Hugo Keuerleber

Hugo Keuerleber (* 27. Februar 1883 in Stuttgart; † 21. September 1949 ebenda) war ein deutscher Architekt und Hochschullehrer.
Seine Eltern waren Johannes Wilhelm Keuerleber (1847–1911) und Luise Caroline Pauline, geb. Taschner (1850–1926). Zu seinen Geschwistern zählten Theodor Carl und Emilie Elise.
Hugo Keuerleber studierte von 1902 bis 1908 Architektur an der Technischen Hochschule Stuttgart und wurde Mitglied des dortigen Corps Rhenania. 1909 bestand er die Diplom-Hauptprüfung. Bis 1911 arbeitete er als freier Architekt und wurde dann Mitarbeiter bei Habich in Stuttgart. Ab 1912 leitete er das Baubüro der Ausstellung für Gesundheitspflege und musste von 1914 bis 1918 im Ersten Weltkrieg Kriegsdienst leisten.
Ab 1919 war er Bauamtmann im Stadterweiterungsamt der Stadt Stuttgart und ab 1922 Vorstand der Staatlichen Beratungsstelle für das Baugewerbe in Württemberg. In den Jahren von 1926 bis 1949 war er Professor an der Technischen Hochschule Stuttgart und hatte den Lehrstuhl für Baustoffkunde, technischen Ausbau und Entwerfen inne.
Im Dezember 1923 heiratete er Frida Drogmöller. Das Paar hat die Kinder Hugo (1920–1941), Dorothee Luise (* 1924), Gloria Ursula und Eva.

Kanton Capesterre-Belle-Eau-1

Der Kanton Capesterre-Belle-Eau-1 ist ein Kanton im französischen Département Guadeloupe. Er umfasst einen Teil der Gemeinde Capesterre-Belle-Eau.
Baie-Mahault-1 • Baie-Mahault-2 • Basse-Terre • Capesterre-Belle-Eau • Lamentin • Le Gosier • Le Moule • Les Abymes-1 • Les Abymes-2 • Les Abymes-3 • Marie-Galante • Morne-à-l’Eau • Petit-Bourg • Petit-Canal • Pointe-à-Pitre • Sainte-Anne • Sainte-Rose-1 • Sainte-Rose-2 • Saint-François • Trois-Rivières • Vieux-Habitants
Anse-Bertrand | Baie-Mahault | Basse-Terre-1 | Basse-Terre-2 | Bouillante | Capesterre-Belle-Eau-1 | Capesterre-Belle-Eau-2 | Capesterre-de-Marie-Galante | Gourbeyre | Goyave | Grand-Bourg | La Désirade | Lamentin | Le Gosier-1 | Le Gosier-2 | Le Moule-1 | Le Moule-2 | Les Abymes-1 | Les Abymes-2 | Les Abymes-3 | Les Abymes-4 | Les Abymes-5 | Les Saintes | Morne-à-l’Eau-1 | Morne-à-l’Eau-2 | Petit-Bourg | Petit-Canal | Pointe-à-Pitre-1 | Pointe-à-Pitre-2 | Pointe-à-Pitre-3 | Pointe-Noire | Saint-Claude | Sainte-Anne-1 | Sainte-Anne-2 | Sainte-Rose-1 | Sainte-Rose-2 | Saint-François | Saint-Louis | Trois-Rivières | Vieux-Habitants

Ferdinand Domela Nieuwenhuis

Ferdinand Domela Nieuwenhuis anhören?/i (* 31. Dezember 1846 in Amsterdam; † 18. November 1919 in Hilversum) war ein niederländischer sozialistischer Politiker.
Er studierte Theologie in Amsterdam und war von 1870 bis 1879 Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirche. Er war in diesen Jahren schon pazifistisch gesinnt. Mit der Zeit erkannte er die Widersprüche des Christentums. Nach seinem Austritt aus der Kirche schloss er sich pazifistischen und sozialistischen Bewegungen an. Er gründete 1879 eine Zeitschrift mit dem Titel Recht voor Allen (Recht für alle), bei der er bis 1898 als Redakteur arbeitete. Am 1. Januar 1882 wurde Christiaan Cornelissen Mitredakteur der Zeitschrift. Nach einem nicht von ihm selbst geschriebenen Artikel in diesem Blatt musste er 1886 ein Jahr Gefängnis absitzen wegen Majestätsbeleidigung. Am 6. Januar 1881 schickte Domela Nieuwenhuis Karl Marx sein Buch Kapitaal en Arbeid, eine Zusammenfassung von Das Kapital mit gedruckter und handschriftlicher Widmung. Marx machte zahlreiche Anstreichnungen und Anmerkungen in seinem Exemplar. Nach seiner Freilassung besuchte er einige prominente Sozialisten im Ausland, u. a. Friedrich Engels. 1898 gründete er eine neue Zeitschrift, De Vrije Socialist, sie erschien bis zum Jahr 1993 mit wechselnden Titeln.
Von 1888 bis 1891 war er Mitglied der Zweiten Kammer des niederländischen Parlaments, obwohl er das parlamentarische System ablehnte. Er besuchte Kongresse der Sozialistischen Internationale und propagierte das Recht auf Wehrdienstverweigerung. Er kann zu den Mitbegründern (1894) der damals noch ziemlich radikalen SDAP (Sozial Demokratische Arbeiter Partei) gerechnet werden. Schon drei Jahre später kehrte er dieser wieder den Rücken, weil er einen radikal anarchistischen und revolutionären Kurs fahren wollte. Auf den Konferenzen der 2. Internationale (Internationale Arbeiterassoziation, IAA) wurden 1891 und 1893 von anarchistischer Seite Resolutionen – unter Beteiligung von D. Nieuwenhuis – eingebracht, die vorsahen, bei Kriegserklärungen zur allgemeinen Kriegsdienstverweigerung und zum Streik aufzurufen. Die Mehrheit der IAA meinte dagegen, dass Kriege verschwinden würden, wenn der Kapitalismus beseitigt sei. Eine Polemik gegen die anarchistische Position in der IAA formulierte Karl Liebknecht 1907 in der Programmschrift Militarismus und Antimilitarismus. (W. Beyer, Kriegsdienste verweigern; S. 13f).
Nieuwenhuis gründete 1904 die Internationale Anti-Militaristische Vereinigung (IAMV) und war nach 1900 nur noch einmal auffällig aktiv, als 1903 die Eisenbahner wegen eines Konfliktes über die Anerkennung der Gewerkschaften in den Streik traten. Dieser Streik hatte aber, wenigstens kurzfristig, keinen Erfolg. Er begrüßte die Russische Revolution von 1917, lehnte aber die Machtergreifung der Bolschewiki ab.
Ein Denkmal von ihm steht in Amsterdam am Nassauplein. In Heerenveen ist ihm ein Museum gewidmet worden.

William Geoffrey Cahill

William Geoffrey Cahill (* 7. November 1854 in Strokestown, Roscommon, Irland; † 15. April 1931 in Newmarket bei Brisbane, Queensland, Australien) war ein australischer Soldat, Beamter und ranghöchster Polizeioffizier in Queensland.

William Cahill wurde an der Strokestown National School ausgebildet und diente in der Royal Irish Constabulary. Er wanderte mit seiner Frau Lavinia, geborene Bernie, nach Maryborough in Queensland aus, das sie am 2. Dezember 1878 erreichten.
Nach seiner Ankunft in Australien arbeitete im öffentlichen Dienst von Queensland in verschiedenen Positionen, bevor er am 1. April 1905 zum ranghöchsten Polizeioffizier in Queensland und am 7. September des gleichen Jahres zum Protector of Aborigines ernannt wurde. Nach fünf Jahren, am 19. Dezember 1917, bestätigte man ihn in dieser Position. Cahill diente auch seit 1885 beim Militär, dem Brisbane Volunteer Rifle Corps der Queensland Volunteer Rifles, wo er 1887 zum Captain und 1891 zum Major ernannt wurde. Im Polizeidienst setzte sich Cahill für staatlich bezahlte Uniformen und bessere Pensionen des Personals ein. Er verfasste ein Handbuch für Polizisten, legte größten Wert auf Effizienz des Dienstes, der Waffen und der Munition, modernisierte die Ausbildung und widmete sich der verbesserten Aufklärung von Kriminalverbrechen. Im Polizeiamt war er auch verantwortlich für den öffentlichen Straßenverkehr, die Lizenzierung von Spirituosen, die Überwachung der Wettspiele und den Kinderschutz.
Der Generalstreik in Brisbane 1912 war ein kritischer Moment in seiner Karriere, da die Streikführer das von ihm verhängte Versammlungsverbot am 2. Februar 1912 ignorierten und er den Einsatz der bewaffneten Polizeitruppen und -reiterei befahl. Dabei kam es zu einer Auseinandersetzung mit 15.000 Demonstranten, die er niederknüppeln ließ. Als er mit seinem Pferd und Schlagstock eine Attacke auf die Demonstranten ritt, stach die 73-jährige Suffragette Emma Miller mit einer Hutnadel auf sein Pferd ein, das ihn abwarf, wobei er beim Sturz verletzt wurde und nachhaltig hinkte. Nach diesem Einsatz gab ihm die Stadtverwaltung von Brisbane, die von der Australian Labor Party dominiert wurde, vier Minuten Zeit zur Demissionierung seiner Aufgaben in der Stadt, obwohl er Unterstützung für seine Maßnahmen gegen die Streikenden von der konservativen Regierung Queenslands des damaligen Premierministers Digby Denham genoss.
Das Niederreiten und Niederknüppeln friedlicher Personen, viele davon ältere Frauen und Kinder, wurde nicht nur im Gewerkschaftszeitungen wie dem Worker, sondern auch in anderen Zeitungen verurteilt, beispielsweise im konservativen Trust. Der Tag der Ereignisse, ein Freitag, wurde zunächst als Baton Friday (Knüppel-Freitag) und später als Black Friday (Schwarzer Freitag) bezeichnet.
In der Wahl von 1915 wurde die konservative Regierung abgewählt und Thomas Joseph Ryan von der Labor Party kam an die Macht, Cahill blieb bei einem seiner brisbaner Gegenspieler im Amt, ein Streikführer von 1912, der zum Minister ernannt worden war. Cahill wurde im Dezember 1915 aus gesundheitlichen Gründen aus seinem Amt entlassen.
Cahill erhielt zahlreiche Ehrungen, beispielsweise die Volunteer Officers’ Decoration im Jahr 1911, mit dem Orden C.M.G. im Dezember 1912 und zweimal mit dem Aide-de-camp in der Zeit von 1912 bis 1916.

Marko Nikodijević

Marko Nikodijević (* 4. Januar 1980 in Subotica) ist ein serbischer Komponist.
Marko Nikodijević studierte ab 1995 an der Universität der Künste Belgrad Komposition, außerdem Mathematik und Physik. Sein Kompositionslehrer war zunächst Srdjan Hofman, von 2002 bis 2003 Zoran Erić. 2003 übersiedelte er nach Deutschland, wo sich ein Aufbaustudium bei Marco Stroppa an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart anschloss (bis 2005). 2008 bis 2009 folgten private musiktheoretische Studien bei Bernd Asmus.
Kompositorisch nutzt Nikodijević der Mathematik entlehnte Verfahren (Fraktale), Spektralmusik, verbindet traditionelle Instrumente mit digital generierten Klängen und greift auch Elemente des Techno und Pop auf. In seinem Werkverzeichnis finden sich überwiegend Kompositionen für Kammerensemble, darunter ketamin/schwarz für Trompete, Posaune, Gitarre, Violoncello, Klavier, 2 Schlagzeuger und Live-Elektronik (2012 bei den Donaueschinger Musiktagen uraufgeführt). 2014 kam während der Münchener Biennale seine Kammeroper Vivier – Ein Nachtprotokoll zur Uraufführung, die um Leben und Tod des Komponisten Claude Vivier kreist.
Für seine Kompositionen erhielt Marko Nikodijević mehrere Auszeichnungen, darunter 2008 den Komponistenpreis der Brandenburger Biennale, 2010 den Ersten Preis der Internationalen Gaudeamus Muziekweek in Amsterdam 2010 für cvetić, kućica… – la lugubre gondola [trauermusik nach franz liszt] und 2013 den Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung in München. 2012 bis 2013 war er Stipendiat an der Cité Internationale des Arts in Paris.

2. Eishockey-Bundesliga 2002/03

Die Saison 2002/03 der 2. Eishockey-Bundesliga war die fünfte Spielzeit der neuen zweithöchsten deutschen Spielklasse und sollte ursprünglich gegenüber der Vorsaison auf 16 Teilnehmern aufgestockt werden. Tatsächlich fand sie jedoch lediglich mit 15 Teilnehmern statt.
Von den nach der Saison 2001/02 aus der Deutschen Eishockey Liga ausscheidenden Mannschaften

Nachdem der Meister REV Bremerhaven verzichtete, und lediglich der ERC Ingolstadt als Play-off-Finalist seine Chance zur Teilnahme an der DEL wahrnahm, verblieben aufgrund der avisierten Aufstockung alle teilnehmenden Mannschaften des Vorjahres in der Liga. Die Liga wurde mit dem ESV Kaufbeuren und dem EV Landshut, den beiden Aufsteigern aus der Oberliga, ergänzt.
Der Modus wurde im Vergleich zur Vorsaison erneut geändert. Nach der als Doppelrunde ausgespielten Vorrunde spielten die Mannschaften auf Platz 1 bis 8 die Meisterschafts-Play-offs, nach denen der Meister EHC Freiburg sich erfolgreich um die Aufnahme in die DEL 2003/04 bewarb. Für die Teilnehmer auf den Plätzen 9 bis 11 war die Saison nach der Vorrunde beendet, wobei im März 2003 für die die Tölzer Löwen organisierende Tölzer Eissport GmbH ein Insolvenzantrag gestellt wurde. Die Teilnehmer auf den Plätzen Platz 12 bis 15 spielten in Play-downs im Play-off-Modus zwei sportliche Absteiger aus, zu denen auch der Vorjahresmeister REV Bremerhaven zählte.
Abkürzungen: Sp = Spiele, S = Siege, N = Niederlagen, (N) = Neuling Erläuterungen:     = Play-offs,     = Saison beendet,     = Play-downs.
Der EHC Freiburg steigt als Meister und einem erfolgreichen Aufnahmeantrag in die Deutsche Eishockey Liga auf, wobei die Profimannschaft mit dem Aufstieg in die Die Wölfe Freiburg GmbH ausgelagert wurde.
Die vier letztplatzierten Mannschaften mussten zwei Absteiger ausspielen. Dabei traf der Zwölftplatzierte, der REV Bremerhaven, auf den Tabellenletzten, den ETC Crimmitschau, während der 13., der ESV Kaufbeuren, gegen den Tabellenvorletzten, die Lausitzer Füchse, antrat. Gespielt wurde im Modus „Best of five“.
Der REV Bremerhaven musste somit den Gang in die Oberliga antreten, während der ETC Crimmitschau die Klasse halten konnte. Ebenfalls abgestiegen waren die Lausitzer Füchse. Der ESV Kaufbeuren durfte hingegen in der 2. Eishockey-Bundesliga verbleiben.
1958/59 1959/60 1960/61 1961/62 1962/63 1963/64 1964/65 1965/66 1966/67 1967/68 1968/69 1969/70 1970/71 1971/72 1972/73
1973/74 1974/75 1975/76 1976/77 1977/78 1978/79 1979/80 1980/81 1981/82 1982/83 1983/84 1984/85 1985/86 1986/87 1987/88 1988/89 1989/90 1990/91 1991/92 1992/93 1993/94
1994/95 1995/96 1996/97 1997/98
1998/99 1999/2000 2000/01 2001/02 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13
2013/14 2014/15 2015/16

Herberhausen (Göttingen)

51.5396099.985199Koordinaten: 51° 32′ 23″ N, 9° 59′ 7″ O
Herberhausen im Stadtgebiet von Göttingen
Herberhausen ist ein östlicher Stadtteil der Universitätsstadt Göttingen.

Herberhausen liegt östlich der Göttinger Innenstadt im Tal der Lutter im westlichen Zentrum des Göttinger Waldes. Dieser umschließt die Gemarkung des Dorfes und der weiteren Göttinger Ortsteile Nikolausberg und Roringen auf allen Seiten bis auf das Luttertal, das nordwestlich Herberhausens ins Leinetal mündet. Die Entfernung zwischen der Kirche von Herberhausen und dem Alten Rathaus von Göttingen beträgt in Luftlinie rund 3,5 km. Die mittlere Höhenlage des Dorfes ist ca. 240 m ü. NN.
Verkehrsmäßig ist Herberhausen durch eine Stichstraße an die Bundesstraße 27 und die Herzberger Landstraße angebunden, die im Luttertal bei der „Knochenmühle“ nordwestlich des Ortes zusammenführen, außerdem ist Herberhausen mit der Buslinie 91/92 zu erreichen.
Bis ins 14. Jahrhundert ist für Herberhausen die Namensform Herborgehusen bzw. Herbergehusen überliefert. Erst am Ende des 14. Jahrhunderts setzt sich die gekürzte Namensform Herberhusen durch. Nach dem 16. Jahrhundert tauchen zunehmend Belege mit der hochdeutschen Namensform auf -hausen auf. Es handelt sich um einen der im südniedersächsischen Raum sehr zahlreichen Hausen-Orte. Der erste Bestandteil ist, wie bei diesen Orten üblich, ein Personenname, hier der weibliche Name Her(i)burg(a). In der niederdeutschen Varietät des Landkreises Göttingen hieß der Ort Helperhûsen bzw. Helpĕrshūsën.
Herberhausen wird erstmals im Jahre 1293 in einer Urkunde schriftlich erwähnt, das Dorf ist allerdings sicher deutlich älter. Es gehörte wahrscheinlich großenteils zum Besitz der Esikonen und gelangte über den aus der Familie der Grafen von Reinhausen stammenden Bischof Udo an das Bistum Hildesheim. Ende des 14. Jahrhunderts wurde Herberhausen zum Stadtdorf von Göttingen, denn im Jahre 1372 belehnten die Herren von Gladebeck als Ministerialen des Bischofs von Hildesheim den Göttinger Ratsherrn Klingebil mit Gericht, Vogtei, Zinsen, Diensten usw. zu Herberhausen, und 1376 erhielt die Stadt Göttingen diese Rechte als ewiges Mannlehen vom Hildesheimer Bischof selbst verliehen. Nach einer deutlichen Einwohnerzunahme im 19. Jahrhundert erweiterte sich nach dem Zweiten Weltkrieg auch das bebaute Gebiet des Dorfes und die Infrastruktur. Am 1. April 1963 wurde Herberhausen auf eigenen Wunsch von der Stadt Göttingen eingemeindet.
Die Kirche St. Cosmas und Damian ist aus Kalk-Bruchsteinen errichtet und für vergleichbare Dörfer der Region relativ groß. Der Westturm wurde im Mittelalter errichtet, wahrscheinlich in der Zeit um 1300. Das Schiff ist wohl im Kern im 15. Jahrhundert erbaut worden, im 18. Jahrhundert wurden zumindest das Dach und die Fenster- und Türgestaltung geändert, die Kirche wurde als Saalkirche umgestaltet. Im 19. Jahrhundert erfolgte der Anbau einer Sakristei, bevor das Kirchenschiff 1958/59 nach Norden erweitert wurde.
Der dreieckige Thieplatz des Dorfes liegt gegenüber der Kirche. Aus Kalk-Bruchsteinen ist eine ringsum verlaufende Mauer errichtet, die die Anlage eines etwas erhöhten, ebenen Platzes am Hang ermöglicht. Die Bebauung um den Thieplatz herum vermittelt ein nahezu ungestörtes Bild dörflicher Fachwerkbauten aus der Zeit um 1800.
Im Forststeinbruch etwa 1 Kilometer östlich von Herberhausen liegt der Meeresboden aus der Zeit von vor 240 Millionen Jahren zutage. Damals befand sich hier das Muschelkalkmeer, ein Nebenmeer der Tethys. Zu sehen sind die am Meeresboden durch Strömungseffekte entstandenen Rippelmarken. Der Steinbruch ist offiziell gesperrt, es werden jedoch Führungen durch das Stadtforstamt bzw. das Geowissenschaftliche Zentrum der Universität angeboten.
In unmittelbarer Ortsnähe steht auf einem als Naturdenkmal ausgewiesenen Hügel der Kartoffelstein. Dieser Gedenkstein wurde 1852 als Dank für eine reiche Kartoffelernte nach mehreren Missernten in Folge errichtet.
Herberhausen ist durch seine Lage als Naherholungsziel für Spaziergänge und Wanderungen geeignet. Auf dem Gebiet des Stadtteils befindet sich der Hügel Kartoffelstein, der als Naturdenkmal ausgewiesen ist. Ebenfalls gibt es im Stadtteil ein Landgasthaus sowie eine Dorfschänke.
Einwohnerzahl (2009): 1698, davon 1574 mit Hauptwohnsitz
Fläche der Gemarkung: 1523 ha (überwiegend Wald)
Deppoldshausen | Elliehausen | Esebeck | Geismar | Grone | Groß Ellershausen | Herberhausen | Hetjershausen | Holtensen | Innenstadt | Knutbühren | Nikolausberg | Nordstadt | Oststadt | Roringen | Südstadt | Weende | Weststadt

Clyde River (Tasmansee)

Frühnebel auf dem Clyde River bei Nelligen
Betonierte Furt der River Road über den Clyde River bei Shallow Crossing
Anleger in Nelligen, der früher von der Illawarra Steam Navigation Company genutzt wurde
Der Clyde River ist ein Fluss im Südosten des australischen Bundesstaates New South Wales.
Bei den Aborigines hieß der Fluss Bhundoo.
Der Fluss entspringt in den Budawang Mountains ca. 30 km landeinwärts von der Küste bei Milton. Er fließt größtenteils parallel zu Küste nach Süden, wo er bei Batemans Bay ins Meer mündet. Der Unterlauf des Clyde River bildet ein Ästuar, das bis Nelligen von kleineren Seeschiffen befahren werden kann.
Der Fluss wurde von Leutnant Robert Johnson nach dem River Clyde in Glasgow in Schottland benannt. Dieser fuhr am 1. Dezember 1821 im Kutter Snapper den Fluss hinauf.
Der Clyde-River-Nationalpark findet sich am Unterlauf des Flusses.
Die Wasserqualität im Einzugsbereich des Flusses ist sehr gut. Der obere Teil ist dicht bewaldet (Staatsforst und Morton-Nationalpark). Nur im Yadboro State Forest gibt es Holzeinschlag in geringem Umfang. Im Einzugsbereich gibt es keine Industriebetriebe, die das Wasser verschmutzen könnten und auch keine Abwassereinleitungen. Somit hat der Fluss den Ruf des saubersten, ab wenigsten verschmutzten großen Flusses im Osten Australiens.
Außerdem ist der Clyde River einer der letzten Flüsse im Osten Australiens, der nicht reguliert wurde.

Kanton Digoin

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Der Kanton Digoin ist eine französische Verwaltungseinheit im Arrondissement Charolles, im Département Saône-et-Loire und in der Region Bourgogne. Sein Hauptort ist Digoin. Vertreter im Generalrat des Départements ist seit 2011 Philomène Baccot (PS).
Der Kanton ist 117,39 km² groß und hat 11.520 Einwohner (1999), was einer Bevölkerungsdichte von 98 Einwohnern pro km² entspricht. Er liegt im Mittel 264 Meter über Normalnull, zwischen 216 Metern in Saint-Agnan und 347 Metern in Les Guerreaux.
Der Kanton besteht aus fünf Gemeinden:
Autun-1 • Autun-2 • Blanzy • Chagny • Chalon-sur-Saône-1 • Chalon-sur-Saône-2 • Chalon-sur-Saône-3 • Charolles • Chauffailles • Cluny • Cuiseaux • Digoin • Gergy • Givry • Gueugnon • Hurigny • La Chapelle-de-Guinchay • Le Creusot-1 • Le Creusot-2 • Louhans • Mâcon-1 • Mâcon-2 • Montceau-les-Mines • Ouroux-sur-Saône • Paray-le-Monial • Pierre-de-Bresse • Saint-Rémy • Saint-Vallier • Tournus
Autun-Nord | Autun-Sud | Beaurepaire-en-Bresse | Bourbon-Lancy | Buxy | Chagny | Chalon-sur-Saône-Centre | Chalon-sur-Saône-Nord | Chalon-sur-Saône-Ouest | Chalon-sur-Saône-Sud | Charolles | Chauffailles | Cluny | Couches | Cuiseaux | Cuisery | Digoin | Épinac | Givry | Gueugnon | Issy-l’Évêque | La Chapelle-de-Guinchay | La Clayette | La Guiche | Le Creusot-Est | Le Creusot-Ouest | Louhans | Lucenay-l’Évêque | Lugny | Mâcon-Centre | Mâcon-Nord | Mâcon-Sud | Marcigny | Matour | Mesvres | Montceau-les-Mines-Nord | Montceau-les-Mines-Sud | Montcenis | Montchanin | Montpont-en-Bresse | Montret | Mont-Saint-Vincent | Palinges | Paray-le-Monial | Pierre-de-Bresse | Saint-Bonnet-de-Joux | Saint-Gengoux-le-National | Saint-Germain-du-Bois | Saint-Germain-du-Plain | Saint-Léger-sous-Beuvray | Saint-Martin-en-Bresse | Semur-en-Brionnais | Sennecey-le-Grand | Toulon-sur-Arroux | Tournus | Tramayes | Verdun-sur-le-Doubs

Jessie George Schatz

Jessie George Schatz, Spitzname Bubi, (* 12. August 1954 in Offenbach; † 9. August 1996 in Escambia County, Florida, USA) war ein deutsch-amerikanischer Staff Sergeant in der US-amerikanischen Militärverbindungsmission Neu Fahrland (Potsdam).
Schatz war der Fahrer von Major Arthur Nicholson auf der verhängnisvollen Aufklärungstour am 24. März 1985 in das Gebiet der DDR nach Techentin bei Ludwigslust, Mecklenburg-Vorpommern, bei der Nicholson von einem sowjetischen Wachposten erschossen wurde. Ssgt. Schatz zählte mit mehr als 150 Aufklärungsfahrten in der DDR zu den erfahrensten Mitgliedern der US Military Liaison Mission (USMLM). Nach Nicholsons Tod musste Schatz vor insgesamt sechs US-amerikanischen Untersuchungsausschüssen als Zeuge aussagen. Charles J. Fiala, Stabschef der 7. US-Armee (USAREUR), bezeichnete Schatz als den „berühmtesten Sergeant der US-Army“.
Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR überwachte Schatz zehn Jahre lang auf Schritt und Tritt, platzierte mehrere Inoffizielle Mitarbeiter in seinem Umfeld, ließ private Unterlagen entwenden, las seine Briefe, überwachte den privaten Telefonanschluss und terrorisierte ihn und seine Familie. 1979 und 1986 scheiterten zwei Versuche des sowjetischen Geheimdienstes KGB, Schatz als Agenten anzuwerben.
Schatz war verheiratet und hatte zwei Kinder. Sein Grab befindet sich auf dem Memory Park Cemetery in Milton, Santa Rosa County, Florida.