Chris-Carol Bremer

Chris-Carol Bremer (* 5. Januar 1971 in Hannover) ist ein ehemaliger deutscher Schwimmer. Er gehörte in den 1990er Jahren zu den weltbesten Athleten im Schmetterling-Schwimmstil; seine Spezielstrecke waren die 200 Meter. Außer einer Goldmedaille bei den Kurzbahneuropameisterschaften konnte er jedoch nie einen größeren internationalen Titel erringen. Während seiner aktiven Karriere war er über längere Zeit Athletensprecher des Deutschen Schwimm-Verbandes.

Bremer begann seine schwimmerische Laufbahn in seinem Heimatort Seelze bei der SSG Nord-Calenberg, der er bis 1995 treu blieb. Bei den Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona belegte er über 200 Meter Schmetterling den 9. Platz. Drei Jahre darauf und nach einem Wechsel zur SG Hamburg gewann er mit dem Schwimm-Weltcup die wichtigste internationale Serie von Wettbewerben auf der 25 Meter langen „Kurzbahn“. Bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften 1993 und 1995 gewann er jeweils Bronze über seine Spezialstrecke. Bei den folgenden Olympischen Sommerspielen 1996 in Atlanta war Bremer Sprecher der deutschen Schwimmmannschaft, kam jedoch nicht über einen 16. Platz über 200 Meter Schmetterling hinaus. Zu den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney trat er nicht mehr aktiv an, fungierte allerdings als Kapitän des deutschen Schwimm-Olympiateams.w
Bremer kam als ältestes von vier Geschwistern zur Welt; sein Vater ist ehemaliger Leichtathlet. Zwischen 1990 und 1992 war er Sportsoldat an der Sportschule der Bundeswehr, bevor er auf der Grundlage eines Sportlerstipendiums ein zweijähriges Studium der Physiologie an der Michigan State University (MSU) in East Lansing aufnahm. Dort wurde er 1992 und 1993 in die Dean’s List – eine Kategorie für Studenten mit besonders guten Leistungen – aufgenommen. 1993 immatrikulierte er sich für Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover. Nach einem Praxisjahr 1999/2000 am Laatzener Klinikum Agnes Karll (Innere Medizin, Chirurgie) und an der MSU (Orthopädie, Sportmedizin) schloss er das Studium 2000 ab. Im Folgejahr 2001 durchlief er am Institut européen d’administration des affaires in Singapur und Fontainebleau ein Programm zur Erlangung des Master of Business Administration. Im Jahr 2004 wurde Bremer an der Universität Hamburg bei Klaus-Michael Braumann mit einer Dissertation über die „Nutzung der Atemgasanalyse zur Bestimmung technischer und metabolischer Fähigkeiten bei Schwimmerinnen und Schwimmern im Leistungssport“ zum Dr. med. promoviert.
Seit 2002 arbeitet er für das Pharmazieunternehmen Grünenthal GmbH. Zunächst war er in der Deutschlandzentrale in Aachen als Projektleiter für Analgetika und strategisches Marketing, um das Jahr 2007 dann als Pain Business Unit Director der Niederlassung in Mexiko tätig. Seit August 2009 ist er Marketing Director in Deutschland.
Von 1998 bis 2000 war Bremer Mitglied der gemeinsamen Anti-Doping-Kommission des Deutschen Sportbundes und der Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland. In dieser Funktion war er wesentlich dafür verantwortlich, dass sich die deutsche Schwimm-Nationalmannschaft im Januar 1998 bereiterklärte, rückwirkend bis 1992 die Anonymisierung aller Dopingproben aufzuheben. Von den dann vorliegenden Testergebnissen sollten zusätzlich sogenannte Steroid-Profile erstellt werden, die aussagekräftiger sind als die einzelnen Dopingtests. Im Juni gleichen Jahres zeigte er sich jedoch enttäuscht, dass er beim Deutschen Schwimm-Verband kein Interesse bemerkte, die Initiative voranzutreiben. Ende der 1990er Jahre vertrat er zusammen mit seinem Kollegen Mark Warnecke die Annahme, dass im Schwimmsport weltweit flächendeckend gedopt werde und diese Machenschaften von Ärzten und Laboren vertuscht oder gar gefördert würden. Er äußerte im Oktober 1998:
Zwei Jahre später sagte er auf die Frage, ob er seine Bemühungen wider die Dopingpraktiken eingestellt habe, dass ihm – da er keine handfesten Beweise vorlegen könne – nichts weiter übrig bleibe, als weiterhin offensiv für noch bessere Kontrollen zu kämpfen. Er wolle dem Schwimmsport keinesfalls schaden, indem er immer nur Behauptungen in den Raum stelle. Im August 2000 beklagte Bremer „Bei richtigem Timing kommt man an jeder Kontrolle vorbei.“ Im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele 2000 in Sydney sorgten Äußerungen Bremers für erhebliche Spannungen zwischen den Schwimmteams Deutschlands und Australiens. Der medial viel beachtete Streit zog sich über etwas mehr als eine Woche und wurde von Boulevardmedien als „Schwimm-Krieg“ betitelt. Bremer hatte in einem Interview mit der Tageszeitung Die Welt, das am 8. Juli gedruckt wurde, darauf hingewiesen, dass Doping überproportionales Wachstum der Hände oder Füße zur Folge haben könnte. Die kritischen Sätze lauteten:
Unter anderem die meistgelesene australische Zeitung The Sun-Herald berichtete zwei Tage später auf ihrer Titelseite über die Äußerungen Bremers. Thorpes Manager David Flaskas wies darauf hin, dass die Vorwürfe absurd seien und er genug von den schmutzigen Taktiken der Deutschen habe. Seine markante Aussage „Ian mag zwar große Füsse haben, aber die Deutschen haben große Mäuler.“ wurde zum Schlagwort des Streits. Grant Hackett fragte in einem Exklusivbeitrag für den Sunday Telegraph provozierend „Du begreifst es einfach nicht, Chris Carol Bremer. Hallo? Bist Du hirntot oder was?“. Bremer selbst relativierte in einem Interview mit ebendieser Zeitung seine Aussagen; er habe nicht speziell Thorpe des Dopings beschuldigen wollen. Wenige Tage später entschuldigte er sich in einem persönlichen Brief an den damals 17-jährigen Australier und beschuldigte die australische Presse, seine Aussagen in einem falschen Zusammenhang wiedergegeben zu haben.
Heutzutage ist Bremer Beiratsmitglied der Doping-Opfer-Hilfe.

Stefan Kornatz

Stefan Kornatz (* 1968 in Bochum-Wattenscheid) ist ein deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor.

Kornatz ist in Hamburg und Umgebung aufgewachsen. Nach einer Ausbildung in der Finanzverwaltung studierte er von 1990 bis 1995 Soziologie an der Universität Hamburg und an der Hochschule für Wirtschaft und Politik.
Während des Studiums arbeitete er als Filmvorführer im Hamburger Programmkino Abaton, hospitierte am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und assistierte am Berliner Ensemble unter der Leitung von Peter Zadek.
Kornatz arbeitete als Drehbuch-Lektor und ist seit 1998 als Drehbuchautor tätig. Von 2000 bis 2007 war er zudem Regieassistent bei Fernsehfilmen, bevor er in 2006 mit seinem Kurzfilm Lebenswandel – see you at home selbst als Regisseur und Produzent debütierte.
Seit 2008 inszeniert Kornatz Spielfilme, oftmals nach eigenem Drehbuch, darunter das Beziehungsdrama Verhältnisse mit Devid Striesow, Nicolette Krebitz und Lars Eidinger sowie die Thriller-Groteske Das Ende einer Maus ist der Anfang einer Katze, die von einem Vollstreckungsbeamten (Hilmi Sözer) in der Provinz erzählt, der auf vertrackte Weise zwischen die Fronten von Gangstern, Provinzpolitik und Fiskus gerät.
Kritikerlob erntete Stefan Kornatz 2012 für seine Tatort-Episode Es ist Böse mit Nina Kunzendorf und Joachim Król als Kommissare. „Der Frankfurter Tatort „Es ist Böse“ ist ein Meisterstück und kaum zu ertragen. Er geht auf eine wahre Begebenheit zurück, auf einen Fall grausamer Morde an Prostituierten.“
Mit Mord auf Langeoog inszenierte Kornatz 2013 den zweiten Fall des NDR-Tatort Teams Falke/Lorenz (Wotan Wilke Möhring und Petra Schmidt-Schaller), der auf der titelgebenden Insel Langeoog spielt. Der Film war mit 10,74 Mio Zuschauern (29,5 % MA) eine der erfolgreichsten Tatort-Sendungen des Jahres.
Kornatz lebt in Berlin.

Kerstin Thorvall

Kerstin Hilma Margareta Thorvall (* 12. August 1925 in Eskilstuna; † 9. April 2010 in Stockholm) war eine schwedische Schriftstellerin, Illustratorin und Journalistin.

Kerstin Thorvall wurde von 1945 bis 1947 zur Modezeichnerin ausgebildet und debütierte als Schriftstellerin 1959 mit dem Buch Boken till dig („Das Buch für dich“). Thorvall illustrierte in der Anfangszeit ihres Schaffens nicht nur ihre eigenen Kinder- und Jugendbücher, sondern auch eine Reihe anderer, darunter Kalle Blomkvist och Rasmus („Kalle Blomkvist und Rasmus“) von Astrid Lindgren, das 1953 erschien. Später schrieb sie mehr für Erwachsene und arbeitete als Feuilletonistin für die schwedische Wochenzeitung Vecko-Revyn sowie die Monatszeitung Damernas Värld von 1966 bis 1975.
In ihren offenherzigen Schilderungen, unter anderem über die weibliche Sexualität, wie in dem autobiografischen Werk Det mest förbjudna („Alles was verboten ist“, 1976), erweckte sie in den 1970er Jahren eine „moralische Panik“ und gehörte damit zu den meist gescholtenen, aber auch meistgelesenen Schriftstellern Schwedens. Die Wertschätzung Thorvalls eigenartiger schriftstellerischer Werke ist unterdessen mit den Jahren gewachsen, nicht zuletzt durch eine memoirenähnliche Romantrilogie, deren erster Teil När man skjuter arbetare („Kleide den Himmel in Dunkel“) von 1993 die Ehe der Eltern verarbeitet. Hierfür erhielt sie den Moa-Preis. Der zweite Teil I skuggan av oron („Wo das Leben beginnt“) von 1995 berichtet von ihrem Verhältnis zu ihrer Mutter nach dem Tod des Vaters. In Teil drei Från Signe till Alberte („Im Licht eines neuen Tages“) von 1998 wird ihr Leben als Ehefrau und Mutter behandelt.
Thorvall war hauptsächlich Romanschriftstellerin mit vielen hochgelobten Büchern. Aber es kam vor, dass sie die eine oder andere Illustration erstellte.

Anna von Lieben

Anna von Lieben (* 26. September 1847 in Wien; † 31. Oktober 1900 ebenda) wurde bekannt als Sigmund Freuds Patientin Cäcilie M..
Sie war eine Tochter von Eduard Todesco (seit 1869 Eduard Freiherr von Todesco) und seiner in Brünn geborenen Ehefrau Sophie Gomperz. Der Reichtum und Einfluss der jüdischen Familie Todescos wurde im damaligen kaiserlichen Wien nur knapp von den Wiener Rothschilds übertroffen.

Schon früh erlebte sie die Schicksale der „goldenen Käfige“ von Verwandten. 1866 floh sie im Alter von 18 Jahren zu ihrer Schwester Franziska (genannt Fanny) nach London, die dort am 28. April 1866 die erste Ehefrau des ebenfalls sehr reichen Heinrich von Worms (auch Henry de Worms) geworden war. Auch diese Ehe wurde später geschieden. In London erholte sich Anna jedoch nicht, sondern hier wurde sie psychisch sehr krank.
1868 ging Anna auf Drängen der Eltern nach Wien zurück und heiratete am 3. Dezember 1871 in Wien den zwölf Jahre älteren, schwerreichen Leopold von Lieben (* 7. Mai 1835; † 20. März 1915), den Präsidenten der Wiener Börsenkammer. Bald darauf hatte das Ehepaar fünf Kinder.
Das Palais der Familie Todesco wurde von 1861 bis 1865 von ihrem Vater errichtet. Der Bau hat ca. 500 Zimmer und war bzw. ist voller Kunstschätze. Bewohnt wurde es zunächst nur von den Familien Todesco und Lieben. Im Erdgeschoss traf Anna Sigmund Freud zum ersten Mal. Das erste Stockwerk wurde bewohnt von Leopold von Liebens Familie. Anna litt zunehmend unter hysterischen Erscheinungen und war oft ans Bett gefesselt. Nach der Geburt ihrer Kinder wurde sie morphinsüchtig. Hugo von Hofmannsthal, ein häufiger Besucher, beschreibt sie als tierisch, sinnlich, halbverrückt. Sie war hochbegabt, liebte das Schachspiel und war mathematisch interessiert.
1887 lernte sie den zehn Jahre jüngeren Sigmund Freud kennen, der sie bis zum Jahre 1895 betreute. Unter dem Namen Cäcilie M. ging sie als eine der ersten Patientinnen Sigmund Freuds in die Medizingeschichte ein. Er bezeichnete sie später als seine Lehrmeisterin. Durch die relativ lange und besonders intensive Zeit ihrer Behandlung (über Jahre fast durchgehendes dreimaliges Treffen in einer Woche) konnte er die Funktion der Psyche intensiv kennenlernen. Sie lebte in ständiger Angst, in eine Anstalt eingewiesen zu werden. Sigmund Freud entwickelte erste Erfahrungen mit der Rede-Kur, mit dem damals neuen Element der freien Assoziation.

Sam Claflin

Samuel „Sam“ George Claflin (* 27. Juni 1986 in Ipswich, Suffolk, England) ist ein britischer Schauspieler.

Sam Claflin ist der Sohn eines Finanzberaters und einer Schulassistentin. Sein Schauspieldebüt hatte er in dem Fernsehmehrteiler Die Säulen der Erde als Richard von Shiring. In dem vierten Teil der Fluch-der-Karibik-Reihe, Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten, spielt er in einer Nebenrolle den Missionar Philip. Im Fußballdrama United, das sich mit dem Wiederaufbau der Mannschaft nach dem Flugzeugunglück des Manchester United Teams 1958 befasst, spielt er die Rolle des Duncan Edwards. 2012 spielte er die Rolle eines Prinzen in einer amerikanischen Neuverfilmung des Märchens Schneewittchen, Snow White and the Huntsman, der am 31. Mai 2012 in die deutschen Kinos kam. In dem 2013 erschienenen Science-Fiction-Film Die Tribute von Panem – Catching Fire übernahm Claflin die Rolle des Finnick Odair. Es folgte die Hauptrolle des Bryan McNeil im Horror-Thriller The Quiet Ones sowie die Hauptrolle des Alex Stewart in der romantischen Komödie Love, Rosie – Für immer vielleicht, die auf dem gleichnamigen Roman von Cecelia Ahern basiert.
Seit Juli 2013 ist Sam Claflin mit der britischen Schauspielerin Laura Haddock verheiratet. Ende Dezember 2015 brachte Haddock das erste gemeinsame Kind des Paares auf die Welt.

Linearisierung

Bei der Linearisierung werden nichtlineare Funktionen oder nichtlineare Differentialgleichungen durch lineare Funktionen oder durch lineare Differentialgleichungen angenähert. Die Linearisierung wird angewandt, da lineare Funktionen oder lineare Differentialgleichungen einfach berechnet werden können und die Theorie umfangreicher als für nichtlineare Systeme ausgebaut ist.

Anwendung findet die Linearisierung unter anderem in der Elektrotechnik und der Regelungstechnik zur näherungsweisen Beschreibung nichtlinearer Systeme durch lineare Systeme.
Das Ergebnis einer Netzwerkanalyse ist unter Umständen ein nichtlineares Gleichungssystem. Dies kann unter gewissen Voraussetzungen in ein lineares Gleichungssystem überführt werden. Nicht die einzige, aber die einfachste Methode der Linearisierung ist die Linearisierung in einem Arbeitspunkt. Nur diese ist in den folgenden Abschnitten beschrieben.
Das einfachste Verfahren zur Linearisierung ist das Einzeichnen der Tangente in den Graphen. Daraufhin können die Parameter der Tangente abgelesen werden, und die resultierende lineare Funktion (Punktsteigungsform der Geraden)
approximiert die Originalfunktion um den Punkt . Dabei ist der Anstieg im Punkt .
Wenn die Funktion in analytischer Form vorliegt, kann die Gleichung der Tangente direkt angegeben werden.
Der relative Fehler der Approximation ist
Für die Funktion gilt:
Die Bestimmung der Tangente entspricht der Bestimmung des linearen Glieds des Taylorpolynoms der zu approximierenden Funktion.
Befindet sich im Signalflussplan eine Multiplikationsstelle, so lässt sich diese durch Linearisierung in eine Additionsstelle umwandeln:
Linearisierung einer Multiplikation im Arbeitspunkt (AP):
Multiplikation durch Addition genähert:
Beispiel:
Es gilt
und
oder
Für die Geometrische Reihe gilt
Mit
Damit ist die linearisierte Division
Das bekannteste Beispiel für die Linearisierung einer nichtlinearen Differenzialgleichung ist das Pendel. Die Gleichung lautet:
Der nichtlineare Teil ist . Dieser wird für kleine Schwankungen um einen Arbeitspunkt approximiert durch:
Mit dem Arbeitspunkt gilt:
Weitere Details sind in Zustandsraumdarstellung beschrieben.
Soll eine gegebene Funktion in einem Punkt linearisiert werden, wird sich der Taylor-Formel bedient. Das Ergebnis entspricht der Tangentialebene in diesem Punkt.
Für die Funktion gilt in der Umgebung des Punktes :
Beispiel:
ergibt die Tangentialebene

Pecos (Texas)

Reeves County
48-56516
Pecos ist die Bezirkshauptstadt und Sitz der Countyverwaltung (County Seat) des Reeves County im US-Bundesstaat Texas in den Vereinigten Staaten.

Die Stadt liegt im Westen von Texas, am Ostufer des Pecos River an den U.S. Highways 80 und 285 sowie der Interstate 20, ist im Norden etwa 40 km von New Mexico entfernt und hat eine Gesamtfläche von 18,9 km² ohne nennenswerte Wasserfläche.
Die Stadt entstand 1881 im Rahmen des Baus der Eisenbahnlinie Texas and Pacific Railroad, als ein Bahnhof an der Stelle errichtet wurde, wo bereits ein Camp bestand, an dem Rinderherden über eine Furt den Pecos River überquerten. Seit 1884 ist Pecos die Hauptstadt des Reeves Countys. In den 1890er Jahren erlangte die Stadt wegen der zahlreichen Schießereien und Revolverduelle überregionale Beachtung.1900 gab es zwei Schulen in Pecos mit zusammen 148 Schülern. Die First National Bank of Pecos öffnete 1904.
Durch die Einführung künstlicher Bewässerung entwickelte sich Pecos zu einem Anbaugebiet von Baumwolle, Zwiebeln und Cantaloupe-Melonen und zu einem Versorgungszentrum für umliegende Farmen, Ranches und Ölfelder. Während des II. Weltkrieges wurden zahlreiche militärische Einrichtungen nach Pecos verlegt und der Militärflugplatz „Pecos Army Air Field“ gebaut.
In den 1960er Jahren erlebte Pecos einen wirtschaftlichen Aufschwung durch den in der Nähe stattfindenden Schwefelabbau. Als Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre die Schwefelminen geschlossen wurden, geriet die Stadt in eine wirtschaftliche Krise und verlor in den Folgejahren etwa ein Drittel der Bevölkerung.
Nach der Volkszählung im Jahr 2000 lebten hier 9.501 Menschen in 3.168 Haushalten und 2.455 Familien. Die Bevölkerungsdichte betrug 501,8 Einwohner pro km². Ethnisch betrachtet setzte sich die Bevölkerung zusammen aus 76,32 % weißer Bevölkerung, 2,45 % Afroamerikanern, 0,46 % amerikanischen Ureinwohnern, 0,47 % Asiaten, 0,01 % Bewohnern aus dem pazifischen Inselraum und 18,06 % aus anderen ethnischen Gruppen. Etwa 2,22 % waren gemischter Abstammung und 79,57 % der Bevölkerung waren spanischer oder lateinamerikanischer Abstammung.
Von den 3.168 Haushalten hatten 39,9 % Kinder unter 18 Jahre, die im Haushalt lebten. 59,0 % davon waren verheiratete, zusammenlebende Paare. 13,9 % waren allein erziehende Mütter und 22,5 % waren keine Familien. 20,4 % aller Haushalte waren Singlehaushalte und in 9,6 % lebten Menschen, die 65 Jahre oder älter waren. Die Durchschnittshaushaltsgröße betrug 2,97 und die durchschnittliche Größe einer Familie belief sich auf 3,47 Personen.
32,5 % der Bevölkerung waren unter 18 Jahre alt, 8,7 % von 18 bis 24, 24,2 % von 25 bis 44, 21,7 % von 45 bis 64, und 13,0 % die 65 Jahre oder älter waren. Das Durchschnittsalter war 33 Jahre. Auf 100 weibliche Personen aller Altersgruppen kamen 93,3 männliche Personen. Auf 100 Frauen im Alter von 18 Jahren und darüber kamen 89,0 Männer.
Das jährliche Durchschnittseinkommen eines Haushalts betrug 24.943 USD, das Durchschnittseinkommen einer Familie 26.376 USD. Männer hatten ein Durchschnittseinkommen von 25.867 USD gegenüber den Frauen mit 13.874 USD. Das Prokopfeinkommen betrug 11.857 USD. 27,1 % der Bevölkerung und 23,4 % der Familien lebten unterhalb der Armutsgrenze. Davon waren 36,0 % Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und 15,6 % waren 65 oder älter.
Liste der Städte in Texas

Dmitri Wladimirowitsch Orlow

Dmitri Wladimirowitsch Orlow (russisch Дмитрий Владимирович Орлов; englische Transkription: Dmitri Vladimirovich Orlov; * 23. Juli 1991 in Nowokusnezk, Russische SFSR) ist ein russischer Eishockeyspieler, der seit Februar 2011 bei den Washington Capitals aus der National Hockey League unter Vertrag steht und parallel für deren Farmteam, die Hershey Bears, in der American Hockey League zum Einsatz kommt.

Dmitri Orlow begann seine Karriere als Eishockeyspieler in seiner Heimatstadt bei Metallurg Nowokusnezk, für dessen Profimannschaft er im Laufe der Saison 2007/08 im Alter von 16 Jahren sein Debüt in der Superliga gab. In seiner Premierenspielzeit blieb er in sechs Spielen punkt- und straflos. In der Saison 2008/09 war er noch überwiegend für Metallurgs zweite Mannschaft in der drittklassigen Perwaja Liga aktiv und bestritt für dessen Profiteam insgesamt 16 Spiele in der neu gegründeten Kontinentalen Hockey-Liga. Dennoch wurden ausländische Talentspäher früh auf den Verteidiger aufmerksam und die Washington Capitals wählten ihn im NHL Entry Draft 2009 in der zweiten Runde als insgesamt 55. Spieler aus.
In der Saison 2009/10 blieb Orlow in seiner russischen Heimat und erspielte sich einen Stammplatz im KHL-Team von Metallurg Nowokusnezk, für das er in 41 Spielen sieben Scorerpunkte, davon vier Tore, erzielte. Darüber hinaus bewies er für Metallurgs Juniorenmannschaft in der multinationalen Nachwuchsliga Molodjoschnaja Chokkeinaja Liga seine Torgefährlichkeit, als ihm in 24 Spielen 32 Scorerpunkte, davon 16 Tore, gelangen. In der Saison 2010/11 konnte sich der Junioren-Nationalspieler erneut in der KHL steigern und bereits zur Saisonmitte seinen Punkterekord gegenüber dem Vorjahr einstellen. Im Februar 2011 wurde Orlow für ein Try-Out von den Hershey Bears aus der American Hockey League verpflichtet.
In den folgenden Spielzeiten konnte sich Orlow im NHL-Aufgebot der Capitals etablieren, brach sich allerdings bei der WM 2014 das linke Handgelenk, wobei sich die Heilung nach überstandener Operation verzögerte und es fraglich bleibt, ob er in der Saison 2014/15 noch einmal auf dem Eis stehen wird.
Für Russland nahm Orlow an den U18-Junioren-Weltmeisterschaften 2008 und 2009, sowie den U20-Junioren-Weltmeisterschaften 2010 und 2011 teil. Bei seinen beiden Teilnahmen an der U18-Junioren-Weltmeisterschaft belegte er mit seiner Mannschaft jeweils den zweiten Platz. 2009 wurde er zudem zu einem der drei besten russischen Spieler des Turniers gewählt. Bei seiner zweiten U20-Junioren-Weltmeisterschaft gelang ihm 2011 mit Russland der Gewinn der Goldmedaille. Bei der WM, bei der er einer der beiden Assistenzkapitäne in seinem Team war, trug er mit einem Tor und acht Vorlagen zum Titelgewinn bei. Damit war er der beste Vorlagengeber aller Verteidiger im Turnier, wofür er mit der Wahl in das All-Star Team belohnt wurde.
2014 war er Teil des Teams, das bei der Weltmeisterschaft die Goldmedaille gewann. Orlow fiel allerdings bereits im zweiten Vorrunden-Spiel verletzt aus.
Stand: Ende der Saison 2013/14
Torhüter: Philipp Grubauer | Braden Holtby  Verteidiger: Karl Alzner | John Carlson | Taylor Chorney | Matt Niskanen | Dmitri Orlow | Brooks Orpik (A) | Nate Schmidt | Mike Weber  Angreifer: Nicklas Bäckström (A) | Jay Beagle | André Burakovsky | Jason Chimera | Stanislaw Galiew | Marcus Johansson | Jewgeni Kusnezow | Michael Latta | T. J. Oshie | Alexander Owetschkin (C) | Mike Richards | Justin Williams | Tom Wilson | Daniel Winnik  Cheftrainer: Barry Trotz  Assistenztrainer: Blaine Forsythe | Lane Lambert | Todd Reirden   General Manager: Brian MacLellan

Indianertabak

Indianertabak (Lobelia inflata)
Indianertabak, auch Aufgeblasene Lobelie (Lobelia inflata) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Trotz ihres deutschen Trivialnamens hat diese giftige Pflanzenart mit der Gattung Tabak aus Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae), botanisch gesehen nichts zu tun.

Der Indianertabak ist eine einjährige Pflanze, die eine Wuchshöhe von bis zu 1 Meter erreicht. Der Stängel ist verzweigt und behaart. Die wechselständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind sitzend oder kurz gestielt. Die Blattspreite ist eiförmig-oval mit gezähntem Rand.
Die endständigen, traubigen Blütenstände enthalten viele Blüten. Die zwittrige Blüte ist zygomorph. Die blauen oder weißen Kronblätter sind 6 bis 8 Millimeter lang. Die Blütenkrone ist zweilippig, mit einer aus zwei abstehenden Zipfeln bestehenden Ober- und einer dreizipfligen auf der Innenseite behaarten Unterlippe. Zur Zeit der Fruchtreife ist der Blütenbecher aufgebläht.
Das Verbreitungsgebiet des Indianertabak liegt erstreckt sich über die Ostküste Nordamerika und das Gebiet der Großen Seen. Als Standort bevorzugt er offene Wälder.
Der Indianertabak wird als Zierpflanze in Parks und Gärten angebaut.
Getrockneter Indianertabak enthält etwa 6 % verschiedene Alkaloide, darunter das Hauptalkaloid Lobelin, das in den Wurzeln, Stängeln und Blättern enthalten ist. Parenteral eingenommen, zeigt es einen stimulierenden Einfluss auf die Atmung. Früher wurden die Droge und deren Zubereitungen als Antiasthmatikum eingesetzt. Da Lobelin ähnliche Eigenschaften wie Nicotin besitzt, jedoch unangenehme Begleiteffekte wie z. B. Brechreiz aufweist, ist es häufig Bestandteil von Raucherentwöhnungsmitteln. Nach oraler Aufnahme wird Lobelin schnell zu unwirksamen Verbindungen abgebaut, so dass mit Vergiftungen kaum zu rechnen ist.
Der Indianertabak wurde in der traditionellen Heilkunde verschiedener Indianerstämme verwendet. Die Wurzel wurde zur Behandlung von Geschlechtskrankheiten und Geschwüren eingesetzt, die zerriebenen Blätter gegen verschiedene Hauterkrankungen und als Gegenmittel zu vermeintlicher Hexerei. Die Blätter wurden auch in religiösen Zeremonien geraucht.

Nerechta

Nerechta (russisch Нерехта) ist eine Stadt mit 22.828 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010) in Russland in der Oblast Kostroma, etwa 300 km nordöstlich von Moskau sowie 46 km südwestlich von der Gebietshauptstadt Kostroma entfernt. Sie liegt am Fluss Nerechta, einem Nebenfluss des Wolga-Zuflusses Soloniza. Die nächstgelegene Stadt ist Wolgoretschensk, die 34 km östlich von Nerechta entfernt liegt.

Noch vor der ersten schriftlichen Erwähnung Nerechtas existierten im Bereich der heutigen Stadt mehrere slawische sowie finno-ugrische Ansiedlungen. Letzteren hat Nerechta auch seinen Namen zu verdanken, der ein Hydronym des gleichnamigen Flusses ist und vermutlich so viel wie „Fluss in einer Niederung“ bedeutet.
Die erste Erwähnung Nerechtas als eigenständigen Ort erfolgte im Jahre 1214 im Zusammenhang mit einem Krieg zwischen mehreren Fürstentümern. Die nächste Erwähnung stammte aus dem Jahr 1362, als nahe der heutigen Stadt ein russisch-orthodoxes Kloster entstand, das 1764 aufgelöst wurde. Im 14. Jahrhundert kam Nerechta an das Großfürstentum Moskau und erlangte zu dieser Zeit unter anderem eine Bedeutung in der Salzherstellung.
Anfang des 17. Jahrhunderts wurde Nerechta von polnisch-litauischen Interventen eingenommen und weitgehend verwüstet. Obwohl dies das Ende des Salzhandwerks des Ortes einleitete, konnte Nerechta nach der Befreiung vor allem dank seiner günstigen Lage in der Nähe wichtiger Städte wie Kostroma, Jaroslawl oder Susdal wirtschaftlich aufholen, unter anderem durch Handel und verschiedene Handwerke. Im 18. Jahrhundert entstanden in Nerechta mehrere steinerne Kirchengebäude sowie die ersten Manufakturen. Gegen Ende des Jahrhunderts galt der Ort bereits als wichtiges Zentrum der Textilindustrie.
Den Stadtstatus erhielt Nerechta 1778 im Zuge der allrussischen Verwaltungsreform unter Katharina der Großen. Aus dieser Zeit stammt auch der Stadtwappen mit den Abbildungen zweier Muscheln. Dies sollte die beiden an Schalentieren reichen Flüsse Nerechta und Soloniza symbolisieren.
Da die Stadt Ende des 18. Jahrhunderts noch größtenteils aus Holz gebaut war, war sie anfällig für Brände. Durch einen besonders starken Brand wurde sie im Sommer 1785 größtenteils zerstört. In den nächsten Jahrzehnten wurde Nerechta nach einem neuen Generalplan wiederaufgebaut. Eine Reihe von Gebäuden aus dieser Periode ist in Nerechta bis heute erhalten geblieben.
Im 20. Jahrhundert, während der Sowjetzeit, entstanden in Nerechta neben den bestehenden Textilbetrieben mehrere weitere Fabriken sowie im Jahr 1923 erstmals ein Kraftwerk. Ab den 1960er-Jahren entstanden außerhalb des historischen Stadtkerns mehrere Neubauviertel.
Anmerkung: Volkszählungsdaten
Unter den heutigen Industriebetrieben der Stadt finden sich nach wie vor Textilfabriken, außerdem eine Autoersatzteilfabrik sowie Nahrungsmittelfabriken. In der Umgebung der Stadt wird vor allem Landwirtschaft betrieben, außerdem gibt es Lagerstätten des Tons und des Torfs.
Nerechta hat einen Bahnhof an der Eisenbahnlinie von Jaroslawl nach Kostroma. Über diese beiden Großstädte besteht auch eine Anbindung an die Fernstraße M8.
Verwaltungszentrum: Kostroma
BuiS/R | GalitschS/R | KologriwR | KostromaS/R | MakarjewR | ManturowoS/R | NejaR | NerechtaR | ScharjaS/R | SoligalitschR | TschuchlomaR | WolgoretschenskS
KadyR | KrasnojeR | PonasyrewoR | SudislawlR | SussaninoR | Tschistyje Bory | Wetluschski
Antropowo | Bogowarowo | Georgijewskoje | Ostrowskoje | Parfenjewo | Pawino | Pyschtschug | Wochma
Liste der Städte in der Oblast Kostroma | Verwaltungsgliederung der Oblast Kostroma
Anmerkungen: S – Sitz eines Stadtkreises, R – Verwaltungszentrum eines Rajons