Dominicus Krafft

Dominus Krafft (unrichtig: Dominicus) (* um 1250; † 6. Januar 1298 (am Tag Epiphania)) war Kanzler des römisch-deutschen Königs Rudolf von Habsburg und Stifter des Predigerklosters in Ulm.

Mehrere Krafft waren Scriba der Staufer Konrad (1137), Friedrich (1152) sowie Rudolfs I. (1286) und Albrechts I. von Habsburg (1298). Deren Gegner, Ulrich I., Ulrich II. und Eberhard I. von Württemberg zerstörten 1250 das Burgschloss Scharnhausen und 1292 die Kerschburg, so dass die Krafft nach Langenau an der Nau und Ulm zogen, wo sie schon seit 1227 ansässig waren, und nannten sich Krafft von Nau (Langenau). Nobilis Kraffto in Nawe, Vasall des Abtes des Klosters Reichenau, hatte 1237 die erste Gottesgabe ins Kloster Söflingen gegeben.
Ab 1271 war er Magister civium (Bürgermeister) zu Ulm, 1279 Richter und ab 1286 königlicher Kanzler und Stadtschreiber.
Als 1281 die Dominikaner (Prediger-Brüder) nach Ulm kamen und um einen Platz für ein Kloster baten, überließ ihnen eine Mechtildis Hunrärin ihren Garten beim Spital. Dominus Krafft trat als Gründer auf und mit seiner Hilfe bauten die Ordensbrüder die Kirche und das Kloster. (Das Ulmer Dominikanerkloster, zu dem 1468 Felix Fabri entsandt wurde, wurde 1531 aufgehoben. Davon sind nur noch die Außenmauern des dreijochigen Langchores der Kirche erhalten geblieben.)
Nach dem Tod des Königs Rudolf I. im Jahr 1291 wurden er und seine Brüder Ulrich, Otto (war ab 1294 in Augsburg; † 1311 ?), Heinrich, Dietrich und Hermann, sowie der Herzog Konrad von Teck aus der Stadt Ulm vertrieben. Drei Jahre später kehrte er zurück.
Seine Grabplatte ist im Haus der Begegnung aufbewahrt.
Dominicus Krafft war verheiratet mit jener Grundstückgeberin Mechtild Hunerer. Sie hatten zwei Kinder: