Evangelisch-Lutherisches Dekanat Kitzingen

Das Evangelisch-Lutherische Dekanat Kitzingen ist eines der 19 Dekanate des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg. Amtierender Dekan ist Hanspeter Kern.

Im heutigen Dekanatsbezirk sind etwa 75 % der Bevölkerung katholisch. Dennoch haben einige Gemeinden lange evangelische Traditionen bis in die Reformationszeit. Das liegt in der Herrschaftsstruktur im 16. Jh. begründet. Das Hochstift Würzburg hatte große Besitzungen im Raum des Maindreiecks. Weiter Herrschaftsträger waren das Markgraftum Brandenburg-Ansbach, die Grafschaft Castell, sowie die Reichsritterschaft.
Das Fürstentum Ansbach hatte neben eigenem Herrschaftsgebiet auch das Pfand über das Benediktinerkloster Kitzingen und setzte auch dort 1528 die Reformation durch. In den Kitzinger Pfandorten fand 1629 bis 1632 und 1643 die Gegenreformation statt. 1650 erfolgte die Restitution durch den Westfälischen Frieden. Die zugehörigen Orte waren Albertshofen (1650 bis 1857 katholisches Mitbenützungsrecht der Kirche), Buchbrunn (1702–1804 katholisches Mitbenützungsrecht der Kirche), Repperndorf (1650–1910 katholisches Mitbenützungsrecht der Kirche), Rödelsee (Simultaneum 1651–1780) und Schernau. In Kitzingen selbst wurde 1650 neben der alten katholischen eine neue evangelische Pfarrei geschaffen. Mainstockheim erlitt ein ähnliches Schicksal. Der Ort war strittig zwischen Würzburg, dem Inhaber der Hochgerichtsbarkeit und den Vogteiherren Ansbach, Kloster Ebrach und v. Bechtolsheim. In Neuses am Berg trafen ebenfalls die Interessen von Würzburg und Ansbach aufeinander. 1589 erhielt Ansbach durch Schenkung das Patronatsrecht. Vor 1576 wurde der Ort evangelisch. 1628 fand die Gegenreformation statt, 1650 die Restitution mit katholischem Mitbenützungsrecht der Kirche bis 1784. Kleinlangheim, Mainbernheim, Marktsteft, Obernbreit und Sickershausen gehörten unmittelbar zum Fürstentum Ansbach und sind seit 1528 evangelisch. Kaltensondheim gehörte zum Rittergut Erlach, das im Besitz der Freiherrn von Seinsheim, ab 1566 Grafen von Schwarzenberg. Johann zu Schwarzenberg war ein eifriger Förderer der Reformation. Er und sein Sohn führten die Reformation in Bullenheim, Dornheim, Geiselwind, Herrnsheim, Hüttenheim, Iffigheim, Markt Scheinfeld, Seinsheim und Weigenheim bis etwa 1540 ein. 1588 starb die evangelische Linie der Schwarzenberg aus. Johann der Jüngere wollte, dass die Reformation Bestand haben sollte und übertrug per Testament die Kirchengewalt an Ansbach. In der Gegenreformation 1626 bis 1627 setzte sich Schwarzenberg darüber hinweg, so dass alle Pfarreien wieder katholisch wurden. Obwohl für alle Pfarreien gemäß dem Westfälischen Frieden das Normaljahr galt blieben die Pfarreien katholisch. Marktbreit befand sich im gemeinschaftlichen Besitz den v. Seckendorff und dem Frhr. von Seinsheim und wurde 1551 evangelisch. Fröhstockheim war ein ritterschaftlicher Ort unter denen v. Heßberg, ab 1531 v. Crailsheim. Die Reformation wurde hier um 1530 eingeführt. Segnitz befand sich in der Reformationszeit in gemeinschaftlichem Besitz der Zobel von Giebelstadt und dem Kloster Auhausen. Das Kloster wurde im Zuge der Reformation von Ansbach aufgehoben, so dass Ansbach ab 1535 in Segnitz dess Nachfolge antrat. Das Kirchenpatronat lag bei den Zobel und dem Stift Haug. Nach Ausschaltung des Stift Haugs 1601 konnte die evangelische Lehre eingeführt werden.
Kitzingen ist die Geburtsstadt des Reformatoren Paul Eber. Sein Theologiestudium führte in nach Wittenberg, wo er auch starb.
Zum Dekanatsbezirk Kitzingen leben 23.000 Gemeindeglieder in 18 Pfarreien zu denen 21 Kirchengemeinden gehören. Im Folgenden sind die Pfarreien und Kirchengemeinden, sowie deren Kirchengebäude aufgeführt:
Die Communität Casteller Ring ist eine Gemeinschaft von Frauen, die in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern als Ordensgemeinschaft im Geist der Regel des heiligen Benedikt lebt. Die Kommunität hat ihr geistiges Zentrum auf dem Schwanberg.
Kircheninformationen aus dem Bayern Viewer Denkmal
Ansbach | Aschaffenburg | Bad Neustadt an der Saale | Bad Windsheim | Castell | Dinkelsbühl | Feuchtwangen | Gunzenhausen | Heidenheim | Kitzingen | Leutershausen | Lohr am Main | Markt Einersheim | Rothenburg ob der Tauber | Schweinfurt | Uffenheim | Wassertrüdingen | Windsbach | Würzburg

Brauhaus Sion

Das Brauhaus Sion ist eine historische ehemalige Brauerei sowie heutige Gastwirtschaft in der Kölner Altstadt. Das Brauhaus führt die Tradition der im Jahre 1318 erstmals unter der Adresse „Unter Taschenmacher zu Köln“ erwähnten Schankwirtschaft an gleicher Stätte fort.

Im Jahr 1318 befand sich das Gebäude auf dem Bauplatz des heutigen Brauhauses Sion, Unter Taschenmacher Nr. 5, im Besitz des Bierbrauers Johannes Braxator; ein entsprechender Eintrag im Schreinsbuch von St. Laurenz aus dieser Zeit lautet: „Domus Kusini, que modo Medebruyrs dic“; (übersetzt : „Das Haus zu den Kusins, welches Medebruyrs genannt wird“). Gebraut wurde hier das sogenannte Medebier, das mit Kräutern und Honig versetzt wurde. Da das Braurecht zu dieser Zeit in Köln immer an das Haus gebunden war, ist gesichert davon auszugehen, dass im frühen 14. Jahrhundert Bier im damaligen Gebäude gebraut wurde. Die Handelsmarke „Sion“ bezieht sich heute auf diese „Haustradition seit 1318“.
Das Brauregister der Stadt Köln weist das Haus „Unter Taschenmacher Nr. 5“ im Jahre 1835 als Hausbrauerei des Brauers Christian Peter Herbertz aus, der an dieser Stätte bis 1852 Bier braute.
Adam Jüsgen folgte ihm bis 1879 und dessen Sohn Joseph setzte die Brautradition bis 1885 fort. Der Brauer Louis Kivernagel führte die die Hausbrauerei und Schankwirtschaft danach bis 1895.
Nachdem Anton Vetten die Brauerei bis 1901 geleitet hatte, kehrte die Familie Jüsgen, mit Jean Jüsgen, bis 1904 in den vormaligen Familienbraubetrieb zurück. Jüsgen nannte seine Hausbrauerei zu dieser Zeit in „Dombrauerei“ und das Brauhaus in „Dombräues“ um. Im Anschluss übernahm Josef Schwartz, der Eigentümer der Brauerei zur Malzmühle, bis 1912 das Haus.
Jean Sion, der aus einer Brauerfamilie in der Eifel stammte, übernahm die Hausbrauerei bis zu seinem Tod im Jahr 1915; dessen Erbengemeinschaft folgte als Eigentümer bis 1928.
Georg Risch, der Ehemann der Witwe des Brauers Jean Sion, führte den Betrieb bis zum Jahr 1936 fort. Im gleichen Jahr übernahm Hans Sion die Brauerei sowie das im Gebäude befindliche Brauhaus. Das Brauhaus durfte Ende der 1930er Jahre nicht mehr „Dombräues“ genannt werden, da die Hirsch-Brauerei aus Bayenthal (damals mit der Marke: „Dom-Pils“) gegen den Namen erfolgreich geklagt hatte. Durch Bombentreffer am 31. Mai 1942 wurde die Hausbrauerei weitgehend zerstört und war während des Zweiten Weltkrieges nicht mehr nutzbar. Die völlige Zerstörung des Gebäudes erfolgte zu Ende des Krieges. Hans Sion ließ das Haus danach wieder aufbauen und firmierte unter dem heutigen Namen „Brauhaus Sion“. Der Braubetrieb dieser vormaligen Hausbrauerei wurde im Gebäude nicht wieder aufgenommen, das Bier der Traditionsmarke wurde als Lohnbräu in anderen Kölner Brauereien, seit 1993 neben anderen Marken in der Bergischen Löwenbrauerei in Köln-Mülheim des Kölner Verbundes, hergestellt. Seit dem Tod von Hans Sion im Jahr 1998 führt sein Sohn Hans Georg Sion das Brau- und ursprüngliche Stammhaus der Sion-Kölsch-Brauerei. Das Brauhaus Sion umfasst heute den Gebäudekomplex „Unter Taschenmacher Nr. 3-11“ und bietet Sitzplätze für circa 600 Gäste.
Das Brauhaus Sion am Kölner Alter Markt ist auch eine der historischen „Stationen“ des Kölner Brauhauswanderwegs, die vom Brauer Hans Sion – zusammen mit dem Schriftsteller Franz Mathar und der Hans-Sion-Stiftung – im Jahr 1997 initiiert wurde.
Theke
Detail im Thekenbereich
Sion-Kölsch vom Fass
Brauhausschild, mit Rathaus im Hintergrund
Die im rustikalen Brauhausstil eingerichtete Gastwirtschaft „Brauhaus Sion“ bietet überwiegend Spezialitäten der regionalen Rheinischen Küche an. Zum Sion-Kölsch vom Fass werden auch Kleinigkeiten gereicht, wie „Halver Hahn“ , „Rievkoche“ oder „Kölscher Kaviar“.
50.9394226.959422Koordinaten: 50° 56′ 22″ N, 6° 57′ 34″ O

S. League

Die S. League ist die höchste Spielklasse im singapurischen Fußball. Ihre Geschichte reicht bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts zurück. Als „geschlossene“ Liga gibt es keine Auf- und Absteiger. Der federführende Verband, die Football Association of Singapore (FAS), entscheidet nach bestimmten Kriterien darüber, ob ein neuer Verein der Liga beitreten kann.

Die ersten nachgewiesenen Fußballspiele in Singapur fanden zu Ende des 19. Jahrhunderts statt. Zunächst bestanden die Teams meist aus Schiffsmannschaften, welche gerade in Singapur anlegten, und lokalen Mannschaften. Aufgrund des Zuspruchs wurde 1904 die erste Liga in Singapur installiert. Verantwortlich zeichnete die damalige Singapore Amateur Football Association. Gegründet 1892, gilt sie als der älteste Fußballverband Asiens. Zu Beginn wurde die Liga von den Europäisch/Englischen Mannschaften dominiert, bevor später lokale Mannschaften hinzukamen. Der erste Meister, 1904, war das 1st Battalion Manchester Regiment.
1952 wurde die Singapore Amateur Football Association durch die Football Association Singapore abgelöst.
Von 1961 bis 1974 fand kein offizieller Ligabetrieb mehr statt. Dennoch fand eine inoffizielle Liga statt, welche unter dem Namen National Football League bekannt wurde. Insgesamt waren in dieser Liga 118 Vereine und Mannschaften involviert. 1975 entschloss sich die FAS, die National Football League als offizielle Liga zu adaptieren. Der Name wurde beibehalten und auf 30 Mannschaften begrenzt.
1988 wurde die National Football League in Premier League umbenannt. Die National Football League blieb als unterklassige Liga weiter bestehen.
Die Premier League war eine halbprofessionelle Fußballliga, welche bei den Fans und der Öffentlichkeit nur eine geringe Rolle spielte. Denn die Nationalmannschaft Singapurs nahm zu diesem Zeitpunkt regelmäßig am Pokal und der Liga Malaysias teil. Später, nach Ende der Saison in Malaysia, spielten die Spieler wieder in den lokalen Vereinen Singapurs.
Die dominierende Mannschaft dieser Zeit war Geylang International, welche sechs Mal hintereinander, von 1988 bis 1993, die Meisterschaft gewinnen konnten.
1994 kam die Liga der Bitte nach, etwas für die Liga zu tun, um auch mehr Zuschauer in die Stadien zu locken, und neue Fans zu gewinnen. Die FAS lud daraufhin zwei Mannschaften aus Australien ein, an der Liga teilzunehmen, die Perth Kangaroos und die Darwin Cubs. Unverständlicherweise wurden alle Nationalspieler, welche ja auch noch in der Liga Malaysias spielten, von der lokalen Liga abgezogen. Dies hatte zur Folge, dass beide Teams aus Australien 1994 die Liga dominierten. Die Perth Kangaroos wurden ungeschlagen Meister, gefolgt von den Darwin Cubs. Im folgenden Jahr zog die FAS überraschend die Nationalmannschaft aus Malaysia zurück und ließ sie in der heimischen Liga spielen. Damit endete auch eine 75 Jahre währende Tradition. Es war keine große Überraschung, dass die Nationalmannschaft 1995 ungeschlagen Meister wurde.
Ab dem Frühjahr 1995 beauftragte die FAS eine Task-Force zur Entwicklung einer professionellen Fußballliga in Singapur.
Noch Ende 1995 unterbreitete die Task Force der FAS Ihre Ergebnisse. Es solle zunächst eine Liga entstehen mit acht Mannschaften, später auf zwölf aufgestockt, alle in regionalen Stadien spielend. Zwei Runden sollten gespielt werden mit jeweils Hin- und Rückspiel. Die beiden Gewinner der jeweiligen Runde sollten dann in einem Endspiel um die Meisterschaft antreten. Dieser Vorschlag wurde dann auch umgehend in die Tat umgesetzt mit Hilfe der eigens für die Liga gegründeten Singapore Professional Football League PTL. Die erste Saison der S. League wurde von Premierminister Goh Chok Tong 1996 eröffnet. In einem Freundschaftsspiel traten im Kallang National Stadion die Nationalmannschaften Singapurs und Thailands gegeneinander an.
Zu den acht Gründungsmitgliedern der S. League gehörten:
Der erste Meister der S. League war Geylang United. Im Finale wurden der Singapore Armed Forces FC mit 2:1 geschlagen. Das Format aus der ersten Saison mit zwei separaten Spielrunden und Play-Offs wurde bereits 1997 verworfen und ein reguläres Ligasystem gespielt. Der Verein FC Police benannte sich in FC Home United um und der FC Jurong kam als neunte Mannschaft zur Liga dazu. 1998 kamen noch zwei weitere Mannschaften hinzu, bis 1999 schließlich die volle Ligastärke von zwölf Vereinen erreicht werden konnte, welche bis heute Bestand hat. Um jungen Nationalspielern mehr Spielpraxis zu geben, wurden 2003 die Young Lions in die Liga aufgenommen. Die Young Lions bestehen größtenteils aus U-23-Spielern der singapurischen Nationalmannschaft. Sie unterstehen direkt der FAS. Von 2003 bis 2005 musste Gombak United wegen finanzieller Schwierigkeiten pausieren.
Zur Saison 2008 ersetzte Dalian Shide Siwu den Verein Liaoning Guangyuan in der S. League. Nach nur einer Saison mit einem enttäuschenden zehnten Platz in der Saison 2008 zog sich Dalian Shide aus der S. League zurück. Der zuvor in der Malaysia Super League spielende DPMM FC aus Brunei ersetzte nun seinerseits Dalian Shide. Aufgrund von Unstimmigkeiten zwischen dem Malaysischen Verband und dem Sportministerium wurde der Verein DPMM FC aus der Malaysischen Top-Liga verbannt. Aufgrund der Sperrung des Fußballverbandes von Brunei durch die FIFA, ab Oktober 2009, ist DPMM FC bis auf weiteres auch nicht mehr für die S. League spielberechtigt.
Zur Saison 2010 traten zwei neue Vereine der Liga bei. Beijing Guoan Talent Singapore FC als Ableger des chinesischen Klubs Beijing Guoan und der Etoile FC, ein Verein, dessen Kader nur aus französischstämmigen Spielern besteht. Während Beijing Guoan Talent nur den zehnten Tabellenplatz erreichte und nach einer Saison wieder aufgelöst wurde, gewann der Etoile FC überraschend die Meisterschaft (als erste ausländische Mannschaft) und holte zudem den Singapore League Cup. 2011 wurde Beijing Guoan Talent durch den Tanjong Pagar United FC ersetzt, welcher nach einer siebenjährigen Pause wieder an der S. League teilnimmt.
2012 zog sich der Etoile FC wieder aus der S. League zurück. Dafür rückten zwei weitere ausländische Klubs in die S. League nach. Der eine Klub war wieder der DPMM FC aus Brunei, dessen Teilnahme nach der Aufhebung der Suspendierung des Fußballverbandes von Brunei durch die FIFA am 30. Mai 2011 nichts mehr im Wege stand. Der andere Klub war Harimau Muda A aus Malaysia. Anstatt dass wie bisher alle Mannschaften dreimal gegeneinander antraten, wurde ab dieser Saison in einer Doppelrunde gespielt, wodurch sich die Anzahl der Saisonspiele von 33 (bei 12 Vereinen) auf 24 (bei 13) reduzierten.
Anfang November 2012 gab der Verein Gombak United bekannt, dass er wieder für eine Saison pausieren wird. Grund seien finanzielle Probleme, die keinen regülaren Spielbetrieb in der Saison 2013 ermöglicht hätten.
Ab der Saison 2013 wird die S. League in einem neuen Format ausgetragen. Nachdem die zwölf Vereine in einer Doppelrunde gegeneinander angetreten sind, wird die Liga in zwei Gruppen aufgeteilt: Die ersten sechs Mannschaften spielen in ihrer Runde die Meisterschaft aus, während die letzten Sechs um die Endplatzierung spielen. In beiden Gruppen spielen die Vereine je einmal gegeneinander, sodass alle Mannschaften auf 27 Spiele kommen.
Albirex Niigata | Balestier Khalsa | DPMM FC | Geylang International | Harimau Muda | Home United | Hougang United | Warriors FC | Tampines Rovers | Tanjong Pagar United | Woodlands Wellington | Young Lions
Afghanistan | Australien | Bahrain | Bangladesch | Bhutan | Brunei | China (Volksrepublik) | China (Republik) | Guam | Hongkong | Indien | Indonesien | Irak | Iran | Japan | Jemen | Jordanien | Kambodscha | Katar | Kirgisistan | Kuwait | Laos | Libanon | Macau | Malaysia | Malediven | Mongolei | Myanmar | Nepal | Nordkorea | Nördliche Marianen1 | Oman | Osttimor | Pakistan | Palästinensische Autonomiegebiete: (Gazastreifen und Westjordanland) | Philippinen | Saudi-Arabien | Singapur | Sri Lanka | Südkorea | Syrien | Tadschikistan | Thailand | Turkmenistan | Usbekistan | Vereinigte Arabische Emirate | Vietnam
Asiatische Verbände der UEFA Armenien | Aserbaidschan | Georgien | Israel2 | Kasachstan2 | Russland | Türkei | Zypern
Ehemalige asiatische Verbände Föderation Malaya | Nordjemen2 | Nordvietnam2 | Palästina/Eretz Israel (Brit. Mandatsgebiet Palästina) | Sowjetunion | Südjemen2 | Südvietnam2 | Vereinigte Arabische Republik (Syrien/Ägypten)
1 assoziiertes Mitglied der AFC  2 ehemaliges Mitglied der AFC

Tigerair Mandala

Flughafen Jakarta
Tigerair Mandala (Unternehmensname Mandala Airlines) war eine indonesische Fluggesellschaft mit Sitz in Jakarta und Basis auf dem Flughafen Jakarta.

Mandala Airlines wurde 1969 gegründet und nahm im gleichen Jahr den Flugbetrieb auf. Die Fluggesellschaft gehörte zu 90 Prozent Yayasan Dharma Putra Kostrad, die restlichen 10 Prozent waren zwischen Dharma, Kencana, Sakti und Nusamba verteilt. Die Gesellschaft hatte 1322 Angestellte. Mandala war Mitglied des übertragbaren Ticketsystems der Indonesian National Air Carriers Association, das es Passagieren erlaubt, ihre Tickets bei jedem der teilnehmenden Transportgesellschaften zu benutzen. Sie befindet sich seit 2006 im Besitz der indonesischen Investmentfirmen Indigo Partners und Cardig International.
Im August 2007 wurde die Fluggesellschaft zusammen mit allen indonesischen Fluggesellschaften auf die Liste der Betriebsuntersagungen für den Luftraum der Europäischen Union gesetzt. Dieses Verbot wurde mit der aktualisierten Liste von 2009 wieder aufgehoben.
Am 13. Januar 2011 wurde der Flugbetrieb vorübergehend eingestellt. Als Grund dafür wurde eine erforderliche Restrukturierung aufgrund hoher Schulden genannt. Am 5. April 2012 wurde der Flugbetrieb mit einer verkleinerten Flotte wieder aufgenommen. Das nötige Kapital erwarb man durch den Verkauf eines 33-prozentigen Anteil am Unternehmen an die Tiger Airways-Gruppe. Diese war danach für den operativen Betrieb zuständig und änderte am 3. Juli 2013 den Marketingnamen der Mandala Airlines zu Tigerair Mandala.. Am 1. Juli 2014 stellte die Gesellschaft mit dem Flug Hongkong – Denpasar den Betrieb ein und meldete Im Dezember 2014 Insolvenz an.
Die Flotte der Tigerair Mandala bestand im Dezember 2013 aus neun Flugzeugen:
Am 5. September 2005 stürzte eine Boeing 737-200 der Mandala Airlines kurz nach dem Start vom Polonia Flughafen in Medan in ein nahegelegenes Wohngebiet. 166 Personen fanden dabei den Tod, inkl. 47 Menschen am Boden. Bei der verunglückten Maschine handelte es sich um die PK-RIM. Diese Maschine stand vorher im Dienst der Lufthansa (D-ABHK) und der Tunisair (TF-ABY).

Hanako Games

Hanako Games ist ein britischer Entwickler und Verleger von Videospielen, hauptsächlich von Adventures und Computer-Rollenspielen im Anime-Stil.

Gegründet wurde Hanako Games 2003 von Georgina Bensley. Ihre Spiele sind hauptsächlich für weibliche Spieler konzipiert, enthalten oft Fantasy-Elemente. Hanako Games ist ein Partner von Tycoon Games, Winter Wolves und sakevisual. Bekannte Spiele sind unter anderem Fatal Hearts, Cute Knight, Summer Session, Science Girls, Date Warp und Magical Diary. Die Spiele sind überwiegend für Microsoft Windows, Mac OS und Linux.
Seit Anfang 2015 veröffentlicht Hanako Games unter dem Namen Hanabira auch Visual Novels, die nicht von Georgina Bensley geschrieben wurden. Das erste Spiel unter diesem Label mit dem Titel Sword Daughter erschien am 5. Januar 2015. Die Geschichte war ursprünglich ein sogenanntes Spielbuch, das in den 1980er Jahren erschienen ist.
2007 erhielt Hanako Games die höchste Auszeichnung auf der Innovate 2007, gesponsert von der Casual Games Association.

Tony Barton (Fußballtrainer)

Tony Barton
Anthony Edward „Tony“ Barton (* 8. April 1937 in Sutton, London; † 20. August 1993 in Southampton) war ein englischer Fußballspieler und -trainer. Bekannt wurde er vor allem als Trainer von Aston Villa, wobei er zunächst als Assistent von Ron Saunders die englische Meisterschaft 1981 gewann und die „Villans“ in der Saison darauf nach dem plötzlichen Rücktritt von Saunders zum Sieg im Europapokal der Landesmeister sowie im Januar 1983 im Supercup führte.

Die aktive Laufbahn des im Südlondoner Stadtteil Sutton geborenen Barton verlief zunächst ohne nennenswerte Höhepunkte. Bei dem ebenfalls in der englischen Hauptstadt angesiedelten FC Fulham, der seit 1952 nur noch in der zweiten Liga spielte, kam Barton nach seiner Beförderung in den Profikader im Mai 1954 nur selten in der ersten Mannschaft zum Einsatz. Zumeist auf der rechten Flügelposition platziert stand er in der Hackordnung hinter dem langjährig in Fulham aktiven Arthur Stevens zurück und bestritt bis 1959 gerade einmal 49 Ligaspiele. Dabei hatte er am 24. April 1954 – am letzten Spieltag der Saison 1953/54 – bei der 2:4-Niederlage gegen Lincoln City F.C. seinen Einstand gegeben und bei seinem zweiten Auftritt am 5. März 1955 gegen Ipswich Town (4:1) das erste Ligator geschossen. In seiner letzten vollständigen Saison 1958/59 für den Verein steuerte er 15 Ligapartien und zwei Tore auf dem Weg zur Zweitligavizemeisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die höchste englische Spielklasse bei.
Dort absolvierte er für Fulham jedoch keine Partie und stattdessen wechselte er im Dezember 1959 zum Erstligakonkurrenten Nottingham Forest. In Nottingham blieb er gerade einmal ein Jahr und seine 22 Erstligaeinsätze dort waren Bartons einzigen Auftritte in der englischen Eliteklasse. Im Dezember 1961 heuerte er beim FC Portsmouth an, der erst kurz zuvor in die dritte Liga abgestiegen war. An der englischen Südküste fand Barton letztlich sein sportliches Glück, kehrte auf Anhieb mit dem neuen Verein in die Second Division zurück und absolvierte bis zum Abschluss seiner aktiven Karriere im Jahr 1967 insgesamt 130 Ligaspiele, in denen ihm 34 Tore gelangen. Fließend war sein Übergang in den Trainerberuf und als Assistent im Stab des FC Portsmouth sammelte er diesbezüglich erste Erfahrungen.
Im Jahr 1980 nahm Barton bei Aston Villa die Kotrainerstelle an der Seite von Ron Saunders, einem seiner Weggefährten zu Beginn der 1960er in Portsmouth, an. Unter Saunders‘ Führung gewann Aston Villa 1981 die englische Meisterschaft und als er Anfang Februar 1982 nach durchwachsenen Resultaten in der heimischen Liga, aber vielversprechenden Ergebnissen im Europapokal der Landesmeister überraschend mit sofortiger Wirkung zurücktrat, trat Barton die Nachfolge an. Zunächst nur interimistisch und ab dem 1. April 1982 als dauerhafter Cheftrainer angestellt, setzte Aston Villa unter Barton den Siegeszug im europäischen Landesmeisterwettbewerb fort und gewann am Ende im Finale mit 1:0 gegen den FC Bayern München. In der Rückbetrachtung wurde Bartons Anteil an dem Titel häufig gering eingeschätzt, da die Siegermannschaft im Kern von Saunders geformt worden war und Barton (lediglich) auf die eingespielten Mechanismen vertraut hatte. Andere Analysten hingegen bewerteten Bartons besonnene Art ausdrücklich positiv und verwiesen dabei auf den nächsten Erfolg im Supercup gegen den FC Barcelona (0:1; 3:0 n.V.), der immerhin rund ein Jahr nach Saunders‘ Rücktritt eingefahren wurde. Dazu gelang es Barton, die Mannschaft nach dem enttäuschenden elften Platz in der Saison 1981/82 im Jahr darauf in die „Top 6“ zurückzuführen. Zuletzt war auch der zehnte Rang in der Saison 1983/84 nicht mit einer sportlichen Katastrophe gleichzusetzen, zumal auch das Ligapokalhalbfinale erreicht worden war. Jedoch genügte dies nicht den Ansprüchen des Präsidenten Doug Ellis und so wurde Barton im Juli 1984 entlassen.
Unmittelbar nach seiner Demission bei Aston Villa übernahm Barton beim Viertligisten Northampton Town eine neue Cheftrainertätigkeit. Nach einem Herzinfarkt trat er von diesem Posten im April 1985 zurück und nach seiner Genesung war er bis Mai 1988 als Assistent von Chris Nicholl beschäftigt. In gleicher Funktion kehrte er später an alte Wirkungsstätte nach Portsmouth zurück und nach der Entlassung von Frank Burrows bekleidete er im Februar 1991 interimistisch das Cheftraineramt. Seine letzten Tätigkeiten lagen im Scoutingbereich, bevor er im Alter von nur 56 Jahren in Southampton einem erneuten Herzinfarkt erlag.
 Rob Bishop/Frank Holt: Aston Villa – The Complete Record. DB Publishing, Derby, 2010, ISBN 978-1-85983-805-1, S. 310f.

Helmut Pfleger

Helmut Pfleger (* 6. August 1943 in Teplitz-Schönau, Sudetenland) ist ein deutscher Schach-Großmeister.

Helmut Pfleger ist Sohn des pharmazeutischen Unternehmers Robert Pfleger. Er verbrachte seine Kindheit in Bamberg, studierte dann Medizin und wurde 1971 an der Universität München promoviert. Er war als Internist und Psychotherapeut in München tätig, bis er seine Praxis aus Altersgründen übergab.
Den meisten Schachinteressierten ist er durch seine häufigen Auftritte im Westdeutschen Rundfunk bekannt. Mehrere Jahrzehnte standen die WDR-Sendungen Pflegers für einen Großteil der Schach-Berichterstattung im deutschen Fernsehen. Früher moderierte er Telekollegsendungen im Bayerischen Fernsehen über Chemie, Biologie oder Bewegungstherapie. Schachsendungen moderiert er seit 1977, oft gemeinsam mit Vlastimil Hort. Besonderen Stellenwert hatte dabei Schach der Großmeister von Claus Spahn, die live ausgestrahlte Übertragung der Partie um den Fernsehschachpreis, an der sich seit 1983 bekannte Spieler wie Schachweltmeister Anatoli Karpow oder Großmeister Wladimir Kramnik beteiligten. In der letzten Ausgabe am 22. August 2005 standen sich Pfleger und Hort selbst gegenüber und kommentierten für die Zuschauer ihre Züge. Auch moderierte Pfleger Spahns Schachlehrfernsehserie Schach – Zug um Zug.
1963 wurde Pfleger hinter Wolfgang Unzicker punktgleich Zweiter bei der Deutschen Meisterschaft in Bad Pyrmont. 1965 in Bad Aibling gewann er gemeinsam mit Unzicker die Deutsche Meisterschaft. Im gleichen Jahr wurde er Internationaler Meister, den Großmeistertitel errang er 1975. Bis Mitte der 1980er Jahre gehörte er zu den besten deutschen Schachspielern.
Im Jahr 1981 führte er während eines eigens zu diesem Zweck angesetzten Schachturniers in Grünwald sportmedizinische Untersuchungen an den Spielern durch, um zu belegen, dass es sich bei Schach um Leistungssport handelt.
Pfleger publizierte zahlreiche Schachbücher mit wechselnden Ko-Autoren, darunter eine Reihe von Werken zu den Schachweltmeisterschaften von 1981 bis 1995. Zusammen mit Eugen Kurz und Gerd Treppner gab er im Jahr 2003 ein vom Deutschen Schachbund empfohlenes Lehrbuch Schach Zug um Zug heraus. In der Wochenzeitung Die Zeit verfasst er schließlich seit Jahren eine beliebte wöchentliche Kolumne zum Thema Schach.
Pfleger wird bei der FIDE als inaktiv geführt, da er seit 1999 keine Elo-gewertete Partie mehr gespielt hat.
Pfleger ist vielfacher deutscher Nationalspieler. In den Jahren 1968 und 1970 spielte er bei den Mannschaftsweltmeisterschaften der Studenten jeweils am ersten Brett für Deutschland und erreichte 13 Punkte aus 19 Partien. Zwischen 1964 und 1982 nahm er an sieben Schacholympiaden teil und erzielte dabei 54,5 Punkte aus 80 Partien. Als bestes Ergebnis seiner Schachkarriere schätzt er seine 12,5 Punkte aus 15 Partien bei der Schacholympiade 1964 in Tel Aviv-Jaffa ein, bei der die bundesdeutsche Mannschaft einen dritten Platz erreichte und Pfleger selbst das beste Einzelergebnis am vierten Brett erzielte. Bei der Schacholympiade 1974 in Nizza erreichte Pfleger das drittbeste Einzelergebnis am dritten Brett. Außerdem spielte er zwischen 1965 und 1983 bei vier Mannschaftseuropameisterschaften sowie 1985 bei der Mannschaftsweltmeisterschaft.
In der viergleisigen 1. Bundesliga von 1974 bis 1980 spielte Pfleger für den SC 1868 Bamberg, mit dem er 1976 und 1977 deutscher Mannschaftsmeister wurde. Nach Einführung der eingleisigen Bundesliga spielte er bis 1982 weiter in Bamberg und wechselte dann zum FC Bayern München, mit dem er 1983 und 1985 deutscher Mannschaftsmeister wurde. 1985 kehrte er zum SC 1868 Bamberg zurück und spielte mit diesem bis 1992 sowie erneut in den Saisons 1993/94 und 1995/96 in der 1. Bundesliga. In der österreichischen Staatsliga A spielte er in der Saison 1998/99 für den SK Loosdorf.
Helmut Pfleger ist verheiratet. Seine Ehefrau Doina spielt ebenfalls Schach. Sie qualifizierte sich zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft 1974.
Die Schachkolumnen in der Wochenzeitung Die Zeit wurden auch in Buchform veröffentlicht: Schachkabinett (1987, ISBN 3-8068-0877-5); Taktik und Witz im Schach (1992, ISBN 3-283-00252-5); Schwupps, da war der Bauer weg (1998, ISBN 3-283-00354-8); Schachpuzzle-Buch (2002, ISBN 3-283-00450-1); Schach Knockouts (2006, ISBN 3-283-00456-0); Zeit-Schachspalten (2009, ISBN 978-3-283-01012-6); Schach Zeit-Knaller (2011, ISBN 978-3283010171). Regelmäßige Schachkolumnen erscheinen auch im Deutschen Ärzteblatt. Außerdem veröffentlichte er für ChessBase drei DVDs Die schönsten Partien der Schachgeschichte sowie zwei DVDs Moderne Klassiker.
Appel | Aronjan | Baramidze | Berelowitsch | Bezold | Bindrich | Bischoff | Blübaum | Bogner | Bönsch | Braun | Bromberger | Brunner | Buhmann | Bunzmann | Chalifman | Darga | Dautov | Al. Donchenko | Döttling | Enders | Espig | Feygin | Fish | D. Fridman | Gabriel | Ginsburg | Glek | Graf | Gustafsson | Gutman | Handke | Haub | Hausrath | Hecht | Hertneck | Hickl | M. Hoffmann | Holzke | Hort | Hübner | Huschenbeth | Jepischin | Jussupow | Kalinitschew | Keitlinghaus | Kindermann | Khenkin | Knaak | Krämer | Kritz | Kunin | Lau | Levin | Lobron | Luther | Lutz | R. Mainka | Maiwald | Malich | Meier | J. Meister | Mihók | Milov | Mohr | Movsesjan | M. Muše | K. Müller | A. Naiditsch | Naumann | Nisipeanu | T. Pähtz | Pfleger | Polzin | Prusikin | Rabiega | M. Richter | A. Rotstein | Schebler | Schlosser | Schmaltz | Schmittdiel | Schröder | Shalnev | Siebrecht | Slobodjan | Stangl | Stern | Teske | Tischbierek | Uhlmann | Vogt | Wagner | Wahls | Womacka | Zaragatski | Zeitlein
Verstorbene Großmeister Bogoljubow | Lehmann (ehrenhalber) | Mieses | Pachman | Pietzsch | Sämisch | Schmid | Teschner (ehrenhalber) | Unzicker

Mathematical Sciences Research Institute

Das Mathematical Sciences Research Institute (MSRI) ist ein mathematisches Forschungsinstitut an der University of California, Berkeley (nahe dem Grizzly Peak in den Hügeln über Berkeley), das 1982 von Shiing-Shen Chern, Calvin Moore und Isadore Singer gegründet wurde und u.a. von der National Science Foundation finanziert wird. Hier finden regelmäßig Workshops statt, davon vier über ein ganzes Semester zu Schwerpunktthemen (zwei davon jeweils gleichzeitig). Jedes Jahr werden 20 bis 30 Post-Doc-Wissenschaftler aufgenommen. Es gibt keine permanenten Fakultätsmitglieder außer Verwaltungsangestellten.
Zu den privaten Stiftern gehört der ehemalige Mathematikprofessor (einer der Entdecker der Chern-Simons-Theorie) und Hedgefonds-Gründer James Simons. Das MSRI ist auch um Öffentlichkeitsarbeit bemüht. Im Simons-Auditorium finden regelmäßig klassische Musikkonzerte statt. Bekannt sind in Berkeley auch öffentliche Gesprächsrunden von Robert Osserman mit Künstlern, die einen Bezug zur Mathematik haben wie der Komiker Steve Martin, der Dramatiker Tom Stoppard, der Komponist Philip Glass. Das MSRI arbeitet auch mit Theaterautoren in Berkeley zusammen.
37.879799-122.244294Koordinaten: 37° 52′ 47″ N, 122° 14′ 39″ W

Vormsi

Vormsi (deutsch Worms, schwedisch Ormsö, estlandschwedisch Årmse) ist mit 92 km² die viertgrößte Insel Estlands.

Vormsi gehört zu den Moonsund-Inseln. Die Insel liegt zwischen der zweitgrößten estnischen Insel Hiiumaa und der Halbinsel Noarootsi. Vom Festland trennt sie der drei Kilometer breite Wose-Sund (Voosi kurk).
Vormsi wird heute von rund 350 Menschen bewohnt. Im Sommer verkehrt vom Dorf Sviby eine Fähre zweimal täglich zur zwölf Kilometer entfernten Hafenstadt Haapsalu auf dem estnischen Festland.
Der estnische Name der Insel leitet sich vom schwedischen Ormsö („Schlangeninsel“) ab. Seit dem 13. Jahrhundert besiedelten Schweden die Insel. Bis zum Zweiten Weltkrieg stieg die Zahl der Bewohner auf bis zu 3000. 1944 flohen fast alle schwedischstämmigen Einwohner vor dem Vormarsch der Roten Armee über die Ostsee nach Schweden.
Heute noch zeugen die Ortsnamen von der schwedischen Vergangenheit der Insel: die vierzehn Inseldörfer heißen Borrby, Diby, Fällarna, Förby, Hosby, Hullo, Kersleti, Norrby, Rälby, Saxby, Sviby, Söderby und Suuremõisa (Vormsi).
In Hullo, der Inselhauptstadt, befinden sich die 1632 erbaute Kirche und ein Friedhof mit einigen jahrhundertealten Steinkreuzen. In Saxby im Nordwesten steht der 1864 errichtete Leuchtturm der Insel.
Leuchtturm in Saxby
Weide bei Rälby
Windmühle in Rälby
Holzfällerkate in Hullo
Leuchtfeuer in Saxby

376. Infanterie-Division (Wehrmacht)

Die 376. Infanterie-Division war ein Großverband des Heeres der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

Die 376. ID wurde als Division der 19. Aufstellungswelle am 21. März 1942 in Angoulême im besetzten Frankreich aufgestellt. Im Juni 1942 wurde sie an die Ostfront zur Heeresgruppe Süd verlegt und kämpfte bei Charkow. Im Rahmen von Fall Blau marschierte die 376. ID im August 1942 vom Donbogen bis nach Stalingrad. In der 6. Armee war sie im XI. Armeekorps integriert und hatte am 14. September 1942 bereits folgende Abnutzung in der Gefechtsstärke: sieben Infanterie-Bataillone, davon sechs in durchschnittlicher Stärke[A 1] und eins in schwacher[A 2], Pionier-Bataillon in durchschnittlicher[A 3] Kampfstärke
Am 1. November 1942 zählte man 158 Offiziere, 1.125 Unteroffiziere und 5.007 Mannschaftsdienstgrade in einer Gesamtstärke von 6.206 Mann. Die Verluste im Monat Oktober 1942 beliefen sich auf 158 Personen. Sie kapitulierte zusammen mit der 6. Armee im Kessel von Stalingrad am 31. Januar 1943 und wurde im April 1943 in den Niederlanden mit Rekruten und Rekonvalenzenten neu aufgestellt. Im November 1943 kehrte sie zur 8. Armee an die Ostfront zurück und kämpfte in der Ukraine. Im Februar 1944 wurde sie durch Eingliederung der Divisions-Gruppe 167 verstärkt. Im Sommer 1944 musste sie sich mit der Heeresgruppe Südukraine bis nach Rumänien zurückziehen. Im August 1944 wurde sie im Rahmen der Operation Jassy-Kischinew bei Iași vernichtet. Die Überlebenden wurden in die 15. ID und 76. ID aufgenommen.
370. | 371. | 376. | 377.