ihm werden kalte oder heiße Stoffe, meistens Flüssigkeiten, aufbewahrt. Im Alltag findet man es häufig in handelsüblichen Isolierkannen, in denen beispielsweise Kaffee heiß aufbewahrt wird.
Benannt ist es nach dem schottischen Physiker Sir James Dewar, der Vakuumgefäße im Jahr 1874 das erste Mal benutzte und 1893 verspiegelte Glasgefäße als Transportgefäße für verflüssigte Gase vorstellte.
In seinem Lehrbuch „Physikalische Demonstrationen“ beschrieb auch Adolf Ferdinand Weinhold 1881 eine Vakuum-Mantelflasche zu Laborzwecken.
Herkömmliche Dewargefäße aus innen nasschemisch versilbertem Doppelwand-Glas, das evakuiert wird und – meist unten zentral einen – abbrechempfindlichen – Abschmelz-Glasnippel aufweist, waren ursprünglich in gedrechselten Holzbechern mit Filzbettung und Holzdeckel, später auf Korkring in zylindrischer Blechdose, fast ausschließlich im Labor in Gebrauch. Schon in den 1920er Jahren kamen solche Thermosflaschen in Europa etwa für die Bergwanderung in Gebrauch, teilweise (untere Hälfte geschützt) oder ganz in Blechgehäuse mit Kork oder Schraubverschluss plus Trinkbecher aus Bakelit. Große Verbreitung fanden sie um 1950 als Versorgung beim Skifahren, später zunehmend im Plastikgehäuse, das für gründliche Reinigung oft selbst aufgeschraubt werden kann. Der Verschluss erfolgt mit Gummiquetschschlauch per Drehknebel oder Schwenkhebel. Eigen ist ihnen die Bruchgefahr, sowohl durch Schlag auf die äußere Glaswandung, durch einen Rührlöffel, als auch durch die Trägheitskraft der Füllung auf den Innenteil, besonders bei seitlichem Stoß.
Nach Einsatz in der Labortechnik kamen Dewargefäße aus doppelwandigem Niro-Stahlblech etwa 1980 auch in den Bergsporthandel. Sie werden durch Lichtbogen-Schweißen im Vakuum am Ausgießrand gefügt, benötigen kein extra Gehäuse mehr, dellen sich eventuell ein wenig ein, sind jedoch höchst bruchfest. Die Massenproduktion in Fernost senkte den Preis, sodass sie sich im Sportbereich bereits um 1990 gegen Dewars aus Glas durchsetzten. Günstig wirkt sich die für Metalle relativ geringe Wärmeleitung (relevant nur im Bereich Hals und Verschluss) von NiRo-Stahl aus. Der Verschluss wurde stark weiterentwickelt: In einer relativ weiten Halsöffnung sitzt klemmgeschraubt ein Kunststoffpropfen mit Innenmechanik, dessen oben bündiger mittiger Druckknopf auf Druck tiefer einrastet, einen Ventilteller unten aus einer feinen Silikonlippendichtung hebt und das Ausgießen durch einen Ringspalt im Pfropfen erlaubt. Ein zweiter Druck entlässt den Knopf wieder nach oben und schließt die Flasche, der Trinkbecher (doppelwandig aus Kunststoff und NiRo) kann wieder aufgeschraubt werden. Dass der Pfropfen zum Ausgießen nicht abgenommen werden muss, bietet den Vorteil des einfacheren Handlings in Zelt, Fahrzeug oder am Berg, er wird nicht verloren und macht nichts nass und erspart dem Flascheninhalt einiges an Wärmeverlust.
Ein Dewargefäß vermindert die drei möglichen Wärmeübertragungsprozesse Wärmeleitung, Wärmestrahlung und Konvektion. Die Wärmeleitung wird sowohl durch die Wahl des Materials beeinflusst (Glas hat eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit) als auch durch die Form des Gefäßes. Da der innere Teil des Gefäßes nur über den oberen Rand mit dem äußeren verbunden ist, muss die Wärme über eine relativ lange Strecke übertragen werden, was die Wärmeleitung begrenzt. Der Wärmetransport durch Strahlung wird durch eine Verspiegelung der Behälterwände verringert. Die Evakuierung verhindert den Wärmetransport durch Konvektion. Der Wärmetransport durch Teilchenstöße wird erst vermindert, wenn die mittlere freie Weglänge der verbliebenen Gasteilchen im Vakuum länger wird als der Abstand der begrenzenden Flächen. Deswegen wird ein noch deutlich höheres Vakuum angelegt, als für die Verhinderung der Konvektion nötig wäre.
Alternative zu Vakuum und Verspiegelung als Isolationsmassnahmen an Gefäßen sind: PET-Trinkflasche PU-hart-umschäumt in Kunststoffgehäuse, Warmhalteteller und Deckel aus Kunststoff mit Schaumkern in Krankenhäusern, Kühlbox, innenlackierte Alu-Feldflasche (Militär) mit Filzhülle, die angefeuchtet Verdunstungskälte liefern kann, gedeckelte Boxen aus Styroporschaum (eventuell grau: mit Alubeimischung) für Speise-, Trockeneis oder medizinische Laborproben, Alufolie um die kegelige, außen gerippte Waffel-Tüte von Fertig-Speiseeis (etwa: Cornetto), geknittert mehrlagige Alufolienverpackung von Kebap, Kühltasche mit starrem Schaumkern für Camping oder als mehrlagige alubedampfte Plastiktasche (-tüte) für den Einkauf von Tiefkühlprodukten (Alternative: Umwickeln mit Zeitungspapier), Glasfaser und Glasgewebe um Heizpilz für Kugelkolben im Chemielabor, einseitig aluminiumbedampfte Polyesterfolie als Rettungsdecke und im extraleichten Alu-Schlafsack (1972), mehrlagiger Folien-Verbund für Weltraumanwendungen, außen poliert versilberter Sturz mit Filzlage innen über Kaffeekanne (Tischkultur um 1990).
Flüssigstickstoff verdampft im Dewar und erzeugt Wassernebel in Raumluft
250-Liter-Dewartanks zum Transport von Helium

Carl Steding

Carl Steding (* 18. August 1881 in Bremen; † 10. September 1941 in Heidelberg) war ein deutscher Pädagoge und Sportorganisator.

Steding war der Sohn des Vorstehers des Armenhauses in Bremen. Er absolvierte die Domschule am Bremer Dom und besuchte von 1896 bis 1902 das Bremer Lehrerseminar. Schon in frühen Jahren war er als Turner im Allgemeinen Bremer Turnverein aktiv. 1902 wurde er Hilfslehrer an der Schule Habenhausen, 1905 Lehrer der Schule an der Sternstraße, 1910 an der Schule Birkenstraße und 1912 an der Schule Hemelinger Straße. Seit 1913 war er Lehrer und seit 1931 Oberlehrer an der Oberrealschule Dechanatstraße.
Von 1908 bis 1931 übernahm er im Verein Vorwärts in Bremen die Leitung der Männerabteilung im Turnen. Zugleich bemühte er sich um die Weiterentwicklung des Schulturnens. Für Vereine und Schulen organisierte er Wettkämpfe. Seit den 1920er Jahren war er zunehmend für die Deutsche Turnerschaft (DT), als Dachverband der bürgerlich-konservativen Turnvereine in Deutschland, aktiv und er war Gauturnwart des Gaus Bremen. Vom Schuldienst war er seit 1928 wegen seiner Tätigkeiten für den Sport weitgehend beurlaubt worden. Beim 20. Deutschen Turntag von 1929 in Berlin wurde ihm das Amt des Oberturnwart übertragen, das er schon seit 1928, nach dem Tod von Max Schwarze, kommissarisch ausgeübt hatte. Als von Tschammer im Juli 1933 zum Reichssportführer ernannt wurde, erfolgte 1934 Stedings Ernennung zu seinem Vertreter. Formell wurde er als Lehrer 1935 pensioniert und er zog nach Berlin, um sich den Aufgaben in der DT zu widmen.
Für seine Verdienste um den Sport in Niedersachsen wurde er 1988 in die Ehrengalerie des niedersächsischen Sports des Niedersächsischen Instituts für Sportgeschichte aufgenommen.

Saint-Paul-en-Chablais

Saint-Paul-en-Chablais ist eine französische Gemeinde im Département Haute-Savoie in der Region Rhône-Alpes.

Saint-Paul-en-Chablais liegt auf 820 m, 12 km östlich der Stadt Thonon-les-Bains (Luftlinie), oberhalb von Évian-les-Bains. Das Dorf erstreckt sich im Chablais, an aussichtsreicher Lage auf dem Hochplateau des Pays de Gavot, rund 450 m über dem Seespiegel des Genfersees, in den Savoyer Voralpen.
Die Fläche des 14,45 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Hochplateaus im zentralen Chablais. Die Hochfläche ist leicht gegen Norden geneigt, bevor sie unterhalb von Saint-Paul-en-Chablais in einen bewaldeten Steilhang übergeht. Sie wird durch verschiedene Bäche, darunter der Ruisseau de Montigny und der Ruisseau de Coppy, nach Norden zum Genfersee entwässert. Nach Süden erstreckt sich der Gemeindeboden über einen teils bewaldeten breiten Rücken mit dem Lac de la Beunaz und vier weiteren kleinen Waldseen bis an die Ugine, einen rechten Seitenbach der Dranse d’Abondance. Im Osten reicht das Gemeindeareal auf den Mont Bénand, auf dem mit 1265 m die höchste Erhebung von Saint-Paul-en-Chablais erreicht wird.
Zu Saint-Paul-en-Chablais gehören neben dem eigentlichen Dorfzentrum verschiedene Weilersiedlungen, nämlich:
Nachbargemeinden von Saint-Paul-en-Chablais sind Neuvecelle und Maxilly-sur-Léman im Norden, Lugrin und Bernex im Osten, Vinzier im Süden sowie Larringes im Westen.
Die Ortschaft hieß bis um das Jahr 1000 Cyriel. Um diese Zeit gründeten Benediktinermönche hier ein Priorat, rodeten Teile des Pays de Gavot und machten das Land urbar. Das Dorf erhielt nun den Namen Saint-Paul. Eine erneute (vorübergehende) Namensänderung in Bellevue wurde vorgenommen, als Savoyen 1792 an Frankreich gelangte. Um die Ortschaft besser von anderen Gemeinden desselben Namens unterscheiden zu können, wurde 1935 der Zusatz en Chablais hinzugefügt.
Die Kirche geht im Kern auf einen Bau aus dem 11. und 12. Jahrhundert zurück, wurde später aber mehrfach verändert und enthält barocke Wandmalereien. In der Umgebung gibt es zahlreiche Kapellen.
Mit 2236 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) gehört Saint-Paul-en-Chablais zu den mittelgroßen Gemeinden des Département Haute-Savoie. In den letzten Jahrzehnten wurde dank der schönen Wohnlage ein kontinuierliches starkes Wachstum der Einwohnerzahl verzeichnet. Außerhalb des eigentlichen Dorfkerns entstanden verschiedene Einfamilienhausquartiere.
Saint-Paul-en-Chablais war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Heute gibt es verschiedene Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Zahlreiche Erwerbstätige sind Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung, vor allem in Évian-les-Bains und Thonon-les-Bains, ihrer Arbeit nachgehen.
Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsstraßen an einer Verbindungsstraße von Évian-les-Bains in das Vallée d’Abondance. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Larringes und Bernex.
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D’Hondt-Verfahren

Das D’Hondt-Verfahren (nach dem belgischen Juristen Victor D’Hondt; auch Divisorverfahren mit Abrundung, im angelsächsischen Raum: Jefferson-Verfahren, in der Schweiz: Hagenbach-Bischoff-Verfahren) ist eine Methode der proportionalen Repräsentation (Sitzzuteilungsverfahren), wie sie z. B. bei Wahlen mit dem Verteilungsprinzip Proporz (siehe Verhältniswahl) benötigt wird, um Wählerstimmen in Abgeordnetenmandate umzurechnen.
Das Verfahren kann in Form fünf mathematisch äquivalenter Algorithmen bzw. Varianten verwendet werden, die stets dasselbe Sitzzuteilungsergebnis generieren:

In den USA machte der spätere Präsident Thomas Jefferson auf Basis des nach ihm benannten Divisorverfahrens mit Abrundung im Jahre 1792 einen Vorschlag für die bevölkerungsproportionale Verteilung der Sitze im US-Repräsentantenhaus auf die einzelnen Bundesstaaten. Das Verfahren wurde 1840 vom Hamilton-Verfahren (Bezeichnung im angelsächsischen Sprachraum für das Hare-Niemeyer-Verfahren) abgelöst, das kleinere Parteien – bzw. in diesem Fall Bundesstaaten – weniger benachteiligt.
In Deutschland wurde das D’Hondt-Verfahren bis einschließlich 1983 zur Berechnung der Sitzverteilung bei Wahlen zum Deutschen Bundestag verwendet, bei der Wahl 1987 jedoch durch das Hare-Niemeyer-Verfahren ersetzt (vgl. oben die Entwicklung in den USA 147 Jahre vorher). Aus dem gleichen Grund und durch das gleiche Verfahren war das D’Hondt-Verfahren bereits im Jahre 1970 bei der Berechnung der Ausschussbesetzung abgelöst worden.
Bei Wahlen zu einigen Landesparlamenten, Gemeindevertretungen, Richterwahlausschüssen oder Betriebsräten wird das D’Hondt-Verfahren auch heute noch angewandt, allerdings – wegen seiner proporzverzerrenden Wirkung (systematische Benachteiligung kleiner Parteien, s.u.) – ebenfalls immer seltener.
In Österreich wird das D’Hondt-Verfahren im dritten Ermittlungsverfahren bei Wahlen zum Nationalrat (siehe NRWO) und bei Hochschülerschaftswahlen angewandt.
Treten zur Wahl eines Gremiums mehrere Parteien an, ist der proportionale Sitzanteil auf Basis des Stimmenanteils (Idealanspruch) nur in seltenen Fällen ganzzahlig. Daher ist ein Verfahren zur Berechnung einer ganzzahligen Sitzzahl notwendig, die jede Partei in dem Gremium erhält.
Bei Verwendung des d’hondtschen Höchstzahlverfahrens teilt man die Zahl der erhaltenen Stimmen einer Partei nacheinander durch eine aufsteigende Folge natürlicher Zahlen (1, 2, 3, 4, 5, …, n). Die dabei erhaltenen Bruchzahlen werden als Höchstzahlen bezeichnet. Als Basis dieser Division (Dividend) wird dabei immer die Ausgangszahl – hier also die ursprüngliche „Zahl der Stimmen“ – herangezogen. Der Dividend bleibt in jeder Spalte stets gleich und wird durch den sich verändernden Divisor (hier: 1, 2, 3, …) geteilt.
Die Höchstzahlen werden danach absteigend nach ihrer Größe geordnet. Die so ermittelte Reihenfolge gibt die Vergabereihenfolge der Sitze an. Es finden so viele Höchstzahlen Berücksichtigung, wie Sitze im Gremium zu vergeben sind. Im vorliegenden Beispiel werden 10 Sitze vergeben. Die 10 größten Höchstzahlen (dunkler unterlegt) werden absteigend nach ihrer Größe an die ihnen zugeordneten Parteien verteilt. Die letzte bzw. kleinste Höchstzahl, für die eine Partei noch einen Sitz erhält, gibt den Vertretungswert (auch Vertretungsgewicht) ihrer Sitze an. Der Vertretungswert ist das Verhältnis aus Stimmen- und Sitzanzahl einer Partei. Partei A repräsentiert mit jedem Sitz 104, Partei B 84,5 und Partei C 123 Wähler. Nicht nur absolut, sondern auch im Verhältnis zu ihrem Stimmenanteil ist Partei B im Gremium deutlich stärker vertreten als Partei C.
Bei Verwendung des Zweistufenverfahrens werden die Stimmenzahlen aller Parteien durch eine geeignete (nicht notwendig ganze) Zahl (Divisor) geteilt und die Ergebnisse abgerundet. Die Zahl lässt sich durch Probieren ermitteln. Sie ist höchstens gleich jener Höchstzahl, die als letzte zu einem Mandat führt. Diese Höchstzahl ist immer geeignet. Jede Zahl, die zur richtigen Gesamtzahl von Sitzen führt, ist geeignet. Im Beispiel ergibt sich die Sitzzuteilung auch mittels Division durch 84, das heißt für je volle 84 Stimmen erhält jede Partei einen Sitz.
D’Hondt maximiert den minimalen (niedrigsten) Vertretungswert (Stimmen pro Sitz). D. h. bei gegebenem Wahlergebnis gibt es kein anderes Sitzzuteilungsverfahren, bei dem das Stimmen-Sitz-Verhältnis der Partei mit dem niedrigsten Stimmen-Sitz-Verhältnis höher ist als das Stimmen-Sitz-Verhältnis der Partei mit dem niedrigsten Stimmen-Sitz-Verhältnis nach D’Hondt.
Umgekehrt zum Vertretungswert bestimmt man den Erfolgswert als das Verhältnis von Sitzen pro Stimme für eine Partei (Kehrwert des Vertretungswerts). Folglich minimiert D’Hondt den maximalen (höchsten) Erfolgswert (Sitze pro Stimme).
D’Hondt erfüllt die Mehrheitsbedingung, nicht aber die Minderheitsbedingung. D. h. eine Partei, die mindestens 50 % der Stimmen auf sich vereinigt, erhält auch mindestens 50 % der Sitze. Umgekehrt kann aber eine Partei, die nicht mindestens 50 % der Stimmen auf sich vereinigt, trotzdem 50 % der Sitze erhalten, wenn alle anderen Parteien ein schlechteres Stimmenergebnis haben.
Die Erfüllung der Mehrheitsbedingung wird durch die systematische Bevorzugung größerer Parteien „erkauft“. Soll hingegen sichergestellt werden, dass eine Partei mit absoluter Stimmenmehrheit, also mindestens einer Stimme mehr als die Hälfte der Stimmen, auch die absolute Mehrheit der Sitze erhält, muss die Gesamtsitzzahl ungerade sein.
Dass D’Hondt bei gerader Gesamtsitzzahl die absolute Mehrheitsbedingung nicht grundsätzlich erfüllt, zeigt folgendes Beispiel: Anzahl zu vergebender Sitze: 10, Anzahl abgegebener gültiger Stimmen: 1000. Partei A: 505 Stimmen, Partei B 495 Stimmen. Im Ergebnis erhalten beide Parteien 5 Sitze und Partei A damit nicht die absolute Mehrheit von (mindestens) 6 Sitzen.
Das Problem ließe sich beseitigen, indem der Partei mit absoluter Stimmenmehrheit, wenn sie nicht die absolute Mehrheit der Sitze erhalten hat, ein zusätzlicher Sitz zugeteilt und die Gesamtsitzzahl damit ungerade gemacht wird. Soll die Gesamtsitzzahl des Gremiums jedoch unter allen Umständen geradzahlig sein, müsste eine Regelung getroffen werden, nach der die größte Partei einen Grundsitz erhält und nur die restlichen Sitze nach D’Hondt verteilt werden, was eine zusätzliche Proporzverzerrung schaffen würde.
Wie bei allen anderen Divisorverfahren kann die Quotenbedingung verletzt werden (siehe Extrembeispiel im nächsten Abschnitt), nach der die Sitzzahl einer Partei nur um weniger als 1 von ihrem Idealanspruch bzw. ihrer Quote (Stimmenzahl mal Mandatszahl geteilt durch Gesamtstimmenzahl) abweichen soll:
Die Sitzzuteilung kann stark von der Proportionalität abweichen (proporzverzerrende Wirkung in Form systematischer Benachteiligung kleinerer Parteien). Dieser Effekt wird gefördert durch große Unterschiede in den Parteistärken, eine hohe Anzahl antretender Parteien und eine niedrige Anzahl zu vergebender Sitze.
Extremes Beispiel: Anzahl zu vergebender Sitze: 10, Anzahl abgegebener gültiger Stimmen: 1000. Partei A erringt 600 Stimmen, 7 weitere Parteien erringen zusammen 400 Stimmen (darunter keine mehr als 59). Im Ergebnis erhält Partei A mit einem Stimmenanteil von 60 % alle 10 Sitze.
Allgemein gilt: Bei n zu vergebenden Sitzen erhält die stärkste Partei alle n Sitze, wenn ihr Stimmenanteil mehr als n-mal größer ist als der der zweitstärksten Partei. Somit kann die stärkste Partei bei beliebig kleinem Stimmenanteil alle Sitze erhalten, wenn die Parteienanzahl entsprechend groß ist. Ist der Stimmenanteil der stärksten Partei genau n-mal so groß wie der der zweitstärksten, haben beide Parteien den gleichen Anspruch auf den n-ten Sitz, der folglich verlost werden muss.
Am Beispiel der Landtagswahl Schleswig-Holstein 2005 kann illustriert werden, dass das D’Hondt-Verfahren kleinere Parteien gegenüber größeren benachteiligt, das Hare-Niemeyer-Verfahren und das Sainte-Laguë-Verfahren jedoch nicht. In Schleswig-Holstein wurde bis zum Jahr 2009 bei Landtagswahlen das D’Hondt-Verfahren angewandt; ab 2012 gilt das Sainte-Laguë-Verfahren.
Nach dem vorläufigen amtlichen Ergebnis ergab sich die Sitzverteilung nach den beiden Verfahren wie folgt:
Die relative Abweichung vom Idealanspruch gibt an, um welchen Prozentsatz die Vertretung einer Partei mit Abgeordneten im Parlament von ihrem bei der Wahl errungenen Stimmenanteil abweicht:
Besonders problematisch ist die Anwendung des D’Hondt-Verfahrens, wenn das Gesamtwahlgebiet in Untergebiete gegliedert und dort jeweils eine feste Anzahl von Abgeordneten gewählt wird. Die Anwendung des D’Hondt-Verfahrens führt dann entsprechend der Anzahl der Untergebiete zu einer Vervielfachung des Effekts der Benachteiligung kleinerer Parteien.
Die Bundestagswahlen 1949 und 1953 waren solche Fälle. Jedes Bundesland bildete (1953 abgesehen von der Sperrklauselregelung) ein in sich geschlossenes, selbständiges Wahlgebiet, in dem doppelt so viele MdB (zzgl. möglicher Überhangmandate) gewählt wurden, wie es Wahlkreise gab.
Die Problematik besteht aktuell z.B. bei der Wahl zum spanischen Abgeordnetenhaus, bei der das D’Hondt-Verfahren in 50 Wahlkreisen zur Anwendung gelangt, wobei in vielen von diesen noch dazu noch eine geringe Anzahl von Mandaten vergeben wird.

Henry Deloge

Henry Léon Émile Deloge, oft auch Henri Deloge (* 21. November 1874 in Saint-Mandé; † 27. Dezember 1961 in Bourg-la-Reine) war ein französischer Leichtathlet und Medaillengewinner bei Olympischen Spielen.
Deloge zählte um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert zu den weltbesten Mittelstreckenläufern und konnte als einer der wenigen Athleten jener Zeit mit den US-amerikanischen und britischen Spitzenläufern konkurrieren.
Als Mitglied des Racing Club de France waren die Olympischen Sommerspiele 1900 in Paris für Deloge ein Heimspiel, denn die Wettbewerbe der Leichtathletik fanden auf dem vereinseigenen Sportgelände statt. Einen Monat vor Beginn dieser Wettbewerbe machte er mit einer herausragenden Leistung auf sich aufmerksam. Am 10. Juni 1900 lief er über 1000 Meter eine Zeit von 2:36,8 min, was die bis dahin schnellste jemals gelaufene Zeit über diese Distanz bedeutete und inoffiziell als Weltrekord vermeldet wurde.
Deloge beteiligte sich bei den Olympischen Spielen in Paris am 800- und am 1500-Meter-Lauf. Über 800 Meter konnte er sich mit einem Sieg im Vorlauf, bei dem er drei US-amerikanische Läufer besiegte, für das Finale qualifizieren, belegte dort aber nur den vierten Platz.
Die Vorläufe über 1500 Meter sollten am 15. Juli, einem Sonntag, abgehalten werden. Vier US-Athleten wollten sich daran beteiligen. Zwei von ihnen, John Cregan und Alex Grant, lehnten jeglichen Sport an einem Sonntag aus religiösen Gründen ab und verzichteten auf einen Start. Die Organisatoren hatten grundsätzlich kein Einsehen mit den Wünschen vieler US-Athleten, die an einem Sonntag keinen Wettkampf bestreiten wollten. Sie entschieden kurzerhand, auf die Vorläufe über 1500 Meter wegen der nunmehr geringeren Teilnehmerzahl zu verzichten, und sofort den Finallauf zu veranstalten. Deloge konnte die unerwartete Chance nutzen und belegte noch vor den zwei anderen US-Athleten, John Bray und David Hall, den zweiten Platz. Der Sieger, der Brite Charles Bennett, lief in diesem Rennen einen neuen Weltrekord, aber auch Deloge blieb noch unter der alten Bestmarke.
Zum Abschluss der leichtathletischen Wettbewerbe in Paris wurde am 22. Juli ein Lauf über 5000 Meter für Mannschaften ausgetragen. Es traten nur zwei Mannschaften an, die des britischen Leichtathletikverbandes Amateur Athletic Association (AAA), und für Frankreich eine Mannschaft des Racing Club de France, für die auch Henry Deloge startete. Eine Mannschaft bestand aus fünf Athleten. Es wurde ein Lauf ausgetragen, an dem alle zehn Läufer teilnahmen. Deloge belegte im Rennen hinter den beiden Briten Charles Bennett und John Rimmer zwar den dritten Platz, die Mannschaftswertung nach Platzziffern (Platz 1 = 1 Punkt; Platz 2 = 2 Punkte, etc.) verlor die französische Mannschaft jedoch dank der schlechten Platzierungen der Mannschaftskameraden von Deloge.
Die Platzierungen bei Olympischen Spielen für Henry Deloge:
Anmerkung: Mit Ausnahme der Zeit des Siegers sind die Laufzeiten geschätzt, da es für die Platzierten keine Zeitmessung gab. Bei ihnen wurde der Rückstand auf den Sieger oder Vorplatzierten mit einer Längenangabe festgestellt.
Über das weitere Leben von Henry Deloge, der ein Alter von 87 Jahren erreichte, ist nichts bekannt.

Technische Denkmale

Technische Denkmale ist der Titel einer Briefmarkenserie, die in den Jahren 1981, 1985, 1986 und 1988 von der Deutschen Post der DDR ausgegeben wurde. Der Lipsia-Katalog der DDR bezeichnet diese Serie als Techn. Denkmale der DDR.

Legende
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